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Autor Thema: Die 9 Menschenrechte im Islam  (Gelesen 2957 mal)
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Sema
Gast
« am: März 13, 2007, 23:45:56 »

Selamunaleykum liebe Schwestern und Brüder,

Der Islam brachte uns Muslimen neun Grundsätze, von denen sich alle Menschenrechte ableiten lassen.Eine Auflistung jener könnte uns sehr behiliflich sein, wenn es darum geht einen Vortrag oder einen Referat über den Islam zu halten....

1.Schutz der Menschenwürde

Als erster Grundsatz im Islam gilt der Grundsatz der Menschenwürde. Somit bekommt der Schutz der Menschenwürde bei den Muslimen einen ganz hohen Stellenwert und gilt als ihres Glaubens.Im Koran heißt es:

„Und wir haben den Kindern Adams Ehre erwiesen“

Das heißt, nicht nur den Muslimen, nicht nur den Gläubigen, sondern allgemein allen Kindern Adams hat Gott Ehre erwiesen und hat ihnen Würde aufgrund dieser Abstammung gegeben.

Dieser Vers betont zugleich die Bevorzugung des Menschen vor allen anderen Geschöpfen.


2.Verbot jeder Diskriminierung
Der Islam bekämpft Diskriminierung jeder Art und kennt keine Bevorzugung aufgrund der Abstammung, der Herkunft, noch auf Grund irgendwelcher anderer ähnlicher Maßstäbe:

„O ihr Menschen, Wir haben euch von einem männlichen und weiblichen Wesen erschaffen, und Wir haben euch zu Verbänden und Stämmen gemacht, damit ihr einander kennen lernt. Der Angesehenste von euch bei Gott, das ist der Gottesfürchtigste von euch. Gott weiß Bescheid und hat Kenntnis von allem.“
(Qur`an 49/13)

Also ist der Grund der Verschiedenheit der Menschen ihr gegenseitiges Kennenlernen.

„Der Angesehenste von euch bei Gott, das ist der Gottesfürchtigste von euch.“

Das heißt, dass allein die Tat, Rechtschaffenheit und die Aufrichtigkeit eines Menschen ihn zu einem besseren oder schlechteren Menschen machen.

Es heißt weiter in Sura 4:
„O ihr Menschen, fürchtet euren Herrn, der euch aus einem einzigen Wesen erschuf. Aus ihm seine Gattin erschuf und aus beiden viel Männer und Frauen entstehen und sich ausbreiten ließ. Und fürchtet Gott, in dessen Namen einander bittet, und achtet die Verwandtschaftsbande. Gott ist Wächter über euch.
(Qur´an 4/1)

Diese Tatsache bringt uns Muslime dazu, dass wir in jedem Menschen einen Bruder und eine Schwester sehen, weil wir alle von diesem gemeinsamen Vater und dieser gemeinsamen Mutter abstammen. In den beiden wichtigsten Reden des Propheten, nämlich der Rede bei der Eröffnung von Mekka und in der bei seiner Pilgerfahrt, sprach er auch diese Tatsache an.
Er sagte, als er nach Mekka kam:

„Weder wird der Araber vor dem Nichtaraber, noch der Weiße vor dem Schwarzen bevorzugt, es sei denn durch seine Tat.“

Der Islam kennt keine Diskriminierung und Abstufung aufgrund des Geschlechts. Es heißt in einem Spruch des Propheten:
„Die Frauen sind Zwillingsschwestern der Männer.“

In einem Vers des Qur´an heißt es:
„Wer etwas schlechtes tut, dem wird gleich viel vergolten. Und die jenigen, die Gutes tun, ob Mann oder Frau, und dabei gläubig sind werden ins Paradies eingehen, wo ihnen Unterhalt beschert wird ohne Anrechnung.“
(Qur`an 40/40)

In einem weiteren Vers lautet es:
„Da erhörte sie ihr Herr: Ich lasse keine Tat verloren gehen, die einer von euch getan hat, ob Mann oder Frau. Die einen stammen ja von den anderen.“
(Qur´an 3/195)

Aus diesen beiden Versen wird deutlich, dass die Bewertung der Werke beider Geschlechter bei Gott gleich sind, und zwar im Diesseits wie auch im Jenseits. So leiten die islamischen Gelehrten aus diesen Versen schon viel früher die Regel ab „gleicher Lohn für gleiche Arbeit“.


3.Religionsfreiheit

Religionsfreiheit ist ein Teil der Glaubenslehre im Islam. Sie verpflichtet zum Respekt anderen Religionen gegenüber  und spricht ihnen Freiheit im Glauben und der Ausübung der eigenen Religion zu.
Sie geht davon aus, dass Religion eine Angelegenheit der Überzeugung ist , die nicht erzwungen werden kann.

Der Islam hat sogar den Kampf erlaubt zum Schutz aller Religionen, nicht nur zum Schutz der eigenen Religion. In der Begründung dieser Erlaubnis heißt es im Qur´an:

„Gott verteidigt die jenigen,die glauben. Gott liebt keinen Undankbaren, Treulosen. Erlaubnis zum Kampf ist denen gegeben, die bekämpft werden, weil ihnen ja Unrecht getan wurde,und Gott hat gewiss die Macht, sie zu unterstützen. Ihnen,die zu Unrecht aus ihren Wohnstätten vertrieben wurden, nur weil sie sagen: unser Herr ist Gott. Und hätte Gott nicht die einen Menschen durch die anderen abgewehrt, so wären gewiss Mönchsklausen, Kirchen, Gebetsstätten und Moscheen zerstört worden, in denen des Namens Gottes viel gedacht wird.“
(Qur`an 22/38 ff)

Der Kampf  im Islam ist ein Mittel, um all diese Gebetsstätten zu schützen, nicht nur Moscheen, sondern auch Kirchen, Mönchsklausen und jeden Ort, wo der Name Gottes angerufen wird.


4.Gemeinsame Gesellschaft aller Menschen

Als vierter Grundsatz betrachtet der Islam die Menschen als eine einzige Gemeinschaft und Gesellschaft aller Menschen.

Dazu heißt es im Qur´an:
„Gott verbietet euch nicht, denen,die nicht gegen euch der Religion wegen gekämpft und euch nicht aus euren Wohnstätten vertrieben haben , Güte zu zeigen und Gerechtigkeit angedeihen zu lassen. Gott liebt die,die gerecht handeln.“
(Qur`an 60/ 8 )

Diese Grundlage des Verhaltens zwischen der islamischen und den anderen Gemeinschaften ist im Islam von großer Bedeutung. Der Dialog als eine Praktizierung dieses Grundsatzes ist damit im Islam tief verankert. Wir sind aufgerufen , den Dialog zu suchen und zu pflegen, nicht weil es jetzt modern geworden ist und für kultivierte Menschen angesagt, sondern weil es im Qur´an steht und zwar seit 14 Jahrhunderten.
Wir müssen den Dialog mit al unseren Kräften suchen und ihn mit all unserer Liebe und Barmherzigkeit führen, wir sind dazu im Qur´an aufgerufen worden:

„Und streitet mit den Leuten des Buches nur auf die beste Art, mit Ausnahme derer von ihnen, die Unrecht tun. Und sagt: Wir glauben an das, was zu uns herab gesandt und zu euch herab gesandt wurde. Unser Gott und euer Gott ist einer. Und wir sind ihm ergeben.“
(Qur`an 29/46)

Der Islam ging einen Schritt weiter und behandelte einige Religionsgemeinschaften auf eine noch bessere Art und Weise als die übrige Menschengemeinschaft, nämlich die Juden und die Christen, die Angehörigen anderer Offenbarungsreligionen. Der Islam erlaubt eine Tisch- und Ehegemeinschaft mit diesen Andersgläubigen. Und dies alles nur, um den Kontakt zwischen diesen Menschen zu pflegen und die Verbindung zu stärken.


5. Schutz des Lebens und Vermögens

In der Rede des Propheten bei seiner Pilgerfahrt heißt es:

„O ihr Menschen, euer vermögen, eure Ehre und euer Leben ist unter euch so heilig wie dieser Tag und dieser Monat Und dieser Ort.“

„Aus diesem Grund haben wir den Kindern Israels vorgeschrieben, wenn einer jemanden tötet, jedoch nicht gegen eines Mords, oder weil er auf der Erde Unheil stiftet, so ist es , als hätte er alle Menschen getötet. Und wenn ihn jemand am Leben erhält, so ist es, als ob er alle Menschen am Leben erhalten hätte.“
(Qur´an 5/32)

Solche Aussagen, die im Qur´an öfter vorkommen, sind ein Teil der islamischen Offenbarung und gelten für uns Muslime als ein Gesetz. Gerade das unberechtigte Töten eines Menschen wird im Qur´a verboten...

So wird das Vermögen im Islam geschützt und gilt als ein Teil der Menschenrechte, die im Islam verankert sind. Die Tatsache, dass der Schutz des Vermögens im Qur´an öfter im Zusammenhang mit dem Schutz des Lebens genannt wird, gibt ihm den gleichen Stellenwert im Islam.


6.Schutz der persönlichen Umgebung

Dieser Schutz wird in einigen Zitaten sehr deutlich, wo es heißt:

„O ihr Gläubigen betretet nicht Häuser, die nicht eure eigenen Häuser sind, bis ihr euch bemerkbar macht und ihre Bewohner begrüßt habt. Das ist besser für euch, auf das ihr es bedenket.Wenn ihr jemanden darin findet , dann tretet nicht ein, bis man es euch erlaubt. Und wenn man zu euch sagt: “Kehrt um!“, dann sollt ihr umkehren. Das ist lauterer für euch und Gott weiß, was ihr tut.“ (Qur`an 24/27)

Aus diesem Vers wird der Schutz der eigenen Umgebung durch die Gelehrten abgeleitet und als ein Teil des Allgemeinschutzes der Person betrachtet.

Auch Mutmaßungen werden im Islam als Verletzung der privaten Umgebung und somit der Menschenrechte betrachtet.

„O ihr, die ihr glaubt, die einen sollen nicht die anderen verhöhnen, vielleicht sind diese eben besser als sie. Und nörgelt nicht untereinander. Und gebt einander keine Schimpfnamen. Welch schlimmer Name, der des Frevels, nach der Annahme des Glaubens! Diejenigen, die nicht umkehren, sind die, die Unrecht tun. O ihr, die ihr glaubt, meidet viel von den Mutmaßungen. Manche Mutmaßungen sind Sünde. Spioniert nicht und führt nicht üble Nachrede übereinander. Möchte denn einer von euch das Fleisch seines Bruders, wenn er tot ist, essen? Es wäre euch doch zuwider. Fürchtet Gott. Gott wendet sich gnädig zu und ist barmherzig.“
(Qur`an 49/11 ff)

All das gilt als Verletzung der eigenen privaten Sphäre. Auch Verleumdung anderer Art betreffend der Ehre, der Keuschheit und der Vertrauenswürdigkeit werden im Islam als eine Verletzung dieses Grundsatzes betrachtet.


7.Recht auf Fürsorge


Der Islam schreibt das Recht auf Fürsorge auf die einzelnen Mitglieder seiner Gesellschaft und Gemeinschaft vor. Diese gegenseitige Fürsorge ist ein Teil des islamischen Gesetzes. Der Islam hat es nicht dabei belassen, für Almosen aufzurufen, er hat dies als Teil seines Gesetzes etabliert. Die Zakat ist die Pflichtabgabe eines jeden Muslims und eine der fünf Säulen des Islam.
Es ist die Realisierung dieses Rechtes des einzelnen auf Fürsorge von Seiten der Gemeinschaft.


8.Recht auf Bildung

Der Islam betrachtet das Wissen als Mittel zur Gottesfürchtigkeit und als Mittel zur Erkenntnis Gottes. Der Islam schreibt deshalb vor, sich Wissen anzueignen, damit man zur Erkenntnis Gottes und der eigenen Welt gelangt. In einem Spruch des Propheten heißt es:

„Sich Wissen anzueignen ist die Pflicht eines jeden Muslim und einer jeden Muslima…“

Es ist nicht nur Pflicht eines Muslim, sich Wissen anzueignen, sondern es ist auch Pflicht der Gemeinschaft, dem einzelnen Mitglied die nötige Bildung zu ermöglichen. Das hat der Prophet selber praktiziert, indem er als Lehrer der Gemeinde gegolten hat. Er hat für Männer und Frauen gemeinsame Sitzungen abgehalten, wo er ihnen Wissen vermittelt hat.
Somit hat er uns vorbildhaft gezeigt, dass die islamische Gemeinde und der islamischen Staat sich um die Bildung des einzelnen kümmern muss, und dass der einzelne dieses Recht beim Staat hat.(Weltliches UND Religionsbezogenes Wissen)


9.Recht auf gesunde Umgebung

Der einzelne hat im Islam das Recht auf eine gesunde Umgebung in allen Bereichen und Aspekten.
Dieses Recht beschränkt sich nicht nut auf das Gesundheitliche und Hygienische sondern auch auf die Moral und Ethik.

Der einzelne hat das Recht, vom Staat zu verlangen, dass die Gesellschaft rein von Missachtung der Ethik oder von Angriffen gegen die Moral bleibt.
Eine Gesellschaft, in der Pornographie überall zu haben und zu sehen ist, ob man
danach verlang oder nicht, ist keine gesunde Gesellschaft.
Die Freiheit des einzelnen wird angetastet, wenn ihm eine menschenverachtende und entwürdigende Atmosphäre auferzwungen wird, die er sich nicht entziehen kann.


Wie wir sehen hat uns Allah schon alle erdenklichen Rechte, die wir Menschen brauchen, durch den Islam gegeben. Wie kann da noch die Rede von irgendeiner Unterdrückung oder Intoleranz sein, oder wie können einige Muslime diese Rechte einfach missachten und ihre eigenen nicht-islamischen Traditionen bevorzugen?Huch?

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« Antworten #1 am: März 21, 2009, 01:58:34 »

Wa aleykum Salam Schwester,

hast du diesen Text geschrieben? Wenn ja,wollte ich dich fragen, ob ich diesen text in meinen Blog kopieren kann, und ob es nichts ausmacht
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Sema
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« Antworten #2 am: März 21, 2009, 09:38:18 »

Ehrlich gesagt weiss ich das gar nicht mehr Bruder  Unentschlossen Wenn mich meine Erinnerung nicht ganz trügt, hatte ich das aus einem Buch gekürzt und abgetippt, ist schon lange her. Ich weiss aber auch nicht mehr welches Buch es war. Klar kannst du's machen, ich habe nichts dagegen
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« Antworten #3 am: März 21, 2009, 16:35:13 »

Jazakallahu khairan
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