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Autor Thema: Aliens, alte Ägyphter uvm  (Gelesen 4104 mal)
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Ayse
Gast
« am: Dezember 10, 2006, 23:10:49 »

Selamunaleykum liebe Schwetern und Brüdern,

ich hätte mal eine komische, aber dennoch interessante Frage. Wie seht ihr das mit der Theorie, das es eventuell gar keinen Gott gibt (Allah verzeih mir bitte diesen Text), sondern vielleicht Aliens es sind. Ich weiß es hört sich sehr unwahrscheinlich und blöd an. Find ich ja selber auch. Aber würde gerne wissen, was andere darüber denken. Also z.B. die alten Ägypther hatten auf den Wänden Gemälde von Flugobjekten gemalt, oder von Menschenähnlichen gestalten, mit Katzenkopf usw. Auch sollen sie wohl schon Flugzeuge hatten. Und dann gibt es doch diese ganzen Theorien von den Pyramiden und den geheimen Botschaften usw. Ich denke ihr wisst so ein bisschen darüber. Wenn nicht kann ich es euch noch ein bisschen weiter erleutern. Naja wie steht ihr dazu? Was ist eure Meinung? Ode habt ihr irgendeinen festen Beweis, das dies gar nicht sien kann? Manche sagen ja auch, die Erde ist im inneren hohl und die Aliens leben dort, aber das kann doch gar nicht sein wegen den Vulkanen oder? Ich meine diese heiße Glut kommt ja aus dem inneren und es wird ja immer heißer innen.

Und dann noch eine Frage. Ih schreibe einfach mal ab, was ich gelesen hatte.
"Zahlreiche Weissagungen und Visionen der verschiedesten Seher und Propheten von allen Kontinenten und aus allen geschichtlichen Epochen scheinen unser Jahrzehnt geradezu als schicksalshaften Brennpunkt zu makieren, Sie wichtigsten Centurien des großen Sehers Nostradamus beziehen sich auf unsere Zeit. Der Kalender der Maya endet am 22. Dezember 2012 - dann soll die Welt, wie wir sie kennen, enden. Der Bibel -  Code sagt für unser Jahrzehnt Katastrophen apokalyptischen Ausmaßes voraus. Propheten des Christentums und des Islams weissagen für unsere nahe Zukunft das biblische Amageddon.
Glauben wir den Propheten vergagngen Tager und den Sehern unserer Zeut, dann wird die Welt des Jahres 2012 nicht mehr dieselbe sein wie heute.
(Buchbeschreibung von dem Buch "Amageddon. Hat die Endzeit bereits begonnen?" von Leo H. DeGard)

Was haltet ihr davon? Wieso steht das was von einem islamischen Propheten? Hat da mal jemand sowas vorausgesagt? Ach ich weiß ich frage viel, auch so komische Sachen immer, aber das ist mir so in die Hände gefallen und würde gerne eine logische Erklärung dafür haben. Insallah könnt ihr mir helfen.
Und entschuldigt für meine wirklich vielen, komischen Fragen.  Unentschlossen
Byby
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erdbeer.kiwi
Gast
« Antworten #1 am: Dezember 11, 2006, 03:53:08 »

Madad, yâ sultânu l-awliyâ’. Dastûr, yâ sultânu l-anbiyâ’, madad, yâ rijâlallâh, madad.

Gegenbeweis:

A‘udhu bi-llâhi mina sh-shaitâni r-rajîm, bismi llâhi r-rahmâni r-rahîm.

Sie gleichen dem Volke der Pharaonen und denen, die vor ihnen waren, welche die Botschaft ihres Herrn der Lüge ziehen: Da vertilgten Wir sie für ihre Sünden und ließen das Volk Pharaonen ertrinken, und alle waren Ungerechte. (Sure al-Anfal: 54)

Du solltest Dir Informationen bezüglich: Pharao/Ägypten, erstmal, aus dem Quran holen, dort stehen die wahren Verhältnisse. Schliesslich aus wirklich guter wissenschaftlicher Fachliteratur. Nicht aus Fiktionsbüchern !

Ich möchte vorweg anmerken das der Atheismus, Darwinismus, und praktisch alle "Ismen" wie z.B  Fiktionismus, "Alien-Kreationismus" oder diverse Albernheiten die zur Erstehung so einer bestimmten fehlerlosen Aufstellung wie das Universum, den Menschen und all die Millionen verschiedenen Tierarten/Spezien, als "Alternative" oder "Zufall" zu kennzeichnen, kann nur mit einem einzigen Wort beschrieben werden: Blödsinn oder Blödsinnismus.


Die altägyptische Zivilisation gilt zusammen mit den zur selben Zeit in Mesopotamien gegründeten Städten als eine der ältesten Zivilisationen der Geschichte und als der bestorganisierte Staat seiner Zeit. Die Erfindung der Schrift etwa im Jahre 3000 v. Chr. und ihre Anwendung, der Nutzen, den er aus dem Nil zog und die geographische Struktur des Landes, die das Volk vor äußeren Angriffen schützte, trugen zur Entwicklung der ägyptischen Zivilisation bei.

In dieser Zivilisation herrschte jedoch eine Ordnung, in der die im Quran klar und deutlich als Verleugnungssystem beschriebene "pharaonische Führung" alles bestimmte. Sie gaben sich als Mächtige aus, und sie kehrten Allah den Rücken zu und verleugneten ihn. Am Ende konnten sie weder ihre fortgeschrittene Zivilisation, ihre soziale und politische Ordnung, noch ihre militärischen Erfolge vor der Vernichtung retten.

Die Autorität der Pharaonen

Die ägyptische Zivilisation beruhte auf dem Segen des Nils. Wegen seiner lebenswichtigen Eigenschaften hatten sich die Ägypter im Tal um den Nil niedergelassen und mit dem Wasser, das sie aus dem Fluss bezogen, Landwirtschaft betrieben, ohne auf die Regenzeit angewiesen zu sein. Der Historiker Ernst H. Gombrich äußert sich diesbezüglich:

"In Afrika ist es heiß. Monatelang fällt kein Regen. Aus diesem Grund sind mehrere Gegenden dieses großen Kontinents ausgetrocknet. Diese Teile des Landes bestehen aus Wüste. Genauso geht es auf der rechten wie auf der linken Seite Ägyptens zu. In Ägypten regnet es sehr selten. Jedoch ist man dort auf den Regen nicht angewiesen, denn der Nil fließt weitgehend durch die Mitte des Landes."

Den Nil, der von einer solch großen Bedeutung war, unter Kontrolle zu halten, hieß auch Kontrolle über die wichtigsten Handels- und Landwirtschaftsquellen zu gewinnen. Und somit übten die Pharaonen die Herrschaft über Ägypten aus.

Die schmale und lange Struktur des Tals verhinderte die weite Ausbreitung der Siedlungsgebiete, die sich um den Fluss angesammelt hatten; anstelle einer aus mehreren großen Städten bestehenden Zivilisation hatte sich eine aus kleineren Landstädten und Dörfern bestehende Zivilisation gebildet. Auch dieser Faktor befestigte die Herrschaft der Pharaonen über die Bevölkerung.

König Menes gilt als der erste ägyptische Pharao in der Geschichte, der etwa 3000 v. Chr. Altägypten unter seiner Herrschaft zu einem großen einheitlichen Staat vereinigte. Die Bezeichnung "Pharao" bezog sich anfangs eigentlich auf den Palast, in dem der ägyptische Pharao lebte, doch mit der Zeit wurde diese Bezeichnung zum Titel ägyptischer Könige. So kam es, dass die Könige Altägyptens mit der Zeit "Pharao" genannt wurden.

In der polytheistischen Religion Altägyptens wurden die Pharaonen, die Eigentümer, Verwalter und Herrscher des gesamten Staates und seiner Länder, als Widerspiegelung des größten Gottes der Welt anerkannt. Die Verwaltung der ägyptischen Länder, ihre Einteilung, ihr Einkommen, kurz jede Art von Besitz, Dienstleistung und Produktion innerhalb der Landesgrenzen wurden im Namen des Pharao erbracht.

Das absolutistische Regime gab dem Pharao die Macht, beliebig zu befehlen. Schon mit der Gründung der ersten Dynastie, zur Zeit des Menes, des ersten Königs Ägyptens, begann man, Wasser aus dem Nil durch Kanäle zur Bevölkerung zu transportieren. Außerdem wurde die Produktion unter Kontrolle gehalten, wodurch der König das Eigentumsrecht über jegliche Waren und Dienstleistungen ausübte. Der König verteilte diese Waren und Dienste proportional; jeder bekam nur soviel, wie viel er benötigte. So fiel es den Königen nicht schwer, über die Bevölkerung zu bestimmen und ihre grotesken Göttervorstellungen durchzusetzen, diese Vorstellungen wurden Heute umformuliert in "Aliens". Der ägyptische Pharao wurde als eine äußerst mächtige heilige Existenz gepriesen, der die Bedürfnisse seines Volkes befriedigte; so wurde er zum Gott ernannt. Mit der Zeit haben auch die Pharaonen selbst fest daran geglaubt, dass sie seien Gott.

Manche Aussagen des Pharao, die während seiner Gespräche mit dem Propheten Musa/Moses, auf dem der Friede sei, auftauchen, wovon uns der Quran erzählt, sind der beste Beweis für diesen Glauben und der Grund, warum er Moses wie folgt bedrohte: Er sagte: Wenn du einen anderen Gott als mich annimmst, sperre ich dich bestimmt ein! (Sure asch-Schu'ara': 29) oder warum er seinem engsten Kreis mitteilte: Und Pharao sprach: "O ihr Anführer! Ich kenne keinen anderen Gott für euch als mich. So brenne mir Tonziegel, o Haman, und mache mir einen Turm, damit ich zum Gott Moses emporsteige. Ich halte ihn allerdings für einen Lügner." (Sure al-Qasas: 38) Hier wird eindeutig sein fester Glaube sichtbar, tatsächlich Gott zu sein.

Religiöser Glaube

Der Historiker Heredot ist der Meinung, dass die Altägypter die frommsten Menschen der Welt seien. Ihre Religion beruhte jedoch nicht auf dem wahren Gottesglauben, sondern auf einem Polytheismus, den sie wegen ihres starken Konservatismus' einfach nicht aufgeben konnten.


Das altägyptische Volk war sehr stark von den natürlichen Faktoren ihrer Umwelt beeinflusst. Die geographische Struktur Ägyptens sicherte den Staat perfekt vor externen Angriffen. Ägypten war von allen Seiten mit Wüsten, bergigem Gelände und Meeren umgeben. Das Land konnte nur an zwei Stellen angegriffen werden; diese Wege zu verteidigen, fiel dem ägyptischen Heer jedoch nicht schwer. Somit blieben die Ägypter mit Hilfe dieser natürlichen Faktoren von anderen Staaten isoliert. Mit den fortschreitenden Jahrhunderten jedoch bewirkte diese Isolation einen starken Fanatismus. So vertraten die Ägypter einen Standpunkt, der neuen Entwicklungen und Reformen die Türen verschloss und ihnen eine extrem konservative religiöse Erscheinung verlieh. Die "Religion ihrer Vorfahren", die auch im Quran häufig erwähnt wird, wurde zu ihrem höchsten Wert. Deshalb wandten sich der Pharao und sein engster Kreis von Musa/Moses und Harun/Aaron a.s ab, als diese ihnen den wahren Gottesglauben verkündeten:

bismi llâhi r-rahmâni r-rahîm.

Sie fragten: "Bist du zu uns gekommen, um uns von dem abwendig zu machen, was wir bei unseren Vätern vorfanden, damit ihr beide die Macht im Lande übernehmt? Wir glauben euch nicht!" (Sure Yunus: 78)

Die Religion in Altägypten bestand aus mehreren Zweigen. Die wichtigsten unter ihnen waren die offizielle Religion des Staates, der Glaube des Volkes und der Glaube an ein Leben nach dem Tod.

In Bezug auf die offizielle Religion des Staates galt der Pharao als ein heiliges Wesen. Er war eine Widerspiegelung der Götter des Volkes auf der Welt und seine Aufgabe bestand darin, den Menschen auf der Welt Gerechtigkeit zukommen zu lassen und sie zu beschützen.

Im Volk gab es keinen einheitlichen Glauben und jeder Glaube, der der offiziellen Religion des Staates widersprach, wurde von der Regierung des Pharao unterdrückt. Hauptsächlich glaubten sie an mehrere Götter, welche gewöhnlich als Menschengestalt mit einem Tierkopf dargestellt wurden. Jedoch traf man auch in verschiedenen Regionen auf örtliche Traditionen.

Das Leben nach dem Tod bildete den wichtigsten Teil des Glaubens in Ägypten. Man glaubte, dass die Seele auch nach dem Tod des Körpers weiterlebe. Demzufolge wurde die Seele des Verstorbenen von beauftragten Engeln vor den Gott geführt, welcher als Richter galt und vor zweiundvierzig andere Richter, die als Zeugen mitanwesend waren; eine Waage wurde in die Mitte gestellt und das Herz der Seele wurde mit dieser Waage gewogen. Diejenigen, die mehr gute als schlechte Taten vollbracht hatten, zogen an einen himmlischen Ort, wo sie glücklich weiterlebten; diejenigen, die mehr Schlechtes als Gutes angerichtet hatten, zogen an einen Ort, an dem sie grausame Qualen erwarteten. Hier wurden sie von einem sonderbaren Geschöpf, dem "Totenfresser" unendlich gequält.

Dieser Glaube der Ägypter bezüglich des Jenseits zeigt eine unübersehbare Parallelität zum monotheistischen Glauben. Allein der Glaube an das Jenseits ist schon Beweis dafür, dass der wahre Gottesglaube und seine Verkündung auch die altägyptische Zivilisation erreicht hatten, doch das diese Religion im nachhinein degenerierte und dass der Monotheismus sich mit dieser Degeneration in einen Polytheismus umgewandelt hatte. So ist denn auch zu erklären, dass manche Gesandte von Zeit zu Zeit auch nach Altägypten geschickt worden sind, die den Menschen die Einheit Allahs predigten und sie dazu aufforderten, sich Ihm zu unterwerfen. Einer dieser Gesandten war der Prophet Yusuf aleyhi selam (Joseph), von dessen Leben im Quran detailliert erzählt wird. Seine Geschichte ist von großer Bedeutung, denn sie beinhaltet auch die Ankunft der Kinder Israels in Ägypten und den Beginn ihrer Ansiedlung.

Außerdem wird in historischen Dokumenten über manche Ägypter berichtet, die schon vor dem Propheten Moses das Volk zu monotheistischen Religionen aufforderten. Einer von ihnen ist Neferkheperure Amenhotep, also Amenofis IV, der interessanteste Pharao in der Geschichte Ägyptens.

Der monotheistische Pharao Amenofis IV.

Die ägyptischen Pharaonen waren meistens brutale, gewalttätige, kriegerische Menschen, die Druck auf das Volk ausübten und kein Mitleid mit ihm hatten. Wie gewöhnlich nahmen auch sie die polytheistische Religion Ägyptens an und vergötterten sich somit durch diese Religion.

Doch es gibt in der Geschichte Ägyptens einen Pharao, der den anderen nicht glich. Dieser Pharao verteidigte den Glauben an einen einzigen Schöpfer und aus diesem Grund übten die Priester von Ammon mit einigen sie unterstützenden Soldaten großen Druck auf ihn aus, und er wurde schließlich umgebracht. Dieser Pharao hieß Amenofis IV und herrschte im vierzehnten Jahrhundert v. Chr.

Als Amenofis IV 1375 v. Chr. den Thron bestieg, wurde er mit einem Konservatismus und einer Traditionalität konfrontiert, die sich immerhin schon seit Jahrzehnten fortsetzte. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten die Struktur der Gesellschaft und die Beziehungen der Bevölkerung zum königlichen Palast ohne jegliche Veränderungen fortbestanden. Die Gesellschaft hatte sich nämlich definitiv von jeglichen externen Begebenheiten und religiösen Neuheiten isoliert. Dieser extreme Konservativismus, welcher auch von antiken griechischen Nomaden getragen wurde, beruhte wie schon betont, auf den natürlich-geographischen Bedingungen Ägyptens.

Die offizielle Religion, die die Pharaonen der Gesellschaft aufzuzwingen versuchten, setzte einen bedingungslosen Glauben an alles Alte und Traditionelle voraus. Amenofis IV jedoch nahm diese offizielle Religion nicht an. Der Historiker Ernst Gombrich schreibt:

Er (Amenofis IV.) schaffte mehrere Bräuche ab, die von einer alten Tradition heilig gepriesen wurden. Er wehrte sich dagegen, die unzähligen, sonderbaren Götter seines Volkes zu ehren. Für ihn gab es nur einen einzigen allmächtigen Gott, und dieser hieß Aton. Er ehrte Aton und repräsentierte ihn in einer Form als Sonne. Er verlegte seinen Palast an einen Ort, der heute El-Amarna genannt wird, um dem Einfluss der Priester anderer Götter zu entkommen.

Nach dem Tod seines Vaters wurde der junge Amenofis IV ziemlich unterdrückt. Der Grund war die Tatsache, dass Amenofis eine monotheistische Religion einzuführen versuchte, indem er die traditionelle polytheistische Religion Ägyptens radikal zu verändern suchte. Die Vorgesetzten Thebes jedoch erlaubten ihm die Verkündung einer derartigen Religion nicht. So kam es, dass Amenofis IV. und sein Volk die Stadt Thebes verließen und nach Tell El-Amarna zogen. Hier gründeten sie eine neue und recht moderne Stadt mit dem Namen "Akh-en-aton". Amenofis IV. wechselte seinen Namen mit der Bedeutung "die Zufriedenheit des Amon" zu "Akh-en-aton", mit der Bedeutung "sich Aton unterwerfen" hieß. Amon war der Name, der im ägyptischem Polytheismus dem größten Totem verliehen wurde. Für Amenofis IV war jedoch Aton der Schöpfer des Himmels und der Erde, wobei er hiermit höchstwahrscheinlich "Allah" meinte.

Den Priestern von Amon gefielen diese Geschehnisse überhaupt nicht, und so versuchten sie, Akhenaton's Macht an sich zu reißen, indem sie die wirtschaftliche Krise, in der sich das Land zu der Zeit befand, ausnutzten. Deshalb wurde Akhenaton von Verschwörern vergiftet. Die auf ihn folgenden Pharaonen blieben fortan stets unter dem Einfluss der Priester.

Nach Akhenaton bestiegen Pharaonen mit militärischem Hintergrund den Thron und bemühten sich eifrig um die Verbreitung der alten traditionellen polytheistischen Religion. Sie leisteten fürwahr einen bemerkenswerten Beitrag für die Rückkehr in die Vergangenheit. Etwa ein Jahrhundert später bestieg Ramses II, der am längsten herrschende Pharao in der Geschichte Ägyptens, den Thron. Nach Angaben mehrerer Historiker gilt Ramses II als der Pharao, der die Kinder Israels zu quälen pflegte und der gegen Moses ankämpfte.

Das Kommen des Propheten Musa/Moses a.s


Aufgrund ihres Fanatismusses gaben die Altägypter ihren götzendienerischen Glauben nicht auf. Es waren zwar manche Menschen gekommen, die ihnen die Anbetung eines einzigen Gottes prophezeiten, doch das Volk des Pharaos kehrte immer wieder zu seinem verdorbenen Glauben zurück. Schließlich sandte Allah Moses als Boten (rasul), denn zu dieser Zeit hatte das ägyptische Volk der wahren Religion ein unwahres System entgegengesetzt und die Kinder Israels unter ihrer Herrschaft zu Sklaven gemacht. Moses war sowohl damit beauftragt, in Ägypten die wahre Religion zu verkünden, als auch die Kinder Israels aus der Sklaverei zu retten und sie auf den richtigen Weg zu weisen.

Im Quran steht diesbezüglich:

bismi llâhi r-rahmâni r-rahîm.

Wir tragen dir etwas von der Geschichte von Moses und Pharao vor, der Wahrheit gemäß, für Leute, die gläubig sind. Fürwahr, Pharao war überheblich im Lande und spaltete sein Volk in Klassen. Einen Teil von ihnen unterjochte er, indem er ihre Söhne abschlachtete und nur ihre Frauen am Leben ließ. Er war wirklich einen derer, die Verderben stiften. Wir aber wollten den Schwachen im Lande Unsere Huld erweisen und sie zu Vorbildern (im Glauben) und zu Erben (Pharaos) machen. Und ihnen Macht im Lande geben und Pharao und Haman und ihrem Heer durch sie gerade das erleben lassen, wovor sie auf der Hut waren. (Sure al-Qasas: 3-6)

Der Pharao versuchte die Zunahme der Bevölkerung der Kinder Israels zu verhindern, indem er jeden neugeborenen männlichen Säugling umbringen ließ. So legte Moses' Mutter, inspiriert von Allah, Moses in einen Korb und setzte ihn auf dem Fluss aus. Die Strömung trieb den Korb zum Palast des Pharaos. Allah sagt im Quran:

bismi llâhi r-rahmâni r-rahîm.

"Und Wir gaben Moses Mutter ein: "Säuge ihn! Doch wenn du für ihn fürchtest, übergib ihn dem Strom und ängstige dich nicht, und gräme dich nicht. Wir werden ihn dir bestimmt wiedergeben und ihn zu einem der Gesandten machen."

Und Pharaos Leute fanden ihn, damit er ihnen zum Feind und Kummer werden würde; denn Pharao, Haman und ihr Heer waren fürwahr Sünder.

bismi llâhi r-rahmâni r-rahîm.

Pharaos Frau sprach: "Er ist mir und dir ein Augentrost. Tötet ihn nicht! Vielleicht nützt er uns (irgendwie) oder nehmen wir ihn als Sohn an"; sie waren ahnungslos. (Sure al-Qasas: 7-9)

Die Frau des Pharaos verhinderte somit den Tod von Moses und adoptierte ihn. So verbrachte Moses seine Kindheit im Palast des Pharaos. Und mit Allahs Hilfe brachte man seine leibliche Mutter als Amme in den Palast.

Moses wuchs zu einem jungen Mann heran und eines Tages sah er einen Ägypter einen der Kinder Israels quälen und er tötete den Ägypter. Die Vorgesetzten der Stadt drohten ihn dafür mit dem Todesurteil. Daraufhin verließ Moses Ägypten und kam nach Madyan. Schließlich sprach Allah zu ihm und ernannte ihn zum Propheten. Er wurde mit der Aufgabe betreut, zum Pharao zurückzukehren und ihm die Religion Allahs zu verkünden.

Der Palast des Pharaos

Auf Befehl Allahs kehrten Moses und sein Bruder Aaron zum Pharao zurück und verkündeten ihm die wahre Religion. Der Pharao solle von nun an aufhören, die Kinder Israels zu quälen und sie stattdessen mit Moses fortgehen lassen. Für den Pharao war es völlig unakzeptabel, dass eine ihm jahrelang nahestehende Person ihn auf diese Weise ansprach. Deshalb warf der Pharao ihm Undankbarkeit vor:

bismi llâhi r-rahmâni r-rahîm.

(sie kehrten zurück und der Pharao sprach): Haben wir dich nicht unter uns als Kind aufgezogen, so dass du viele Jahre deines Lebens unter uns verbracht hast? Und hast du nicht jene Tat verübt? Du bist ein Undankbarer! (Sure asch-Schu'ara': 18-19)

Der Pharao versuchte, Moses emotional zu beeinflussen. Moses müsse sich ihnen fügen, denn sie hätten ihn einst aufgenommen und großgezogen. Mit dieser emotionalen Atmosphäre, die der Pharao zu inszenieren versuchte, glaubte er auch, die Vorgesetzten der Stadt beeinflussen zu können. Somit würden auch sie dem Pharao Recht geben.

Andererseits würde die von Moses verkündete wahre Religion die Macht des Pharaos unterminieren und ihn mit anderen Menschen gleichstellen. Ferner müsste er sich Moses unterwerfen. Weiterhin würde die Freilassung der Kinder Israels für ihn einen großen Verlust Arbeitskraft bedeuten.

Somit weigerte er sich, Musa/Moses, auf dem der Friede sei, auch nur einen einzigen Moment anzuhören. Er versuchte, ihn als Narren hinzustellen. Indem er sinnlose Fragen stellte, bemühte er sich, das Thema zu wechseln. Gleichzeitig versuchte er, Musa/Moses a.s und Aaron(Prophet/Peygamber Harun aleyhi selam) als Anarchisten zu brandmarken und sie für politisch schuldig zu erklären. Weder der Pharao noch die Vorgesetzten der Stadt haben sich Moses gefügt. Sie haben die wahre Religion, die ihnen verkündet wurde, nicht angenommen. Daraufhin hat Allah der Herrliche ihnen verschiedenes Unheil geschickt.

Das Unheil, das dem Pharao und seinem engsten Kreis zustieß, der Auszug aus Ägypten und das Ertrinken des Pharaos und seiner Männer im Meer würde nicht mehr reinpassen.


Desweiteren ist die Endzeit ein Thema die seperat behandelt werden muss. Aber eins ist Klar: Es hat schon begonnen !
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Ayse
Gast
« Antworten #2 am: Dezember 11, 2006, 14:54:43 »

Selamunaleykum,

ich damke dir für deine sehr ausführliche Antowrt erdbeer.kiwi. Du gibst dir wirklich immer sehr fviel mühe mit der beantwortung anderer Fragen.  Zwinkernd

Aber wie meinst du das mit "Desweiteren ist die Endzeit ein Thema die seperat behandelt werden muss. Aber eins ist Klar: Es hat schon begonnen !"

Es hat schon begonnen ? Unentschlossen Wie soll man das jetzt verstehen?...
byby
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erdbeer.kiwi
Gast
« Antworten #3 am: Dezember 11, 2006, 16:38:06 »

Der Begriff der Endzeit bzw. der letzten Tage mag vielen Menschen nicht geläufig sein, man muss also zunächst kurz erklären. Endzeit bedeutet das letzte Zeitalter der Menschheit und ist nach islamischer Literatur der Zeitraum, nach dem der Tag des jüngsten Gerichts folgt.

Die Zeichen im Quran und die zahlreichen Verweise auf die Endzeit in der Hadithen-Literatur bringen uns zu einer bedeutsamen Einsicht. Die Verse und die Hadithen weisen auf zwei verschiedene Phasen der Endzeit hin. In der ersten Phase werden die Menschen schwere Zeiten materieller und spiritueller Probleme durchleiden. Anschließend wird die Erde in die Zeit der Erlösung eintreten, die das Goldene Zeitalter genannt wird und die charakterisiert ist durch den Überfluss und den Segen, die sich durch die Ausbreitung der wahren Religion eingestellt haben. Das Ende des Goldenen Zeitalters wird einen rapiden sozialen Zusammenbruch mit sich bringen, und die Menschen werden von diesem Zeitpunkt an auf den Tag des jüngsten Gerichts warten.

Es ist offensichtlich, dass die fraglichen Zeichen zu erscheinen begonnen haben, eines nach dem anderen, genau wie in den Hinweisen erwähnt. Das Erscheinen dieser vor vierzehn Jahrhunderten angekündigten Zeichen sind große Ereignisse, die die Religiosität der Gläubigen und ihre Loyalität zu Allah weiter verstärken. Es ist mit Sicherheit kein Zufall, dass all diese Zeichen in so kurzer Zeit auftauchen. Für Allahs Diener sind diese Zeichen gute Nachrichten.

Die Aufzählung der Ereignisse, orientiert sich an dem Vers

A‘udhu bi-llâhi mina sh-shaitâni r-rajîm

bismi llâhi r-rahmâni r-rahîm.

"Und sprich: Alles Lob gebührt Allah! Er wird euch Seine Zeichen sehen lassen und ihr werdet sie erkennen. Und dein Herr ist nicht achtlos dessen, was ihr tut." (Sure 27:93 - an-Naml).


Die Zeichen des jüngsten Tages im Quran

bismi llâhi r-rahmâni r-rahîm.

Auf was sonst können sie warten, als dass die Stunde plötzlich über sie kommt? Schon sind Vorzeichen davon gekommen. Und wenn sie dann über sie gekommen ist, was nützt ihnen dann noch ihre Erinnerung? (Sure 47:18 - Muhammad)


Aus diesem Vers erfahren wir, dass der Quran Zeichen beschreibt, die den jüngsten Tag ankündigen. Um die Zeichen dieser großen Ankündigung zu verstehen, müssen wir über diese Verse nachdenken. Andernfalls werden unsere Gedanken uns nicht helfen können, wenn der jüngste Tag plötzlich da ist, wie die Verse andeuten.

Die Stunde ist nahe

Allah offenbart im Quran, dass kein Zweifel daran bestehen kann, dass der jüngste Tag nah ist.

bismi llâhi r-rahmâni r-rahîm.

Und weil die Stunde zweifellos kommt... (Sure 22:7 - al-Hadsch)

Und Wir erschufen die Himmel und die Erde und was zwischen beiden ist nur in Wahrheit. Und wahrlich, die Stunde kommt!... (Sure 15:85 - Al-Hidschr)

Man kann der Auffassung sein, dass die Botschaft des Qurans über den jüngsten Tag vor mehr als 1400 Jahren verkündet wurde und dass dies eine lange Zeit ist, verglichen mit der Dauer eines Menschenlebens. Doch hier stellt sich die Frage nach dem Ende der Welt, der Sonne und der Sterne, kurz, des Universums. Wenn wir das Universum für Milliarden Jahre alt halten, dann sind vierzehn Jahrhunderte eine sehr kurze Zeit.


Die Überlegenheit der islamischen Moral in der Welt

Allah verkündet, dass denen, die nur Ihm dienen, ohne Ihm eines Seiner Geschöpfe als Gottheit beizugesellen und die gute Taten verrichten, um Sein Wohlgefallen zu erlangen, Autorität und Macht verliehen werden wird.

bismi llâhi r-rahmâni r-rahîm.

Verheißen hat Allah denen von euch, die glauben und das Rechte tun, dass Er sie zu Statthaltern (Seiner Macht) auf Erden einsetzen wird, so wie Er es denen, die vor ihnen lebten, gewährte; und dass Er ihnen ihre Religion, so wie Er sie für sie gutgeheißen hat, befestigen will; und dass Er ihre Furcht in Sicherheit verwandeln will. "Sie sollen Mir alleine dienen; Sie sollen Mir nichts an die Seite stellen." Und wer danach ungläubig ist, das sind die Missetäter. (Sure 24:55 - an-Nur)

In einer Reihe von Versen wird auch das göttliche Gesetz kundgetan, nachdem die Diener, die gläubig sind und die wahre Religion in ihren Herzen tragen, einst zu den Erben der Welt gemacht werden:

bismi llâhi r-rahmâni r-rahîm.

Und wahrlich, wie schon zuvor (in der Schrift) erwähnt, schrieben Wir in den Psalmen, dass Meine gerechten Diener die Erde erben werden. (Sure 21:105 - al-Anbiya)

Und werden euch gewiss das Land noch nach ihnen bewohnen lassen. Das gilt für jeden, welcher Meine Gegenwart und Meine Drohungen fürchtet. (Sure 14:14 - Ibrahim)

Es gibt keinen Zweifel daran, dass Allah Seine Versprechen halten wird. Die erhabene Sittlichkeit, die die perversen Philosophien, verzerrten Ideologien und falsches Religionsverständnis überkommen wird, ist die islamische Moral. Die Ungläubigen und Heiden werden dies nicht verhindern können.

Die Spaltung des Mondes

Die 54. Sure des Qurans ist die Sure "Al-Qamar". "Qamar" heißt "Mond" auf deutsch. Die Sure beschreibt die Vernichtung der Völker Noahs und Lots, der Ad, der Thamud und des Pharaos, weil sie die Warnung der Propheten missachtet hatten. Gleichzeitig enthält der erste Vers eine wichtige Botschaft über den jüngsten Tag.

bismi llâhi r-rahmâni r-rahîm.
 
Genaht ist die Stunde (des Gerichts) und gespalten wird der Mond. (Sure 54:1 - al-Qamar)

Das Wort "gespalten" ("shaqqa"), dass in diesem Vers benutzt wird, hat im Arabischen unterschiedliche Bedeutungen. In den meisten Quran-Kommentaren wird die Bedeutung "gespalten" verwendet. Doch es kann auch "umpflügen" oder "ausgraben" heißen.

Ein Beispiel für die Bedeutung "umpflügen" ist Vers 26 der Sure 'Abasa:

bismi llâhi r-rahmâni r-rahîm.

Siehe, Wir gossen das Wasser in Strömen aus. Dann spalteten Wir die Erde vielfach Und ließen auf ihr Korn wachsen und Reben und Pflanzen und Ölbäume und Palmen (Sure 80:25-29 - 'Abasa)

Es ist ganz deutlich, dass "shaqqa" hier nicht "spalten" bedeutet. Der Sinn ist hier "pflügen, um verschiedene Pflanzen zu ziehen".

Wenn wir in das Jahr 1969 zurückgingen, würden wir eins der größten Wunder des Qurans sehen. Die Experimente, die am 20. Juli 1969 auf der Mondoberfläche ausgeführt wurden, könnten auf die Erfüllung einer Prophezeiung hindeuten, die vor 1400 Jahren in der Sure al-Qamar gemacht wurde. An diesem Tag setzten amerikanische Astronauten ihren Fuß auf den Mond. Sie gruben in der Mondoberfläche, sammelten Mondgestein und Mondstaub und führten wissenschaftliche Experimente durch. Es ist sehr interessant, dass dies vollständig mit den Aussagen des Verses übereinstimmt.

Man muss jedoch folgendes deutlich machen: Das Phänomen der Spaltung des Mondes ist natürlich eines der Wunder, die Allah unserem Propheten - möge Allah ihn segnen und Friede ihm sein lassen - gewährt hat. Dieses Wunder wird wie folgt in einem Hadith offenbart:

Das Volk von Mekka forderte Allahs Gesandten auf, ihnen ein Wunder zu vollbringen. So zeigte er ihnen den Mond, gespalten in zwei Hälften, zwischen denen sie den Berg Hiram sahen. (Bukhari)

Das oben beschriebene Wunder ist das in dem Vers offenbarte Phänomen der Spaltung des Mondes. Da der Quran aber ein Buch ist, das für alle Zeiten gültig ist, ist es möglich, dass er sich hier auch auf die Mondlandung unserer Tage bezieht. (Allah weiß am besten)

Die durch den Propheten beschriebenen Zeichen treten eines nach dem anderen ein

In den uns von dem Propheten (s.a.w.s) überlieferten Hadithen finden sich Botschaften über die Endzeit und das goldene Zeitalter des Islams. Wenn wir diese Zeichen mit den heute stattfindenden Ereignissen vergleichen, dann sehen wir zahlreiche Hinweise darauf, dass wir in der Endzeit leben und dass der Beginn des Goldenen Zeitalters des Islams bevorsteht.

Die in den folgenden Abschnitten zitierten Hadithen enthalten solche des Propheten - möge Allah ihn segnen und Friede auf ihm sein lassen - in diesem Zusammenhang gegebene Informationen.

An diesem Punkt mögen bei einigen  Zweifel am Wahrheitsgehalt und an der Authentizität dieser Hadithen über das Ende aufkommen. Es gibt eine Methode, solche die wahr sind, von denen die falsch sind, zu unterscheiden. Wie wir wissen, beziehen sich Hadithen über den Tag des jüngsten Gerichts auf Ereignisse, die in der Zukunft stattfinden werden. Aus diesem Grund werden in dem Moment, in dem sich ein Hadith im Lauf der Zeit durch die Ereignisse bewahrheitet, alle Zweifel an der Quelle der Worte ausgeräumt.

Etliche Islamgelehrte, die Forschungen über die Endzeit und über die Zeichen des jüngsten Tages durchführten, haben dieses Kriterium benutzt. Ein Experte auf diesem Gebiet, Bediuzzaman Said Nursi Hazretleri, sagte, die Tatsache, dass die Hadithen über die Endzeit mit den Ereignissen unserer Tage korrelieren, beweise die Wahrheit der Hadithen.

Einige der in den Hadithen verkündeten Zeichen waren in der vierzehnhundertjährigen Geschichte des Islams zu jeder Zeit irgendwo auf der Welt beobachtbar, doch dies beweist nicht, dass es sich bei der fraglichen Zeit um die Endzeit handelte. Die Voraussetzung dafür, dass es sich bei einem bestimmten Zeitabschnitt um die Endzeit handelt, ist die Beobachtung des Auftretens aller Zeichen des jüngsten Tages in unserem Zeitabschnitt. Ein Hadith drückt dies aus:

Zeichen, die aufeinander folgen wie die Teile einer Halskette eines nach dem anderen zu Boden fallen, wenn der Faden durchschnitten ist. (Tirmidhi)

In den Hadithen wird der Beginn der Endzeit gleichgesetzt mit einer Zunahme von Konflikten, einer steigenden Zahl von Kriegen, mit einer Zeit des Chaos und moralischer Degeneration, in der die Menschen sich von der Morallehre der Religion abwenden werden. Zur fraglichen Zeit werden überall auf der Welt Naturkatastrophen auftreten, die Armut wird nie zuvor gekannte Ausmaße annehmen, es wird einen großen Anstieg an Kriminalität geben, und überall werden Mord und Totschlag herrschen; und doch wird dies nur das erste Stadium sein. In der zweiten Phase wird Allah die Menschheit erretten und das Chaos ersetzen durch ein Dasein in Überfluss, Sicherheit und Frieden.

Anarchie und Krieg


Allahs Botschafter sagte: 'Harj (wird zunehmen).' Sie fragten, 'Was ist Harj?' Er antwortete, '(Es ist) töten (morden), (es ist) morden (töten).' (Bukhari)

Die Stunde wird kommen, in der Gewalt, Blutvergießen und Anarchie normal sind (Al-Muttaqi al-Hindi, Muntakhab Kanzul Ummaal)

Die Welt wird nicht untergehen, bevor ein Tag kommt, an dem ein großes Blutbad sein wird. (Muslim)


Wenn wir auf die vergangenen vierzehn Jahrhunderte zurück blicken, sehen wir, dass Kriege bis zum Anbruch des zwanzigsten Jahrhunderts lokal begrenzt waren. Kriege, die jeden auf der Welt betrafen, politische Systeme, ganze Volkswirtschaften und soziale Strukturen, haben erst vor vergleichsweise kurzer Zeit in Gestalt der beiden Weltkriege stattgefunden. Im ersten Weltkrieg starben mehr als 20 Millionen Menschen; im zweiten Weltkrieg betrug die Zahl der Opfer mehr als 50 Millionen. Der zweite Weltkrieg war der bisher, größte blutigste und zerstörerischste Krieg der Geschichte.

Die Konflikte, die seit dem zweiten Weltkrieg aufkamen - der kalte Krieg, der Koreakrieg, der Vietnamkrieg, der israelisch- arabische Konflikt und die drei Golfkriege - zählen zu den entscheidenden Ereignissen unserer Zeit. Auch andere regionale Kriege und Bürgerkriege richteten Zerstörungen in weiten Teilen der Welt an. In Bosnien, Palästina, Tschetschenien, Afghanistan, Kaschmir und an vielen anderen Orten dauert die Pein der Menschen weiterhin an.

Eine andere Geißel, die die Menschheit genauso stark betrifft wie der Krieg, ist der organisierte internationale Terror(meisst von westlichen Imperialmächten insziniert). Experten auf diesem Gebiet sind sich einig, dass terroristische Aktionen sich in der zweiten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts vervielfacht haben. Tatsächlich ist der Terror ein Phänomen besonders des zwanzigsten Jahrhunderts. Organisationen, die sich dem Rassismus, Kommunismus und ähnlichen Ideologien verschrieben haben oder nationalistische Ziele verfolgen, greifen mit Hilfe der sich entwickelnden Technologie zu Gewaltaktionen. In der jüngsten Geschichte haben Terroraktionen das Chaos immer wieder angefacht. Viel Blut ist vergossen worden und zahllose Unschuldige sind verstümmelt oder getötet worden.

Die Zerstörung großer Städte: Kriege und Katastrophen

Große Städte werden vernichtet werden und es wird sein, als hätten sie Tags zuvor nicht existiert (Al-Muttaqi al-Hindi, Al-Burhan fi Alamat al-Mahdi Akhir al-Zaman)


Die Vernichtung großer Städte, von der in diesem Hadith die Rede ist, ruft die Zerstörungen ins Gedächtnis, die heute von Krieg und verschiedenen Naturkatastrophen ausgehen. Die erst vor kurzem entwickelten Atomwaffen, Flugzeuge, Bomben, Raketen und andere moderne Waffen haben unermessliche Zerstörungen angerichtet. Diese Waffen haben eine nie zuvor gesehene Zerstörungskraft erreicht. Die großen Städte sind davon besonders betroffen. Durch den Einsatz der Atombomben im bisher größten Krieg der Welt wurden Hiroshima und Nagasaki vollständig zerstört. Durch schweres Bombardement erlitten auch europäische Hauptstädte und viele andere schwere Beschädigungen.

In den vergangenen Jahren hatten Wirbelstürme zerstörerische Auswirkungen auf dem amerikanischen Kontinent und auf andere Orte der Welt. Zusätzlich haben Überschwemmungen Schlammlawinen verursacht, die ganze Bevölkerungszentren verschlungen haben. Außerdem verursachten Erdbeben, Vulkanausbrüche und Flutwellen große Verwüstungen. Deshalb sind all die Zerstörungen, die durch diese Katastrophen über die großen Städte hereinbrachen, in jedem Einzelfall ein wichtiges Zeichen.

Erdbeben

Die Stunde (der letzte Tag) wird nicht anbrechen bevor... häufige Erdbeben sich ereignen werden. (Bukhari)

Es gibt zwei große Hadithen vor dem Tag des Gerichts... und dann Jahre mit Erdbeben. (Erzählt von Umm Salama)


In den jüngst vergangenen Jahren gab es wiederholt starke Erdbeben, die zu den größten Ängsten der Menschen auf der ganzen Welt Anlass geben. Wenn wir uns die Daten des amerikanischen nationalen Erdbeben-Informationszentrums von 1999 anschauen, finden wir, dass in jenem Jahr 20832 Erdbeben auf der Welt passiert sind, bei denen 22711 Menschen ums Leben kamen.

Untersucht man die Zahlen der Vergangenheit, ist zu erkennen, dass die Zahl der Erdbeben sehr klein war. Nach Untersuchungen des amerikanischen Geologischen Forschungsinstituts betrug die Zahl der Erdbeben mit einer Stärke über 5.0 auf der Richter Skala während der vierhundert Jahre zwischen 1955 und 1975 nur 110. Während der 23 Jahre zwischen 1980 und 2003 betrug die Zahl der Erdbeben mit einer Stärke von 6.5 oder mehr jedoch 1685.

Armut

Die Zahl der Armen wird steigen. (Amal Al-Din Al-Qazwini, Mufid Al-'ulum Wa-mubid Al-humum)

Gewinne werden nur an die Reichen verteilt, ohne dass die Armen einen Anteil bekommen. (Tirmidhi)


Offensichtlich beschreibt die von dem Propheten gemeinte Zeit die Bedingungen unserer Tage. Wenn wir die vergangenen Jahrhunderte betrachten, sehen wir, dass die Sorgen und die Not, die durch Dürre, Krieg und andere Katastrophen verursacht wurden, zeitlich und regional begrenzt waren. Heute hingegen sind Sorge um den Lebensunterhalt und Armut weit verbreitet.

In der heutigen Welt hat die Armut gravierende Ausmaße angenommen. Der letzte UNICEF Bericht stellt fest, dass ein Viertel der Weltbevölkerung unter unvorstellbaren Leiden und Mangel lebt.4 1,3 Milliarden müssen mit weniger als einem Dollar pro Tag überleben, drei Milliarden Menschen mit etwa 2 Dollar pro Tag.5 Etwa 1,3 Milliarden Menschen haben keinen Zugang zu gesundem Trinkwasser. 2,6 Milliarden Menschen haben keine adäquate Versorgung im Krankheitsfall.

Der Verfall moralischer Werte

Die Stunde wird kommen, da der Ehebruch verbreitet sein wird. (Al-Haythami, Kitab al-Fitan)

Die letzte Stunde wird nicht anbrechen, bevor sie (böse Menschen) nicht Ehebruch in den Strassen begehen. (Ibn Hibban und Bazzar)

Männer werden Frauen nachahmen; und Frauen werden Männer nachahmen. (Allama Jalaluddin Suyuti, Durre-Mansoor)

Menschen werden sich der Homosexualiät hingeben. (Al-Muttaqi al-Hindi, Muntakhab Kanzul Ummaal)

Es wird verbotener Geschlechtsverkehr vorherrschen. (Bukhari)


Die Stunde (Der jüngste Tag) wird nicht anbrechen, bevor nicht das Morden sich ausbreitet. (Bukhari)

Es gibt heutzutage eine große Gefahr, die die soziale Struktur der Welt bedroht. So wie ein Virus den Menschen tötet, führt diese Gefahr auf subtile Weise den sozialen Zusammenbruch herbei. Die Gefahr besteht in dem Niedergang jener moralischen Werte, die helfen, eine gesunde Gesellschaft am Leben zu erhalten. Homosexualität, Prostitution, vorehelicher und außerehelicher Sex, Sexualverbrechen, Pornographie, sexuelle Belästigung und der Anstieg von Sexualkrankheiten sind eine Reihe wichtiger Indikatoren für den Zusammenbruch moralischer Werte.


Hadithen über die Ablehnung der wahren Religion und der moralischen Werte des Qurans


Wenn die Stunde naht, wird es Tage geben, an denen das (religiöse) Wissen hinweg genommen wird (verschwindet) und allgemeine Unwissenheit wird sich ausbreiten... (Bukhari)

Es wird eine schwere Prüfung geben, vor der niemand der Gemeinschaft verschont bleiben wird, und wenn die Menschen denken, sie sei vorüber, wird sie von neuem beginnen. In dieser Zeit kann ein Mensch des morgens ein Gläubiger sein und ein Ungläubiger des abends. (Abu Dawud)

Es wird eine Zeit über die Gemeinschaft kommen, in der die Menschen den Quran zitieren werden, doch er wird nicht weiter als in ihre Kehlen dringen (nicht in ihre Herzen). (Bukhari)

Vor der letzten Stunde wird es Aufregung geben wie in einer dunklen Nacht, in der ein Mensch des morgens ein Gläubiger sein wird und ein Ungläubiger des abends oder des abends ein Gläubiger sein wird und ein Ungläubiger des morgens. (Abu Dawud)

Eine Zeit wird kommen, in der der Mensch nicht darauf achten wird, auf welche Weise er sich Dinge aneignet, ob rechtmäßig oder unrechtmäßig. (Bukhari)

In späteren Zeiten werden Menschen auftauchen, die diese Welt gewinnen werden mit Hilfe der Religion. (Tirmidhi)

Die letzte Stunde wird nicht anbrechen, bevor nicht Menschen verbleiben, die weder der Tugend gewahr sind noch der Untugend. (Ahmad)

Die letzte Stunde wird nicht kommen, bevor nicht Allah Seine Religion von den Menschen auf der Erde genommen hat und niemanden auf ihr übriglässt außer Heiden, die das rechte nicht erkennen und sich dem unrechten nicht widersetzen. (berichtet von Abdullah ibn 'Amr ibn al-'As)


Nur Allah der Herrliche kennt die Stunde, aber er lehrte Uns die Zeichen !
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Ayse
Gast
« Antworten #4 am: Dezember 12, 2006, 17:54:12 »

Selamunaleykum,

ich danke dir sehr, für deine immer ausführlichen Antworten. Großes Lob an dich   Smiley byby
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