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Autor Thema: Hasret Aischa und die Geschichte ihrer Brautwerbung  (Gelesen 795 mal)
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Hudaibia
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« am: September 03, 2011, 03:23:41 »

Aisha, eine der Frauen des Propheten und Mutter der Gläubigen, überlebte den Propheten um vierzig Jahre und starb im Alter von 64 Jahren, war also bei seinem Tode 24 Jahre alt. Bei den Arabern zählte man zu dieser Zeit das Alter eines Mädchens ab dem Eintritt ihrer Pubertät. Hatte sie also den Propheten mit sieben Jahren geheiratet und wenn sie sieben Jahre bis zum Tode des Propheten mit ihm verheiratet blieb, kommen wir zu dem Ergebnis, dass sie zum Zeitpunkt ihrer Hochzeit siebzehn Jahre, abzüglich der Jahre vor ihrer Pubertät also erst sieben Jahre alt war!
Als der Ehrenwerte Prophet 50 Jahre alt war, starb Hatidscha die Große. Nach fünf Jahren seiner Witwenschaft warb er nun einerseits um die 55 jährige, gleichfalls verwitwete Sauda und zugleich auch um Aischa, die Tochter von Abu Bekir, seinem engsten Freund. Denn auch im arabischen Kulturkreis waren Ehen mit mehreren Frauen damals wie heute nichts außergewöhnliches. Da Abu Bekir seine Tochter aber bereits Dschubeyr, dem Sohn von Mut’im, versprochen hatte, konnte er dem Propheten keine Zusage machen. Das aber zeigt, dass der Prophet an die damaligen Sitten gebunden war und eine Heirat nicht einfach befehlen konnte.

Als Abu Bekir zu Mut’ims Haus ging, sah Dschubeyrs Mutter ihn kommen und sagte zu ihm: „Oh Abu Bekir! Wenn du etwa deine Tochter mit meinem Sohn verheiraten und auch ihn zum Islam bekehren willst, so wisse: Wir wollen deine Tochter nicht mehr!“ Mit diesen Worten löste sie ihre Verlobung wieder auf, was in der damaligen arabischen Gesellschaft einer Beleidigung gleich kam. Daraufhin wandte Abu Bekir sich wortlos um, kehrte in sein Haus zurück und nahm nun den Heiratsantrag des Propheten an. So bekräftigte also Abu Bekir das Band der Freundschaft mit dem Propheten durch die verwandschaftlichen Bande mit seinem Schwiegersohn Mohammed. Auch das war nach der gängigen arabischen Praxis eine durchaus gebräuchliche Verfahrensweise. Der Grund aber, weshalb der Prophet um Hasret Aischa geworben hatte, lag darin, dass er in ihr eine außerordentliche Begabung für die Wissenschaft erkannte, was sich dann auch in ihrem späteren Leben als durchaus richtig erwies.

Da Hasret Abu Bekir einer der ersten gewesen ist, die nach der ersten Offenbarung im Jahre 610 den Islam angenommen hatten, wonach er einer der engsten Freunde des Propheten und später dessen Nachfolger wurde, ist es kaum vorstellbar, dass er danach noch seine Tochter Dschubeyr, einem Götzendiener, verlobt haben könnte. Weit plausibler erscheint es hingegen, dass diese Verlobung noch in vorislamischer Zeit stattgefunden hatte und wieder aufgelöst wurde, sobald Abu Bekir den Islam angenommen hatte, zumal da ja danach die Spannungen in Mekka dermaßen zunahmen, dass die ersten Moslime nach langen blutigen Verfolgungen und schließlich auch der Prophet selbst nach zwölf Jahren aus Mekka fliehen mussten. Bleibt also nur anzunehmen, dass Mut’im und Abu Bekir noch vor dem Jahre 610 so eng mit einander befreundet gewesen waren, und dass auch Aischa selbst in diesem Jahre mindestens fünf Jahre alt gewesen sein muss, damit eine solche Verlobung zwischen den beiden befreundeten Familien zustande kommen konnte, danach aber wieder aufgelöst wurde, weil nun Abu Bekir den Islam angenommen hatte. Da der Ehrenwerte Prophet Hasret Aischa erst im Jahre 624 geheiratet hat, muss Aischa also damals mindestens siebzehn Jahre alt gewesen sein.

Ausführlich nachzulesen ist das in dem Buch „Das Gückliche Zeitalter“ von Imam Schibli, einem bedeutenden indischen Gelehrten. Hasret Aischa dürfte am Tage ihrer Hochzeit mit dem Propheten wohl kaum erst sieben Jahre alt gewesen sein. Sie war aber sehr wohl sieben Jahre mit ihm verheiratet gewesen, als er 632 starb. Da aber war sie bereits die weitaus berühmteste Theologin ihrer Zeit, konnte ihr bedeutendes Wissen mühelos in die Praxis umsetzen und dabei noch wissenschaftlich tätig sein. Und es ist höchst unwahrscheinlich, dass sie im Jahre 632 erst vierzehn Jahre alt gewesen sein sollte.

Aisha, eine der Frauen des Propheten und Mutter der Gläubigen, überlebte den Propheten um vierzig Jahre und starb im Alter von 64 Jahren, war also bei seinem Tode 24 Jahre alt. Bei den Arabern zählte man zu dieser Zeit das Alter eines Mädchens ab dem Eintritt ihrer Pubertät. Hatte sie also den Propheten mit sieben Jahren geheiratet und wenn sie sieben Jahre bis zum Tode des Propheten mit ihm verheiratet blieb, kommen wir zu dem Ergebnis, dass sie zum Zeitpunkt ihrer Hochzeit siebzehn Jahre, abzüglich der Jahre vor ihrer Pubertät also erst sieben Jahre alt war!
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Hudaibia
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« Antworten #1 am: September 03, 2011, 03:53:12 »

"Denn es ist in der Tat ein Zeugnis und ein Beweis für einen jeden billig denkenden Menschen, daß eine solche Persönlichkeit, die von ihrem fünfzehnten bis zu ihrem vierzigsten Lebensjahr, also zu einer Zeit, in der das Feuer der Leidenschaft auflodert und das Verlangen in der Seele (nefs) brennt, sich in absoluter Keuschheit und vollkommener Ehrenhaftigkeit, worin Freund und Feind übereinstimmen, mit einer einzigen, bereits älteren Frau, wie Khadidscha der Großen, mit der Gott zufrieden sein möge, zufrieden gab und begnügte, erst nach seinem vierzigsten Lebensjahr, also zu einer Zeit, wo das Feuer der Leidenschaft zu erlöschen und das Verlangen der Seele zu verstummen beginnt, viele Frauen zu ehelichen, sie zu heiraten begann, daß dies zwangsläufig und offensichtlich nicht geschah, um seine Seele (nefs) zu befriedigen, sondern anderen, wichtigeren Gründen (hikmet) diente.

Einer dieser Gründe ist der folgende: So wie die Worte des Herrn der Botschaft sind auch seine Taten, seine Haltung, seine Verhaltensweise und sein Umgang eine Quelle des Glaubenslebens mit all seinen Gesetzen und Maßstab unseres Verhaltens. Während die Sahabis die Grundregeln des äußerlichen und öffentlichen Verhaltens übermittelten, waren seine ehrbaren Frauen als Trägerinnenn der Überlieferung die Übermittlerinnen der Geheimnisse des Glaubens und gesetzestreuen Verhaltens in seinem privaten Leben und Betragen. Sie waren es, die in der Tat diese Aufgabe übernommen haben. Denn beinahe die Hälfte aller Geheimnisse und Maßstäbe des Glaubenslebens gehen auf sie zurück. Das heißt, zur Erfüllung dieser gewaltigen Aufgabe waren mehrere ehrbare Frauen von verschiedenem Charakter erforderlich." (aus Brıefe, Nursi)
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