Selam an alle Geschwister!
Hab jetzt für nen kleinen Folder, das als zweiseitiger, also einblättriger Folder an deutschsprachige Moscheebesucher ausgeteilt werden soll, zusammengestellt. Es ist ne kurze Zusammenfassung der Beweisführung in der
Abhandlung über die Natur, 23.Blitz Ursprung aller Existenz
Es gibt Existenz. Pflanzen, Tiere, Sterne, Erde, Menschen... wir alle existieren. Wodurch kommt jede Existenz ins Dasein?? Dazu gibt es vier und nur vier Thesen:
1. Alle nötigen Ursachen für existierende Ding und Lebewesen sind zufällig zusammengekommen und haben diese verursacht.
2. Es entsteht von alleine, aus sich selbst heraus.
3. Es ist ein natürliches Produkt, die Natur macht es.
4. Der allmächtige, allweise Schöpfer aller Dinge hat es erschaffen.
Nun, wie steht die Logik und die Vernunft zu diesen Möglichkeiten?
Zu These 1: Alle nötigen Ursachen für existierende Dinge und Lebewesen sind zufällig zusammengekommen und haben diese verursacht.Stellen wir uns z. B. ein Labor vor, in dessen Regalen über 50 Flaschen mit je einer chemischen Grundsubstanz stehen. Ferner stellen wir in diesem Labor fest, dass es tausende von verschiedenen wirksamen Medikamenten gibt. Für jede einzelne Medikamentsorte, die wir analysieren, ist eine genau spezifische Mischung der über 50 Grundsubstanzen nötig, damit sie wirksam wird. Wäre von nur einer einzigen Substanz von über 50 Substanzen ein Milligramm zuviel oder zuwenig zugemischt worden, würde dieses Medikament nicht als solches existieren können. Es gibt nicht nur von einer Medikamentsorte viele Exemplare, sondern es gibt tausende verschiedene Medikamente in diesem Labor.
Wäre es in irgendeiner Weise möglich, dass die Medikamente dadurch entstanden seien, dass durch einen sonderbaren Zufall, wie durch einen Windstoß, die Gläser umgefallen seien, die über 50 Substanzen ausgelaufen und genau in dem richtigen Maß so zusammengeflossen seien, dass die Medikamente entstanden seien?
Würde man jemanden, der solch eine Idee für möglich hält, klug nennen können?
Gewiss nicht!
Genau so ist es mit den Grundelementen im Kosmos, die wir anstelle der Substanzen im Gleichnis setzen können, und anstelle der wirksamen Medikamente setzen wir die hunderttausenden von Pflanzen- und Tierarten, die in höchstfeinem Maß kunstvoll zusammengesetzt sind und zusätzlich mit Leben ausgestattet sind!
Könnten die Ursachen zufällig so zusammengekommen seien, dass die Lebewesen entstanden seien?!
Das wäre noch tausendfach unmöglicher als die Entstehung der Medikamente durch den Umfall der Gläser im Labor.
Zu These 2: Es entsteht von alleine, aus sich selbst heraus: Um die Unmöglichkeit dieser These zu verdeutlichen sei folgendes anschauliche Beispiel angeführt:
Wenn man behauptet, ein kunstvolles Bauwerk wie die „Blaue Moschee“ in Istanbul sei von alleine entstanden, dann müsste man akzeptieren, dass jedes einzelne Baustein dieses Gebäudes seinen richtigen Platz unter seinen Bausteinkollegen kenne und seine Verhältnisse zu den anderen Bausteinen kenne und den Bauplan des gesamten Bauwerks kenne und die physischen Gesetze der Statik usw. kenne, damit er sich auf richtige Weise an seine richtige Stelle einordnen kann, wie er ja offensichtlich am richtigen Ort eingesetzt worden ist – eine törichte Annahme! Man leugnet einen Baumeister und muss jedem Baustein soviel Genie wie dem Baumeister Sinan zugestehen.
Jetzt ist der menschliche Körper nicht nur gleich einem kunstvollen Bauwerk mit tausenden von Kuppeln, sondern seine Bausteine, die Körperzellen werden ständig ausgewechselt und erneuert. Dies den Körperzellen selber zuzuschreiben hieße, sie hätten allumfassendes Wissen über die gesamte Funktionsweise des Körpers und den gesamten Stoffwechsel und Austausch mit dem gesamten Kosmos. Welch eine unsinnige Konsequenz aus der Annahme erwächst, alles würde von sich selbst heraus, von alleine entstehen! Ganz zu Schweigen von den geistigen Anlagen des Menschen, seiner Lebendigkeit, Gefühle, Seele!
Zu These 3: Es ist ein natürliches Produkt, die Natur macht es.Beispiel: In ein Schloss, das in einer menschenleeren Wüste erbaut und errichtet und mit allem Komfort der Zivilisation eingerichtet und ausgestattet wurde, tritt ein völlig unzivilisierter Mensch ein, sieht sich darin um und erblickt darin Tausende überragender Kunstwerke. Er sagt in seinem Mangel an Bildung und Zivilisation: »Von außen hat keiner daran mitgewirkt. Eines von den Dingen in diesem Schloss hat dieses Schloss erschaffen und alles, was sich darinnen befindet«.
Und er beginnt es zu durchforschen. Welches Ding er auch immer betrachtet, auch sein primitiver Verstand vermag kein Ding zu erblicken, das dies alles erschaffen haben könnte. Dann findet er ein Heft, in dem der Bauplan dieses Schlosses, ein Inhaltsverzeichnis seiner Einrichtung und die Gesetze seiner Verwaltung niedergelegt sind. Zwar hat auch dieses Heft, ohne Hände, ohne Augen, ohne einen Hammer so wenig wie die übrigen Dinge in diesem Schloss irgendeine Fähigkeit, es einzurichten und auszustatten. Er findet aber keinen anderen Ausweg und weil er sieht, dass dieses Heft im Vergleich mit den anderen Dingen im Hinblick auf die Lehre von den Gesetzen der Wissenschaft in Beziehung zu dem Gesamt des Schlosses steht, sieht er sich gezwungen zu sagen: »Da also ist das Heft, das dieses Schloss erbaut, eingerichtet und ausgestattet hat und das diese Dinge erschaffen, verteilt und befestigt hat«.
Nun tritt also wie in unserem Beispiel ein primitiver Mensch, getragen von dem Gedanken des die Gottheit leugnenden Naturalismus, in dieses Schloss der Welt, das noch in unendlichem Maße besser geordnet und vollkommener ist als das Schloss in unserem Beispiel und allseits voll wunderbarer Weisheit. Er denkt nicht, dass dies ein Kunstwerk des Notwendig-Seienden ist, der in Seiner Person außerhalb des »Kreises der Möglichkeiten« (= die geschaffene Welt) ist und wendet sich von Ihm ab und wendet sich stattdessen dem Kodex der göttlichen Gesetze und dem Katalog der Kunstwerke des Herrn zu, der Tafel innerhalb des »Kreises der Möglichkeiten«, welche vom göttlichen Geschick beschrieben und wieder abgewischt wird, dem Buch über die Ausführung der Gesetze der göttlichen Macht, auf Grund dessen alles verwandelt und neu gestaltet wird und das man so fälschlicher Weise »Natur« nennt. Und er sagt: »Da nun einmal diese Dinge nach einer Ursache verlangen, gibt es außer diesem Heft kein Ding, das zu ihnen in Beziehung stünde. Zwar akzeptiert der Verstand in keiner Hinsicht, dass dieses Heft ohne Auge, ohne Verstand, ohne Macht die Werke der vollkommenen Herrschaft zu Stande bringen könnte, die eine grenzenlose Macht erfordern. Da ich aber nun einmal einen urewigen Schöpfer nicht akzeptiere, glaube ich, dass es das Beste wäre, zu sagen, dass dieses Heft dies alles erschaffen hat und erschaffen kann.«
FAZIT: Die Natur ist eine Gesetzessammlung, nicht der Gesetzesgeber! Sie ist ein Buch, aber nicht der Schreiber! Sie ist ein Kunstwerk, aber nicht der Künstler!