Was sagt der Islam zum Krieg?

Wie auch das Christentum erlaubt der Islam das Kämpfen zur Selbstverteidigung, zur Verteidigung der Religion oder für diejenigen, die gewaltsam aus ihren Heimstätten vertrieben wurden. Für den Kampf sind strenge Regeln festgelegt, zu denen die Verbote gehören, Zivilpersonen zu schaden und Feldfrucht, Bäume und Vieh zu vernichten. Aus der Sicht der Muslime würde die Ungerechtigkeit triumphieren, wenn es nicht gute Menschen gäbe, die bereit sind, ihr Leben für eine gerechte Sache zu wagen.

Im Qur’an liest man:

»Und kämpft mit denjenigen auf dem Weg Allahs, die mit euch kämpfen, und übertretet nicht, Allah liebt ja nicht die Übertreter.« (Sure 2, 190)

»Und kämpft mit ihnen, bis es keine Verführung mehr gibt und die Religion für Allah ist, und wenn sie aufhören, so gibt es keine Feindschaft, außer gegen die Unrecht handelnden.« (Sure 2, 193)

»Und wenn sie dem Frieden zugeneigt sind, so seid ihr ihm zugeneigt und vertraut auf Allah, Er ist ja, Er, der Hörende, der Wissende.« (Sure 8, 61)

Krieg ist darum die letzte Möglichkeit und unterliegt strengen Bedingungen nach dem heiligen Gesetz. Der oft missverstandene und übermäßig gebrauchte Ausdruck Dschihad bedeutet wörtlich »ganzer Einsatz« und nicht »Heiliger Krieg« (ein Ausdruck, den es im Qur’an gar nicht gibt). Dschihad als islamisches Konzept kann es im persönlichen Bereich geben – innere Bemühung gegen das Böse und das Ego, Einsatz für Anstand und das Gute im Bereich der Gesellschaft und Einsatz im Kampf, falls und wo erforderlich.

mehr zum Krieg in der Risale-i Nur…
Stab Mosis – Erster Teil (Frucht Abhandlung – Vierte Problemstellung)

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