Buchbesprechung über die »Bruderschaft und Wahrhaftigkeit im Islam«

»Alle Gläubigen sind einander Bruder« (Sure 49, 10)

Der Islam, die Hingabe an Gott, vollzieht sich in der Gemeinschaft, der Ummah, erfüllt sich durch die Bruderschaft aller Gläubigen. »Niemand«, so sagt es ein Hadith, »ist wahrhaft ein Gläubiger, solange er nicht für seinen Bruder das gleiche wünscht, was er auch für sich selbst erstrebt.« Islam, das ist der Glaube einer ganzen Gemeinschaft, eine Offenbarung, die durch ihren Propheten an sie erging und von ihm und mit ihr gelebt wurde, zunächst von den Flüchtlingen in Medina, dann, nach der Rückeroberung von Mekka auch dort und die sich dann von dort aus in allen Ländern Arabiens und heute in der ganzen Welt verbreitet hat. In der Gemeinschaft erfüllt sich der Glaube als das Gesetz der Bruderschaft, ein Gesetz, das keinen Zwang kennt, weil es ein Gesetz der Herzen ist.

»Es gibt keinen Zwang im Glauben.« (Sure 2)

Bruderschaft heißt das allverbindende Band unter den Gläubigen. Der Glaube an Gott, den Schöpfer der Himmel und der Erden verbindet den einzelnen Gläubigen als ein Geschöpf Gottes mit der gesamten Schöpfung. Die beständige Erinnerung an seinen Schöpfer wird Gottesgedenken (dhikr), der Verlust dieser Erinnerung an die Verbundenheit aller Geschöpfe hingegen Gottvergessenheit (ghaflah) genannt.

Das hier nun vorliegende Buch behandelt diese Bruderschaft aller Menschen aus islamischer Sicht. Es beginnt mit dem Zweiundzwanzigsten Brief, der den Stellenwert aller Dinge zum Inhalt hat. Er behandelt die Gebote Gottes in ihren praktischen Auswirkungen in Bruderschaft, Freundschaft und Gemeinschaft. Diesem Brief folgen dann drei weitere Abhandlungen, die wir Blitze nennen. Der erste von ihnen betrachtet den Stellenwert von Ordnung, Gesetz, Opfer und unvergänglichem Lohn sowie die Bedeutung der Güter dieser Welt im irdischen Leben. Der zweite lenkt sodann unsere Blicke vom sozialen Leben hinüber in ein Leben nach dem Wohlgefallen Gottes.

Allgemeine Informationen zum Buch

Bruderschaft und Wahrhaftigkeit im Islam – Kommentare zum Qur´an von Bediüzzaman Said Nursi aus dem Risale-i Nur Gesamtwerk

Titel der Originalausgabe: Uhuvvet Risalesi, İhlas Risaleleri

96 Seiten
Paperback
ISBN 9783939757054

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Bruderschaft und Wahrhaftigkeit im Islam – Kommentare zum Qur´an von Bediüzzaman Said Nursi aus dem Risale-i Nur Gesamtwerk

Leseprobe:

Siehe unten im Index!


Inhalt



Zweiundzwanzigster Brief:
Stellenwert der Dinge im individuellen, sozialen und spirituellen Leben............7
  Erstes Kapitel:
    Feindschaft unter Gläubigen betrachtet unter sechs Aspekten....................7
    Erster Aspekt:
    Feindschaft ist ein Verbrechen gegen die Wahrhaftigkeit........................8
    Zweiter Aspekt:
    Feindschaft ist ein Verbrechen gegen die Weisheit..............................9

    Dritter Aspekt:
    Feindschaft ist ein Verbrechen gegen die Gerechtigkeit........................11
    Vierter Aspekt:
    Feindschaft ist ein Verbrechen gegen das persönliche Leben....................12
    Fünfter Aspekt:
    Feindschaft ist ein Verbrechen gegen das öffentliche Leben....................18
    Sechster Aspekt:
    Feindschaft ist ein Verbrechen gegen das geistige Leben.......................23
  Zweites Kapitel:
    Habgier und Bescheidenheit, Sorge und Gelassenheit............................25
  Ein Traumgesicht:
    Almosen, Fasten und Gebet heißt der Beitrag, den Gott vom
    Menschen als eigene, freiwillige Leistung erwartet. Krieg,
    Hunger und Sorge heißen die Folgen der Gottvergessenheit,
    die sich weigert, einen Teil der Ernte auf dem Acker des Got-
    tesgedenkens wieder auszusäen.................................................29
  Nachwort, ein Kapitel über die Zuträgerei.......................................33
  Gerechtigkeit, Lohn und Strafe..................................................38
  Einseitigkeiten.................................................................41
  Freundschaft und Feindschaft....................................................42
  Der Wert der Gemeinschaft.......................................................45
Zwanzigster Blitz: Aufrichtigkeit in der Gemeinschaft.............................51
  Erster Grund:
    Die Einheit der Ungläubigen ist das Ergebnis eines gesetzlich
    geordneten und äußerlich geregelten Lebens. Das gibt ihnen
    Stärke........................................................................52

  Zweiter Grund:
    Die Ungläubigen stützen einander nach eigenen Gesetzen
    und regeln ihr Zusammenleben nach eigenen Wünschen.
    Das gibt ihnen Ansehen........................................................55
  Dritter Grund:
    Die Ungläubigen sind nicht bestrebt, sich für höhere Werte zu
    opfern. Das macht sie alle einander gleich....................................58
  Vierter Grund:
    Die Ungläubigen sind nicht bereit, um eines ewigen Lohnes
    willen auf irdische Genüsse zu verzichten. Darum vereinigen
    sie sich schon heute..........................................................60
  Fünfter Grund:
    Die Ungläubigen wissen um die Vergänglichkeit irdischen
    Lebens, Reichtums und Glücks. Darum schließen sie sich
    zusammen, um es einander so lange wie möglich zu erhalten.....................62
  Sechster Grund:
    Die Ungläubigen kennen nur dieses eine irdische Leben.
    Darum zersplittern sie sich nicht im Streben nach einer ganzen
    Reihe verschiedenartiger höherer Werte........................................65
  Siebenter Grund:
    Der wahre Grund der Auseinandersetzungen und Rivalitäten
    unter den Gläubigen...........................................................68
Einundzwanzigster Blitz: Aufrichtigkeit im Dienst.................................74
  Erster Grundsatz: Gottes Wohlwollen.............................................76
  Zweiter Grundsatz: Einigkeit ...................................................76

  Dritter Grundsatz: Wahrhaftigkeit und Gerechtigkeit.............................79
  Vierter Grundsatz: Der Aufgang..................................................80
  Gründe, eine Gesinnung der Wahrhaftigkeit zu erwerben:
    Erster Grund: Das Wissen um Tod und Vergänglichkeit...........................82
    Zweiter Grund: Das Wissen um die Gegenwart Gottes.............................83
  Ursachen der Heuchelei:
    Erstens: Der Konkurrenzkampf..................................................84
    Gegenbeispiele:
      Erstens: Die Gütergemeinschaft..............................................85
      Zweitens: Die Produktionsgemeinschaft.......................................86
    Zweitens: Das Geltungsbedürfnis...............................................87
    Drittens: Die Habsucht........................................................89
Ein persönlicher Brief an einige Brüder...........................................90
Buchgebet.........................................................................93