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Autor Thema: Vater Unser im Himmel...  (Gelesen 1627 mal)
0 Mitglieder und 2 Gäste betrachten dieses Thema.
Khalid
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« am: Februar 03, 2011, 18:32:54 »

Salam Alaykum wa rahmatullahi wa barakatuh
Eine Religionslehrerin hat mir gesagt, dass ich zum Vaterunser im Evangelium ein Kommentar zu jedem Vers schreiben soll, weil sie wissen will, was wir Muslime über dieses Gebet halten. Kann mir jemand helfen?

In Frieden, liebe Brüder im Islam
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sunlightstar
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« Antworten #1 am: Februar 03, 2011, 21:25:38 »

ve aleykumselam,

lieber Bruder, Deine Frage ist mehrdeutig.

Definiere bitte genau, was Du von einem Moslem über die "Vaterunser" theorie hören möchtest, bzw. was will Sie bzw. Du klar bzw. Richtig stellen?

Die Trinität bzw. Vaterunser usw. ist ja im Islam klar und eindeutig definiert, darüber brauchen wir nicht reden, was ein Moslem über die Trinität denkt...

Meine bitte, Deine frage noch Mal näher zu erläutern.

vesselam

nurullah (berlin)
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Khalid
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« Antworten #2 am: Februar 04, 2011, 14:41:06 »

Salam alaykum wa rahmatullahi wa barakatuh,

Eine kritische und positive Sicht aus dem Islam, wie zum Beispiel die kritrische:

Unser Vater im Himmel

Warum nur im Himmel?

Geheiligt werde dein Name

Allahs Namen sind heilig , warum der Konjunktiv?


dein Reich komme

Ist das jetzt iim Diesseits oder Jenseits gemeint? Denn Jesus (a.s.) hat doch gesagt: "Mein Reich ist nicht von dieser Welt." Wenn das Jenseits gemeint ist - Das kommt sowieso. Warum noch darum bitten? Denn der Tag der Auferstehung ist Fakt. Oder ist damit gemeint, dass Gottes Gesetze auf Erden herrschen sollen?

Dein Wille geschehe.

Allahs Wille geschieht immer, ob wir nun wollen oder nicht.

wie im Himmel, so auf Erden.

Allahs Wille geschieht doch überall? Warum diese Begrenzung?

Unser tägliches Brot gib uns heute,

Das ist die Bitte um Rizq ( Lebensunterhalt), aber warum nur "heute"?

und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.

Stellt sich da der Mensch nicht auf eine Stufe mit Gott? Wie können wir so Allvergebend sein wie Gott? Es klingt auch ein bisschen so, als wollte der Mensch Gott eine Bedingung stellen: "Schau, wir vergeben denen, die uns Unrecht getan haben, jetzt mach das auch mal".


und führe uns nicht in Versuchung

Ist denn vielmehr das Leben auf der Erde für uns nichts weiter als eine Prüfung? Außerdem widerspricht das doch arg meinem Gottesbild, denn demnach wäre es ja Gott, Der uns in Versuchung führen würde, aber das ist doch Satan. Es klingt auch beinahe so, als würde Gott "Schuld" sein (estaghfirullah!), wenn wir sündigen, weil Er uns ja in Versuchung geführt hat.

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sunlightstar
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« Antworten #3 am: Februar 05, 2011, 11:50:57 »

selamunaleykum,

ganz einfach, weil viele Kontexte gar nicht von Jesus a.s. stammen.

Und Allah c.c. wird am jüngsten Gericht Jesus und Maria fragen warum das volk von Ihnen sowas gesagt haben, und da wird Jesus antworten zu meiner Lebzeit gab sowas nicht usw.

Der Ansatz ist viel besser, wenn man die Bittgebete und die Technick des betens und die Art wie Gott sich im Kuran beschreibt und das Leben und den Wert des Menschen wie es im Kuran geschildert wird zu zeigen und die vorzüge über die Art wie ein Moslem nach dem Kuran denkt und wie ein "christ oder andere oder gar keine Religion" hervorrufen.

Ein ungläubiger hat nach einem sehr langem Religionsgespräch mit einem Moslem (Ali r.a.) gefragt, ja es hört sich alles schön an, aber was ist wenn es doch kein Jenseits gibt?

Die Antwort: Dann schauen wir mal wie hab ich gelebt und du.

Ich hab jeden Tag Hoffnung auf ein Leben nach dem Tot und du hast Dich bei jeder kleinen Sachen Angst um Deine Gesundheit gemacht und dachtest gleich ist alles vorbei. Ist das besser als bei dir?Ja

Ich hab egal ob ich arbeit hatte oder was zu tun hatte immer ein geregelten Tagesablauf durch mein 5 maliges Gebet mit mindestens 5 maliges Waschen vor dem gebet, und du hattest vieleicht Tagelang keine Ahnung ob und du dich gewaschen hast und manchmal wustest du auch nicht mal am Tag welche Uhrzeit es derzeit ist weil der Tag bei dir Kein sinn hatte, ist das besser das mein immer im leben ein geregelten ablauf und ein sinn hat oder nicht? ja es ist besser

Ich hab immer wenn ich geld hatte arme (almosen) gegeben und an meine Nachbarn geschaut und du hast dich um niemanden und nicht mal um deine eigene familie gekümmert weil du ja nicht an die paradies früchte gelaubt hast ist das speisen und nachbarliche hilfe besser oder nicht? natürlich ist es besser

Ich hab niemanden zu unrecht gemordet nicht mal eine fliege was angetan und bei jedem schönem ornamet die siegel gottesschöpfung gepriesen und immer wieder an guten und schlechten tagen gottesmacht bestaunt du konntest alles sinnflut und der pest krankheiten keinen namen geben,ist es besser alles zuzuordnen oder wie du im angst vor jeder bakterie und sinnflut wegzurennen? es ist bessser alles zuzuordnen und denen zu vertrauen den auch alles gehört.


So nun frag ich Dich: WAS IST WENN ES DOCH EIN JENSEITS GIBT? UND WER HAT TROTZDEM BESSER GELEBT?


Von dieser perspektive ausgegangen kann man nicht mit ehli Kitap (Thora, Bibel,Psalter) arbeiten, man kann nur immer wieder die schönen und besten und viel besseren auslegungen und auch nur von Kuran zeigen.

Vesselam

Nurullah
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Khalid
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« Antworten #4 am: Februar 06, 2011, 11:07:24 »

SUPHANALLAH
ALLAH,SUPHANA WA TA ALA, MÖGE DICH ZAHLREICH BELOHNEN,DU BIST DER EINZIGE BRUDER HIER,DER MIR GEHOLFEN HAT.
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hamza abdulhakim
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« Antworten #5 am: Februar 07, 2011, 16:15:56 »

Salaam aleykum,

Zitat
Unser Vater im Himmel

Warum nur im Himmel?

Das ist ein Missverständnis bezüglich des Ausdrucks 'im Himmel'. Der Ausdruck im Himmel bedeutet nicht zwangsläufig dass Gott über unserer Erde im Universum ist. Im selben Sinne wie der Ausdruck 'in  den Himmeln' (arab. fi-samawaat) nicht zwangsläufig bedeutet dass Allah im Universum ist. Sowohl klassische christliche als auch islamische Theologie vertritt den Standpunkt dass Gott sich außerhalb seiner Schöpfung befindet und der Ausdruck 'im Himmel(n)' auf das gleiche hindeutet. Dies ist auch mit der semantischen Bedeutung dieses Ausdruckes vereinbar.

Zitat
Geheiligt werde dein Name

Allahs Namen sind heilig , warum der Konjunktiv?

Dies ist wieder ein Missverständnis. Gott hat gemäß viele Namen, aber das Singular zur anrufung benutzt wird wird damit auf den größten Namen Gottes bezug genommen. Der Satz bedeutet somit nicht dass nur dieser eine Name heilig ist sondern dass speziell der größte aller Namen Gottes von all seinen Geschöpfen heilig gesprochen werden soll.

Zitat
dein Reich komme

Ist das jetzt iim Diesseits oder Jenseits gemeint? Denn Jesus (a.s.) hat doch gesagt: "Mein Reich ist nicht von dieser Welt." Wenn das Jenseits gemeint ist - Das kommt sowieso. Warum noch darum bitten? Denn der Tag der Auferstehung ist Fakt. Oder ist damit gemeint, dass Gottes Gesetze auf Erden herrschen sollen?

Bezüglich der bedeutung des 'Reiches Gottes' gibt es unterschiedliche Meinungen. Die weitverbreiteste Meinung bezieht dies auf Jenseits, während manche Theologen es auf das 2. Kommen von Jesus Christus, mit dem Friede sei, bezogen. Eine andere Meinung besagt das sich das Reichs Gottes im Jenseits sich im Diesseits manifestiert.

Was deinen Einwand betrifft setzt dieser eine Sichtweise des göttlichen Schicksals voraus demgemäß Bittgebete für etwas was bereits festgeschrieben steht unnötig oder gar schädlich ist. Ich denke allerdings nicht dass du diese Art von Sichtweise des Schicksal beweisen kannst oder beweisen willst. Wenn ich dein Argument falsch verstanden habe korrigiere mich bitte.

Zitat
Dein Wille geschehe.

Allahs Wille geschieht immer, ob wir nun wollen oder nicht.

Das ist so ziemlich derselbe Einwand wie zuvor. Hierbei handelt es sich um ein Bittgebet und wie bereits gesagt schließt eine zuvor von Allah festgeschriebene Aktion nicht den Nutzen von Bittgebeten aus.

Zitat
wie im Himmel, so auf Erden.

Allahs Wille geschieht doch überall? Warum diese Begrenzung?

Gemäß klassischer Theologie bezeichnet der Ausdruck 'im Himmel wie auf Erden' die gesamte Schöpfung, ähnlich dem arabischen Ausdruck 'in dem Himmeln und auf der Erde' (arab. fi samawaat wal ard).

Zitat
Unser tägliches Brot gib uns heute,

Das ist die Bitte um Rizq ( Lebensunterhalt), aber warum nur "heute"?

Dies wird als ein indirekter Hinweis verstanden das dieses Gebet täglich vollzogen werden sollte und nicht nur in seltenen Fällen.

Zitat
und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.

Stellt sich da der Mensch nicht auf eine Stufe mit Gott? Wie können wir so Allvergebend sein wie Gott? Es klingt auch ein bisschen so, als wollte der Mensch Gott eine Bedingung stellen: "Schau, wir vergeben denen, die uns Unrecht getan haben, jetzt mach das auch mal".

Ebenso wie in islamischer Theologie wird in christlicher Theologie zwischen Sünden gegen Gott und Sünden gegen individuellen Menschen unterschieden. Wenn also ein Muslim oder Christ ein Unrecht gegen einen Menschen begeht muss man neben Gott auch diesen Menschen um Verzeihung bitten. Ich sehe nicht inwieweit man sich hierbei auf eine Stufe mit Gott stellt. Vielleicht könntest du darauf näher eingehen.

Zitat
und führe uns nicht in Versuchung

Ist denn vielmehr das Leben auf der Erde für uns nichts weiter als eine Prüfung? Außerdem widerspricht das doch arg meinem Gottesbild, denn demnach wäre es ja Gott, Der uns in Versuchung führen würde, aber das ist doch Satan. Es klingt auch beinahe so, als würde Gott "Schuld" sein (estaghfirullah!), wenn wir sündigen, weil Er uns ja in Versuchung geführt hat.

In diesem Punkt würde ich dir teilweise zustimmen, allerdings führen deine Überlegungen ein wenig zu weit. Zunächst einmal ist es richtig das diese Welt als eine Prüfung angesehen wird, allerdings bedeutet dass nicht das man darum ersuchen sollte schweren Prüfungen ausgesetzt zu werden. Ebenso ist im Islam eine weit verbreitete Sichtweise die, dass man nicht Allah darum bitten sollte harten prüfungen ausgesetzt zu werden sondern im Gegenteil darum bitten solltest nur wenigen und möglichst einfachen Prüfungen ausgesetzt zu werden. In genau der selben Weise wird auch dieser Vers in klassischer Exegese verstanden.

Wo ich dir zustimme ist dass der Ausdruck unglücklich gewählt zu sein scheint, aber man sollte fair sein und eine mögliche harmonisierung zulassen bevor man so weitreichende Schlussfolgerungen zieht. Ich muss sagen ich bin was diesen Punkt angeht nicht so sehr bewandert mit unterschiedlichen Meinungen aber ich werde mich über dieses Thema informieren.
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sunlightstar
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« Antworten #6 am: Februar 07, 2011, 23:08:02 »

Lieber Brüder,

ich kann mich an einen Hadis erinnern,

wenn euch ein anderer (Ehli-Kitap,Christentum,Juden etc.) begegnet und etwas euch von z.B. Bibel ein Vers fragt, dann nicht diesen vers verleugnen aber auch nicht bestätigen.

vesselam.
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Khalid
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« Antworten #7 am: Februar 15, 2011, 16:52:15 »

ich suche vergebens nach einem hadith: ein jude sprach zu ali: ich nehme den islam an, wenn du meine fragen beantwortest. Und dann hat er immer sachen gefragt wie zb.: welchen fluss hat ALLAH zuerst erschaffen? und ali antwortete: ihr juden glaubt dass der fluss soundso der erste war aber in wirklichkeit war es der fluss soundso
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