Selamunaleykum,
wegen den Kirchensteuern???

Ist bestimmt auch ein Grund aber kein Auslöser wobei man die Antipathie einiger /vieler Christen nicht pauschalisieren kann.
Das Mittelalter ist eine Zeitspanne, was für die Geschichte Europas natürlich eine große Rolle spielt worauf man aber nicht sehr stolz sein könnte,deswegen wird es auch als "dunkles Zeitalter" bezeichnet.Wir kennen alle die Geschichte mit den Hexenverbrennungen und den Foltern und wie die Inquisition, die wohlgemerkt von den Kirchen geleitet wurden, mit Menschen vorging, die den christlichen Glauben anzweifelten oder denen dieses vorgeworfen wurde auch wenn es nicht stimmte und nicht zu beweisen war. "Ketzer" wurden auch skrupellos getötet und sehr viele Intelektuelle mussten wegen dieser Wahn, die eigentlich nur finanzielle und persönliche Gründe hatte, ihr Leben lassen. Große Denker und Wissenschaftler wie Galileo Galilei, die sich von traditionellen, meist auf der griechischen Antike beruhenden Ideen und Weltanschauungen loslösten, um die wahre Wissenschaft zu ergründen, welches von der Kirche als Gotteslästerung und Blasphemie abgesempelt wurde, mussten sich der kirchlichen Ordnung fügen oder auf unmenschliche Weise ihr Leben lassen.
Auch kennen wir die Geschichte mit den Ablastbriefen, die sich auch die allerärmsten in der heiligen Stadt Rom für teures Geld erkaufen konnten um sich von ihren Sünden loszusagen und sich ein Plätzchen im Paradiese zu sichern. Auch die Geschichte mit dem Beichten,welches heutzutage auch aktuell ist,könnte einigen Menschen paradox erscheinen.Da sitzt dein Beichtvater auf dem Beichtstuhl und verzeiht dir all deine Sünden,seien sie noch so groß..

. Auch war damals die Rolle der Frau nicht sehr berauschend
(was nicht bedeutet dass sie es heute ist), im Mittelalter wurde unter den Kirchleuten diskutiert ob sie eine Seele besäße und nur ein halber Mensch wäre oder einfach nur eine Ausgeburt des Teufels, Frauen hatten nichts zu melden und so gut wie keine Rechte bis zur frühen Neuzeit,gegen 18./19./20. Jahrhundert wo feministische Bewegungen versuchten, sich ihre humanen Rechte zusammenzukratzen, wie wir sehen ist das gar nicht so lange her.
Und das die Religion absolut nicht komplementär und im Einklang mit der Wissenschaft ist könnte auch ein Grund sein. Auch heute ist es für viele so, dass man auf vieles einfach keine Antwort hat, man glaubt es halt- es ist von geistlicher Natur und nicht zu begründen und zu hinterfragen. Auch die drei Faltigkeit könnte für den tiefer nachsinnenden Menschen ein Problem im Glauben darstellen- wie kommt es, dass Gott einen Sohn haben kann, wo Jesus doch in einigen Versen behauptet, dass er Gott sei in anderen widerum sagt,dass er Gottes Sohn sei und der heiligen Geist ist nirgends einzuordnen..

Auch sind die Naturwissenschaften für viele ein Grund um an ihrer Religion zu zweifeln, wie können wir an die Adam-Eva Geschichte glauben, wo es doch schon lange bewiesen ist, dass es einen Bing Bang gegeben hat. Und waren Adam und Eva Affen oder waren sie schon "evolutioniert"? Auch ist die schwammige Evolutions
theorie ein Grund für viele sich vom Christentum loszusagen.
Es gibt bestimmt viele,individuelle Beweggründe, doch meiner Meinung nach ist die größte Ursache für diese gewisse Antipathie, dass Glauben und Verstand ihrer Meinung nach nicht miteinander zu versöhnen/ vereinbaren ist...