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Autor Thema: Folgendes Problem  (Gelesen 3602 mal)
0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.
Seyfullah
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« am: November 08, 2006, 22:33:11 »

[Beitrag gelöscht von Seyfullah.]

Ich habe es gelöscht, weil ich niemanden verwirren wollte. Es handelte sich hierbei um eine sehr komplizierte Diskussion mit einem Atheisten. Aber wenn ihr wünscht kann ich es dennoch hier reinposten, da ich einige interessante Argumente gegen ihn gefunden habe. Ich denke es ist eine wirklich gute Antwort auf seine Frage.
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Lob und Preis sei Allah, der einzig aus Sich selbst besteht, wohingegen alle anderen Dinge ihr Sein aus Ihm erhalten.Sie bedürfen Seiner für ihr Entstehen und ihren Bestand. Er hingegen hat nach nichts Bedürfnis.
al muallim
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« Antworten #1 am: November 09, 2006, 14:27:58 »

stell das rein damit man auch was lernen kann..vesselam
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Korkmaz
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« Antworten #2 am: November 09, 2006, 15:02:55 »

Es ist besser, wenn Sie, Seyfullah, nur Ihre Argumente bringen können. Mit den Zweifeln der Atheisten brauchen wir uns nicht zu befassen. Wir können davon verschont bleiben.
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Seyfullah
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« Antworten #3 am: November 09, 2006, 15:12:42 »

In Ordnung.

EsSelam.

Jemand fragte mich einmal warum es Gott geben muss. Aus welchem Grund er das oberste sein sollte?
Er sprach auch davon, dass das Universum an stelle Gott stehen kann, also die Natur das ewige ist.

Ich antwortete folgender Art und Weise:

Warum kann das Universum nicht an stelle von Allah treten?

Dies ist nicht möglich, weil das Universum an Gesetzte, an Mechanismen, Ursachen, Materie, Energie, Raum und Zeit angewiesen ist um überhaupt zu existieren. Es ist angewiesen um überhaupt zu bestehen. Wir können deutlich sehen, Raum, Zeit, Materie und Energie. Alles in diesem Kosmos ist angewiesen, also kann es daher, selbst wenn es ein ewiger Kreislauf sein sollte, niemals der wirkliche Ursprung allen Lebens sein. Es kann nur daher ein Werkzeug sein, eine Form die für uns erschaffen wurde, damit wir sehen und bestehen können.
Es ist nicht vollkommen, es kann niemals anstelle Allah existieren. Es benötigt um zu bestehen und kann daher nicht das "größte" sein!
Als Beispiel nannte ich die Gebetskette und bezeichnete diese als Universum. Ein Kreislauf mit 99 Ketten. Nur gab es ein Problem in diesem Kreislauf. Es benötigt
 Raum, Zeit und diese 99 Ketten(Gesetzte) um überhaupt zu "Sein"! Es benötigt "Etwas" um zu existieren.
Daher kann das Universum niemals der Ursprung, das Ewige, sein.
 
Was ist wohl allmächtiger?

Etwas, dass sich selbst erhält, auf nichts angewiesen ist, ewig ist, alles erhält, nichts benötigt, vollkommen und allmächtig ist, völlig Grenzenlos ist? (weder Gesetzt, noch Raum, noch Zeit, nur Allah, nur ER Ist)

Oder eher das Universum? Ein Universum, dass man "anfassen" kann, dass man "sehen" kann. Das beschränkt auf Gesetzte und Ursachen ist, dass auf Raum und Zeit angewiesen ist, dass Dinge benötigt um zu existieren? Etwas das also völlig abhängig ist. Dies soll der Urprung sein? Merkst du nicht wie falsch dies ist? ...

Dies habe ich ihm gesagt, nur hat es nichts gebracht. Er fing dann an um den heißen Brei herumzureden und ich habe dann die Diskussion abgebrochen.  Ärgerlich

VesSelam
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Korkmaz
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« Antworten #4 am: November 09, 2006, 15:58:55 »

Das ist eine wunderschöne Antwort. Sie ist einleuchtend. Ein Kopf, der alles auf die Ursachen oder Natur zuschreibt, kann aber das nicht einsehen. Er hat diese Erklärung bestimmt verstanden. Sein Problem ist, dass er Gott nicht kennt und Ihn nicht anerkennen will. Das ist aber ein Irrtum. Er sieht alles von seinem atheistischen Standpunkt aus und geht von dememtsprechenden Konsequenzen aus, die er ziehen will. Das ist aber keine gesunde Denkweise.

Bediüzzaman hazretleri hat eine Abhandlung geschrieben mit dem Titel: Abhandlung über die Natur. Ich glaube, sie gibt eine befriedigende Antwort, die den qur'anischen Standpunkt, Tauhid, vertritt. In diesem Zusammenhang möchte ich nur den Anfang dieses Abschnitts (23. Blitz) hier anführen.

»Im Namen Allahs, des Erbarmers, des Barmherzigen. Es sprachen ihre Gesandten: Gibt es etwa einen Zweifel an dem Schöpfer der Himmel und der Erde?« (14,10)

Diese ehrwürdige Ayah zeigt, in der Form einer verneinenden Fragestellung, indem sie aussagt, dass es »über Gott den Gerechten keinen Zweifel gibt und geben darf«, dass die Existenz und Einheit Gottes ganz offensichtlich ist.

Oh Mensch! Wisse, dass es fürchterliche Worte gibt, die den Mund der Menschen verlassen, ohne dass sie deren Gottlosigkeit bemerken. Leute des Glaubens gebrauchen sie, ohne es zu wissen. Wir erklären hier drei äußerst wichtige von ihnen.

Erstens: »Es wurde verursacht«, d.h. die Ursachen haben diesen sichtbaren Dingen ihre Existenz verliehen.

Zweitens: »Es bildete sich selbst«, d.h. es bildete sich aus sich selbst heraus, entstand, erwuchs.

Drittens: »Es erfordert die Natur«, d.h. es ist natürlich, die Natur erfordert es, bringt es zustande.

Ja, es gibt nun einmal ein Dasein und das kann auch nicht geleugnet werden. Zudem gleicht jedwedes Sein einem Kunstwerk, das mit Sinn und Verstand ins Dasein gerufen wurde. Überdies besteht es nicht ewig und ohne Anfang, sondern wurde neu geschaffen. Auf jeden Fall, oh du Atheist, wirst du sagen, dass das, was hier ist, z.B. dieses Tier da durch Ursachen der unbelebten Natur hervorgebracht wurde, d.h. dieses Sein wurde durch die Verknüpfung von Ursachen ins Dasein gebracht… oder aber: Es hat sich selbst eine Form gegeben… oder aber: Es kam unter der Einwirkung natürlicher Ursachen als natürliches Ergebnis zustande… oder aber: Es ist ein Geschöpf aus der Kraft des Glorreichen-Allmächtigen.

Da aber dem Verstande außer diesen vier Wegen kein anderer Weg mehr offen bleibt, steht uns, wenn wir mit absoluter Sicherheit beweisen können, dass die oben genannten drei Wege nicht gangbar sind, auf einem Aberglauben beruhen, außerhalb des Möglichen liegen, zwangsläufig und offensichtlich nur noch der vierte Weg als die ohne allen Zweifel einzig sichere Lehre von der (alles bewirkenden Einheit und) Gegenwart Gottes offen.
Erste Streitfrage: Ein Geschöpf hat durch eine Verknüpfung der Ursachen aus der unbelebten Welt Gestalt angenommen und ist so ins Dasein getreten. Wir wollen hier unter sehr vielen Unmöglichkeiten nur drei erwähnen.
Erste Unmöglichkeit: In einer Apotheke findet man hunderte von Gläsern, die mit den verschiedenartigsten Substanzen angefüllt sind. Man wolle nun aus diesen Heilmitteln eine wundersame Salbe gewinnen, die lebendig sein soll! Außerdem ist es erforderlich, aus ihnen ein wundersames lebendes Heilmittel herzustellen. Wir sind gekommen und haben in dieser Apotheke eine große Menge dieser lebendigen Salbe und von diesem lebenden Heilmittel gesehen. Wir haben jede dieser Salben untersucht.

Wir haben gesehen: Jedes dieser Gläser enthält eine bestimmte Menge, ein, zwei Dirhem (= 3 g) von diesem, drei, vier Dirhem von jenem, sechs, sieben Dirhem von etwas anderem usw. Es wurden verschiedene Mengen unterschiedlicher Arzneimittel verwendet. Hätte man ein Dirhem mehr oder weniger entnommen, wäre diese Salbe nicht mehr lebensfähig, könnte ihre Wirkung nicht mehr zeigen. Und auch dieses lebende Heilmittel haben wir geprüft. Es wurde aus jedem Glas eine ganz bestimmte Menge entnommen. Wäre es auch nur um ein Geringes mehr oder weniger gewesen, hätte das Heilmittel seine Besonderheit verloren. Es gibt nicht nur mehr als fünfzig verschiedene Gläser, man hat auch noch unterschiedliche Mengen von jedem Mittel verwendet, da jedes von ihnen sein eigenes Maß kennt.
Ja, wäre es denn auf irgendeine Weise möglich und wahrscheinlich, dass die aus den verschiedenen Gläsern entnommenen unterschiedlichen Mengen dadurch zueinander gekommen sein und sich miteinander vermischt haben könnten, dass irgendein sonderbarer Zufall oder vielleicht ein Windstoß die Gläser umgeworfen habe, wodurch die Arzneien ausgelaufen seien und jede von ihnen sich mit dem nur allein ihr eigenen genauen Maß zu einer bestimmten Salbe vereinigt hätten… Gäbe es vielleicht etwas, das ein noch größerer Aberglaube, noch unwahrscheinlicher und absurder wäre als dieses? (...)

So ist es also wie in diesem Beispiel: Alles, was Leben in sich enthält, ist sicherlich eine solche lebendige Salbe. Und jede Pflanze gleicht einem lebenden Heilmittel, das aus vielen unterschiedlichen Substanzen zusammengesetzt ist, für das viele spezifische Maßeinheiten angewandt wurden. Dies den Ursachen und Elementen der Natur zuzuschreiben und zu sagen: »Die Ursachen haben dies bewirkt« ist hundertfach weiter von jeglicher Vernunft entfernt, unmöglicher und absurder, als die Entstehung einer Salbe in einer Apotheke durch das Umstürzen der Gläser.

Kurzum: Alles Lebendige in dieser großen Apotheke der Welt kann nur aus der unendlichen Weisheit, dem grenzenlosen Wissen und einem alles umfassenden Willen Gestalt annehmen, durch Urteil und Bestimmung des Urewigen-Weisen, der die Waage hält. Ein Unglückseliger, welcher sagt: »Dies haben die Ursachen der natürlichen Elemente zustande gebracht, die taub und blind, einem Sturzbach ohne Grenzen gleich dahinströmen«, ein dummer Phantast, der sagt: »Dies wunderbare Heilmittel ist ganz von selbst entstanden, dadurch, dass die Gläser umgestürzt und ausgelaufen sind.« Er spricht noch törichter als ein törichter Trunkenbold. Ja, dieser Unglaube, diese Torheit, diese närrische Trunkenheit ist reine Phantasterei. (Zitatende)

Ich danke für Ihre Antwort und Ihre Aufmerksamkeit.
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al muallim
Gast
« Antworten #5 am: November 10, 2006, 21:44:23 »

Deine Aufgabe ist es ja auch nur den Menschen dies zu beweisen.Ob sie dies annehmen oder nicht intresiert uns nicht.Dafür ist ALLAH zuständig.

Wir machen unsere Aufgaben und lassen den Rest an ALLAH.

vesselam
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