Lichtstr.de Shop Lichtstr.de Blog
Mai 23, 2012, 07:13:01 *
Willkommen Gast. Bitte einloggen oder registrieren.

Einloggen mit Benutzername, Passwort und Sitzungslänge
 
   Übersicht   Hilfe Suche Einloggen Registrieren  
Seiten: [1]   Nach unten
  Drucken  
Autor Thema: Tabuthema- Theodizee Problem  (Gelesen 6866 mal)
0 Mitglieder und 2 Gäste betrachten dieses Thema.
der Suchende
Full Member
***

Karma: 5
Offline Offline

Geschlecht: Männlich
Beiträge: 134



« am: Februar 10, 2008, 17:12:18 »

Was denkt ihr darüber? Huch
Gespeichert

Wenn ich das Wunder eines prachtvollen Sonnenuntergangs oder die anmutige Schönheit des Mondes bewundere, so weitet sich meine Seele in Ehrfurcht vor dem allmächtigen Schöpfer ALLAH
Sema
Gast
« Antworten #1 am: Februar 10, 2008, 21:10:46 »

Selamunaleykum
Meinst du, dass dieses Thema bei Christen tabu ist ? Wenn ja dann kann ich nur sagen dass viele nicht gerne über dieses Thema sprechen weil Uneinigkeiten und Meinungsverschiedenheiten unter ihnen herrschen.
Ich habe bis jetzt viele Personen gefragt, was es doch auf sich hat mit der Dreifaltigkeit - von Religionslehrern bis zu Pfarrern- und alle haben mir irgendwie unterschiedliche Antworten gegeben und waren sich ihrer Sache nicht so ganz sicher. Na ja, wie denn auch....
Gespeichert
zeynooo
Jr. Member
**

Karma: 1
Offline Offline

Beiträge: 93


« Antworten #2 am: Februar 11, 2008, 11:56:33 »

meisterdenker manuel kant hatte sogar angst davor, aber ist für muslime ein leicht zu lösendes problem. immer wieder sagen leute: „wir können wegen der vielen übel dieser welt nicht gläubig sein, weil wir nicht glauben können, dass ein barmherziger Gott sie, wenn es ihn gäbe, zulassen würde!" HASA – ist ein ernstes Problem, von dem man sagt, epikurhätte es folgendermaßen formuliert:
"entweder will gott die übel beseitigen und kann es nicht, oder er kann es und will es nicht, oder er kann es nicht und will es nicht, oder er kann es und will es. wenn er nun will und nicht kann, so ist er schwach, was auf gott nicht zutrifft. wenn er es kann und nicht will, dann ist er missgünstig, was gott ebenfalls fremd ist. wenn er nicht will und nicht kann, dann ist er sowohl missgünstig wie auch schwach und ist dann auch nicht gott. wenn er aber will und kann, woher kommen dann die übel und warum nimmt er sie nicht weg?"
das problem der rechtfertigung eines "guten" gottes angesichts der übel der welt heißt bei theologen usw. und philosophen theodizee, und es ist bemerkenswert, dass der deutsche philosoph immanuel kant eine kleine abhandlung über das misslingen aller philosophischen versuche in der thheodicee verfasst hat.
folgendes soll gezeigt werden, dass sich das problem der theodizee ganz einfach auflöst, wenn man es aus muslimischer perspektive heraus betrachtet. insaallah.
der entscheidende punkt einer muslimischen sichtweise des problems liegt darin, dass wir unseren blickwinkel nicht auf das diesseits beschränken, sondern über die grenzen der welt hinausgehen und das jenseits mit in den blick nehmen. indem wir das tun, folgen wir dabei der offenbarung, nach der es einen ahiret tag geben wird, an dem die menschen den lohn für ihr leben im diesseits erhalten. und sofern jemand bspw. im diesseits viel gelitten hat, wird er vom barmherzigen Allah am tage des gerichts im jenseits dafür reichlich entlohnt werden. mit anderen worten:
alle üvel dieser welt reichen nicht hin, um über die barmherzigkeit gottes zu urteilen; denn nach seinem eigenen zeugnis und den zeugnissen der von ihm gesandten Propheten findet die eigentlich "abrechnung" im jenseits statt. was uns geschickt wird, sind prüfungen oder strafen. Die diesseitigen strafen bewahren uns im sinne einer direkten gewinnausschüttung vor strafe im jenseits. und prüfungen geben uns gelegenheit, endlose belohnungen einzuheimsen. insaallah. es gilt zu verstehen, dass wie die belohnung des guten ein gut ist, die bstrafung des bösen ebenfalls ein gut ist.
Sheh abdullah faiz ad-daghistani vom ehrenwerten niksibend, sprach einmal über unbeliebte dinge und beschrieb unsere lage im leben. "niichts läuft so, wie wir es gern hätten, und niemand kann seine bestimmung lenken. wir sind keine führer, sondern werden geführt. dieses leben ist angefüllt mit unbeliebten dingen und mitten einer jeden wohltat kommt so etwas mit wie der kern in der olive. warum wurden diese dinge geschaffen? wir sind in diesem leben wie ein mann, der in stürmische see gefallen ist und mit jeder neuen welle herumgeworfen wird. wie sollen wir uns angesichts dieser wellen verhalten? es gilt: geduld zu üben. Allah der allmächtige sendet diese wellen und erklärt: "ich schuf leben und tod und prüfe eure tugend." sind wir angesichts widriger dinge geduldig, gibt uns Allah unendliche belohnung. wenn du das weißt, könntest du angesichts unbeliebter dinge nicht bloß geduldig sein, sondern in widrigen umständen geradezu vergnügen empfinden, da du denkst: "jetzt sieht gott auf mich, da er mich testet!" um die gewünschte gegend zu erreichen, musst du zuvor die beschwerliche gegend durchqueren. stimmst du dieser bedingung nicht zu, kannst du sie nie erreichen. niemand betritt das paradies, wenn er nicht zuvor die höllenbrücke überquert hat. das ist eine göttliche weisheit. wer vergnügen will, muss allen widerwärtigkeiten gegenüber geduld bewahren. aber wir ignoranten leute fliehen vor unbeliebten dingen und laufen den erwünschten dingen hinterher, ohne sie zu erreichen. das ist der sest Allahs des allmächtigen für seine diener. wir sollten nicht flüchten, sondern haltung bewahren."
der deutsche philosoph kant hat etwas ähnliches wie das von sheih abdullah beschriebene im blick, wenn er in der schon erwähnten abhandlung schreibt: "die dritte auflösung des knotens soll diese sein: dass uns gott um einer künftigen glückseligkeit willen, also doch aus güte, in die welt gesetzt habe, dass aber vor jener zu hoffenden überschwenglich großen seligkeit durchaus ein mühe- und trübsalvoller zustand des gegenwärtigen lebens vorhergehen müsse, wo wir eben durch den kampf mit widerwärtigkeiten jener künftigen herrlichkeit würdig werden sollten. – allein, dass diese prüfungszeit (der die meisten unterliegen, und in welcher auch der beste seines lebens nicht froh wird) vor der höchsten weisheit durchaus die bedingung der dereinst von uns zu genießenden freuden sein müsse, und dass es nicht thunlich gewesen, das geschöpf mit jeder epoche seines lebens zufrieden werden zu lassen, kann zwar vorgegeben, aber schlechterdings nicht eingesehen werden, und man kann freilich diesen knoten durch berufung auf die höchste weisheit, die es so gewollt hat, abhauen, aber nicht auflösen: welches doch die theodicee verrichten zu können sich anheischig macht."
sachlich-systematisch betrachtet, zeigt sich die kantische position insofern als berechtigt, als die berücksichtigung des jenseits in der philosophie nicht erlaubt sein kann, die ja alles durch eigenes denken herauszufinden beansprucht, offenbarung im reinen denken keinen platz hat. Die philosophischen vertreter der rechtfertigung eines guten gottes angesichts der übel der welt überschreiten mit der berufung auf jenseitiges glück die grenze des philosophischen denkens. kant sagt nicht, dass das Problem der übel der welt mit blick auf einen allmächtigen und barmherzigen gott nicht lösbar sei, sondern nur, dass dieses Problem nicht innerhalb der philosophie zu lösen ist, was sich schon im titel seiner abhandlung über das Misslingen aller philosophischen versuche in der theodicee ausdrückt.
wir muslime (hamd) aber stehen nicht unter der beschränkung der philosophie, das muss gesagt werden. und wir pflegen auch nicht bitterkeit, die sich bei kant beispielsweise dort ausdrückt, wo er in obigem izitat in klammern von einer prüfungszeit spricht, "der die meisten unterliegen, und in welcher auch der beste seines Lebens nicht froh wird".
muslime pflegen nicht jenen zwanghaften pessimismus vieler christen oder bspw. kants, sondern sind glücklich im diesseits und im jenseits. insallah. sie sind glücklich und stolz, dass wahre könig der welten der welten sie als menschen erschaffen und als kinder Adams (a.s.) – "wir haben die kinder adams geehrt" – der friede sei auf ihm – geehrt hat, dass sie zur nation Ibrahims (a.s,) – der friede sei auf ihm – gehören und zur gemeinde Muhammads – Allah schicke frieden auf ihn und seine leute und segen. muslime sind glücklich, dass er sie in die existenz gebracht hat auf diesem planeten, sie in jeder sekunde ihres lebens darin erhält und sie liebt und nach ihnen sieht.
und wir erinnern uns an die antwort, die Musa (a.s.) – friede sei auf ihm – vom herrn der welten auf die frage erhielt, woran wir nämlich erkennen könnten, dass unser Herrscfer mit uns zufrieden sei: "wenn du glücklich bist mit mir, ist das ein zeichen dessen, dass ich zufrieden bin mit dir!" insallah.
kant hatte als philosoph die offenbarung außen vor gelassen. als muslim hätte er die lösung seines problems auch insofern leicht finden können, als wir schon im diesseits nicht genau wissen, was für uns letztendlich etwas gutes oder etwas übles ist, da etwas, das uns auf den ersten blick als etwas schlechtes erscheint, sich im nachhinein als ausgesprochener glücksfall erweisen kann. so gibt es im koran die berühmte geschichte, da seyyidina Musa propfheten die erlaubnis bekommt, seyyidina Khidr (a.s.) – eine zeit auf seinem weg zu begleiten, der sachen macht, die moses überhaupt nicht versteht, ja, für die er überhaupt kein verständnis hat. ao geht seyyidine Khidr in ein fischerdorf und hackt in die böden der boote löcher, so dass sie schwimmuntauglich werden, was Moses sehr erbost. diese tat erweist sich für das dorf indes als große wohltat, weil die häscher des herrschers alle boote konfiszieren, derer sie habhaft werden, die funktionsunfähigen boote dieses dorfes aber nicht beschlagnahmen, die deshalb, wieder repariert, dann dessen lebensunterhalt weiterhin sichern.
wissen wir aber nicht einmal im diesseits genau, ob etwas schlecht oder nur der vermeintlich schlechte vorbote zu etwas gutem ist, so gilt das, wenn wir das jenseits mit berücksichtigen, nur um so mehr.
einst fuhr die heilige Ursula mit hundert jungfrauen den rhein hinunter, als das boot von hunnen überfallen wurde und es zu umständen kam, deretwegen sie heilig wurde. und der zimmermann in Ya Sin konnte sagen: "wenn ihr wüsstet, wo ich jetzt bin!" böse leute hatten ihm mit den worten: "was, du willst auch ins paradies, das kannst du haben!" den schädel eingeschlagen und bewirkt, dass er sofort ins paradies kam. elhamd.
das sind beispiele dafür, wie größte brutalitäten, recht besehen, zu quellen größten glücks werden. um es ganz platt zu sagen: epikur und alle, die ihm beifall klatschen, haben die eine, die entscheidende seite der wirklichkeit ganz weggelassen, die ewigkeit nämlich. sie gilt uns als die eigentliche wirklichkeit. wir muuslime glauben, dass, während die welt, in der wir jetzt als endliche wesen leben, begrenzt ist, nach unserem tod eine unendliche welt auf uns wartet. unsere heimat. und diese unendlichkeit tragen wir schon jetzt in uns. es ist das siegel dessen, der uns erschuf und zu dem wir auf der rückreise sind. wir sind nur für eine kurze übergangszeit auf diesem planeten. es ist so wie mit einem reitersmann, der durch eine steppe reitet und im schatten eines baumes eine kurze verschnaufpause einlegt, ohne vom pferd zu steigen, sich nur an den stamm lehnt und ein paarmal kräftig durchatmet, um dann seine reise fortzusetzen. denn wir menschen sind nicht für das diesseits, sondern für die ewigkeit geschaffen.
und wir glauben, dass alles, was uns geschieht, für uns das beste ist. epikur würde das glück der heiligen ursula, nicht verstanden haben, weil einer, der nur dem augenblicklichen genuss lebt, dem jenseits gegenüber nur blind sein kann. kant aber ahnte wenigsten seyyidina ayyubs (Hiobs) glück. und der zimmermann in ya sin. das sind unsere vorbilder und nicht irgendwelche "schweinchen aus der herde des epikur", wie man sie genannt hat, die nach dem prinzip antreten: "saufen, fressen, geschlechtlich paktieren, darüber hinaus keine sekunde verlieren".
Gespeichert

فَبِأَيِّ آلَاء رَبِّكُمَا تُكَذِّبَانِ
zeynooo
Jr. Member
**

Karma: 1
Offline Offline

Beiträge: 93


« Antworten #3 am: Februar 11, 2008, 12:23:34 »


zu ergänzen:
Und wenn ihnen Gutes begegnet, sagen sie: „Das ist von Allah“, und wenn ihnen Schlimmes begegnet, sagen sie: „Das ist von dir.“
quelle: ahmadiyya. koran 4/79

said nursi hatte uach mal was dazu gesagt, icg glaube in sözler, lemalar und in einem der briefe.

Gespeichert

فَبِأَيِّ آلَاء رَبِّكُمَا تُكَذِّبَانِ
zeynooo
Jr. Member
**

Karma: 1
Offline Offline

Beiträge: 93


« Antworten #4 am: Februar 11, 2008, 12:34:27 »

»Siehe, für die Freunde Gottes gibt es weder Angst, noch werden sie traurig sein.« (Sure 10, 62)
quelle: lichtstr.

und tevbe sure ayet nr. 111. lies mal.

ändert: wie konnte ich das vergessen. mein lieblingsbuch!

seelenführer der kranken von said nursi. hastalar risalesi.
Gespeichert

فَبِأَيِّ آلَاء رَبِّكُمَا تُكَذِّبَانِ
der Suchende
Full Member
***

Karma: 5
Offline Offline

Geschlecht: Männlich
Beiträge: 134



« Antworten #5 am: Februar 13, 2008, 00:40:18 »

Selamün aleyküm
Ich will ehrlich sein:
keiner der bisherigen antworten kann mich adäquat im Bezug auf alle Problemstellungen, die durch das theodizee problem auftreten, vollends befriedigen!
Ihr nimmt die Tragweite dieser Problemstellung nicht in vollem Umfange wahr! Die Beantwortungen geben alle von einer oberflächlichen Befassung kund.
Ich bin Muslim (Elhamdüllilah) und habe mich aufgrunddessen, meistens mit Erfolg, mit heiklen Fragestellungen beschäftigt vor der sich viele Andere scheuten. Zum Exemplar: Gottesexistenz und Schicksalglaube
Nun was diese Fragestellung angeht, glaube ich, wenn man es recht betrachtet, dass sie nicht angemessen beantwortbar ist.
Ich glaube wir verrenen uns, wenn wir weiterhin uns mit der Problemstellung beschäftigen, in eine Sackgasse.
Es überschreitet (zumindestens das Meinige) das menschliche Vernunftsmögen, weshalb es nicht beantwortbar ist.
Es gibt unzählige Gründe für die Existenz eines barmherzigen Gottes, nur weil ein Grund existent es ist, der scheinbar meineAuffassung von einem allmächtigen sowie barmherziegen Gott ad absurdum führt, bin ich noch lange nicht gewillt meinen Glauben aufzugeben.
In diesem Sinne sind manche Wege Hz. Allahs (C.C) fürwahr unergründlich!

 
Gespeichert

Wenn ich das Wunder eines prachtvollen Sonnenuntergangs oder die anmutige Schönheit des Mondes bewundere, so weitet sich meine Seele in Ehrfurcht vor dem allmächtigen Schöpfer ALLAH
Abbas
Global Moderator
Jr. Member
*****

Karma: 11
Offline Offline

Geschlecht: Männlich
Beiträge: 53


Alhamdulillah!


WWW
« Antworten #6 am: Februar 13, 2008, 05:43:09 »

Salam lieber Bruder,

Wikipedia:
"Die Theodizee [ˌteodiˈt͜seː] (frz. théodicée, v. altgriech. θεός theós „Gott“ und δίκη díke „Gerechtigkeit“) ist ein klassisches theologisches Problem für diejenigen religiösen Traditionen, die von der Existenz eines allmächtigen, allgütigen und allwissenden Gottes ausgehen. Es besteht in der Frage, wie die Existenz eines solchen Gottes mit der Existenz des Übels – oder des Bösen – in der Welt vereinbar sein soll."

Lieber Bruder, du fragst uns oben in einem Satz was wir von der Theodizee halten, und unten sagst du in 3 Sätzen, daß es nicht gelungen ist deine Frage zu beantworten...

Von der obigen Definition aus Wikipedia ausgehend, was genau ist es, das du nicht verstanden hast, bzw. wo genau siehst du den Widerspruch den du nicht durch den Islam auflösen kannst?

Für mich gibt es kein Problem mit dieser Aussage:

" Es besteht in der Frage, wie die Existenz eines solchen Gottes mit der Existenz des Übels – oder des Bösen – in der Welt vereinbar sein soll."

Diese Frage ist im Islam eindeutig geklärt. (Und wird insbesondere in der Risale an vielen Stellen beantwortet.)

Also wo genau siehst du den Widerspruch bzw. das Problem?
Vielleicht kannst du es erklären, so daß wir dir helfen können...?

Nur soviel als Stichworte:
Krankheit, (scheinbares) Übel und Trauer sind Gott gewollt, denn der Mensch erkennt den Wert einer Sache immer nur durch sein Gegenteil!
Durch Druck und Hitze wird aus (minderwertiger) Kohle ein Diamant.
Durch die Prüfungen, den Schmerz und das Leid in dieser Welt, entwickelt der Mensch seine Fähigkeit zur Wertschätzung und somit zur Freude im Jenseits, denn sie lassen ihn erst den Wert der Gnadengaben Gottes einschätzen und dadurch erkennen...
(Vertreibung Adams aus dem Paradies, Krankenabhandlung, Ramadanabhandlung...)
Diejenigen, denen sich diese Möglichkeit nicht bietet(Kindestod, geistig Behinderte, usw.) gelten als Musterbesipiele und Märtyrer, auch sie gehören am Ende zu den Gewinnern.
Alhamdulillah!

Und Allah weiß es am besten...
Abbas
Smiley


Gespeichert

La ikrahe fid-Din...!
Es gibt keinen Zwang im Glauben...!
Sema
Gast
« Antworten #7 am: Februar 15, 2008, 17:02:10 »

Selamunaleykum Bruder
 
Ich muss mich entschuldigen ich habe deine Fragestellung missverstanden und mich eher auf die Trinität Gottes (hascha) bezogen  Lächelnd

Na ja aber ganz verstehe ich auch nicht warum dieses Thema dir Probleme bereitet- vor allem ist es auch kein Tabuthema? Dass es ein klasissisches religiöses Problem in der Theologie aufwirft ist keine Frage aber doch nicht im  islamischen Gottesverständnis..
Ich denke das Problem in der christlichen Theologie liegt daran, dass Gott nur als allmächtig und allgütig angesehen wird deswegen kann man die Existenz des Übels und des Bösen nicht nachvollziehen wenn man davon ausgeht dass Gott gütig ist. Hat er denn das Böse erschaffen, oder kommt es ausschließlich von Satan, der im christlichen Glauben so eine Art Opposition Gottes darstellt (hascha)? Oder warum lässt dann Gott das Böse zu,wenn er doch allmächtig ist? In all diesen Fragen besteht für viele keine Einigkeit und Klarheit aber im Islam sind diese und ähnliche Fragen eigentlich beantwortet und stellen somit kein Problem dar.

Klar, jeder weiter denkende Mensch setzt sich mit der Zeit mit solchen Fragen auseinander, Auseinandersetzungen sind immer positiv solange es auch dabei bleibt und aus Unwissenheit nicht zur Kritik und Verurteilung wird.
Viele "Atheisten" begründen ihren Unglauben mit genau diesen Fragen die für sie unerklärlich erscheinen, (ich wiederhole mich) aber im Islam sind sie erklärbar  Smiley

In der Risale-i Nur kannst du, wie Bruder Abbas es auch sagte,viele Stellen dazu finden, besonders den 13. Blitz würde ich dir dazu empfehlen.

-"Schicksalsschläge" wie Behinderungen, schwere Unfälle, Erdbeben,etc. sind entweder Gottes Wille, oder derjenige ist selber dafür verantwortlich weil er irgendwelche Vergehen oder Sünden begangen hat und Allah ihm nun so eine Möglichkeit der weltlichen Sühne gibt. Sind sie jedoch mit keinerlei Eigenverschulden zu begründen, dann kann man davon ausgehen, dass Allah diesem Menschen so eine Prüfung auferlegt hat, keiner kann Allah in Frage stellen (hascha) warum Er dem Menschen gerade diese Prüfung gegeben hat. Es ist keine Selbstverständlichkeit dass wir so aussehen wie wir nun mal aussehen, dass wir in Gesundheit und Wohlbefinden und Glück leben- das Leben an sich ist ein Geschenk Allahs von unschätzbarem Wert und der Mensch hat weder das Recht noch die Befugnis noch die Macht Allah zu kritisieren in welcher Weise und wie reich er doch beschenkt wurde (oder auch nicht)...
Das ist der Schicksalsaspekt..

-Weshalb ist das Böse in der Mehrzahl,warum gibt es soviel Böses auf der Welt?
(13. Blitz,1. Hinweis) Irreleitung und Bosheit ist destruktiv und negativ, vernichtend und zerstörerisch bis zum Nichtsein, während die Rechtleitung und das Gute positiv und konstruktiv im Dasein sind. Jetzt kommt der eigentliche Aspekt:Zerstören und quantitativ sein ist viel leichter als aufbauen und qualitativ sein. Ein Mann kann binnen einer Minute ein sehr aufwendig verarbeitetes und kunstvolles Gebäude zerstören.
Das ist der Grund warum das Böse auf der Welt augenscheinlich in der Mehrzahl ist. Diese Tatsache kann niemals auf auf das Nicht-Eingreifen Allahs geschoben werden.
Der Mensch hat selber für seine Taten geradezustehen. Er ist ausgesattet mit drei Haupteigenschaften:
Begierde in Form von Gelüsten, Zorn und Verstand und wenn diese drei Instanzen in der übertriebenen oder untertriebenen Form missbraucht werden kommen solche Schandtaten und Übel zustande.

Demnach ist es genauso unlogisch und töricht jenes in die Welt zu posaunen:(z.B.) "Wo war Gott in Ausschwitz?" oder "Wo war Gott in Afghanistan,Bosnien...?" Wo war der Mensch mit seinen menschlichen Eigenschaften ?....

-Was die Existenz des Teufels betrifft, der die Menschen in die Irre leitet (wobei der Mensch ihm freiwillig gehorcht und somit die alleinige Schuld trägt):
Alle kleinen Übel sind mit allgemein guten Zweckbestimmungen verbunden, man kann mit Feuer Menschen verbrennen,was das kleinere Übel darstellt, die eigentliche Erschaffung des Feuers ist es jedoch als ein lebenswichtiges Element zum Fortbestand der Menschheit  genutzt zu werden. Also wird das kleinere Übel dem größeren Übel vorgezogen:ohne Feuer wären wir nicht lebensfähig alles würde eine Erschwernis sein.

Der Teufel ist das Räderwerk eines komplizierten Prozesses der in Gang gesetzt werden muss.Ohne Anstrengung gibt es aber keine Bewegung, die das Räderwerk in Gang setzten könnte, und diese Anstrengung ist die Anwesenheit des Teufels und anderer Schaden anrichtender Dinge.
Bezogen auf den Menschen: der Mensch würde immer im konstanten Zustand verweilen und vegetieren, gäbe es nicht Instanzen wie den Teufel und Böses, der Sinn der Prüfungswelt wäre nicht erfüllt.
Eine Prüfung ohne Klausuren und Examen mit variierendem Schwierigkeitsgrad gibt es nicht, weder materiell weltlich noch jenseitsbezogen..
Dies ist ein Reifungsprozess wo der Mensch sich durch Qualität nicht durch Quantität auszeichnet,welches leider immer in der Mehrzehl vorhanden ist  Traurig

-Allah ist nicht nur gütig und allverzeihend,  99 Seiner Namen und Attrribute sind uns bekannt, und hierbei ist der Islam anderer Ansicht als christliche Theologen, die das Böse nicht mit der einzigen Eigenschaft Gottes, nämlich Güte,Mitleid,etc. unter einen Hut bringen können. Dabei vergessen die meisten Menschen mit  Beschuldigungen bei sich anzufangen und sich zu kritisieren,anstatt es auf Allah zu schieben und sich freizusprechen.
Gespeichert
der Suchende
Full Member
***

Karma: 5
Offline Offline

Geschlecht: Männlich
Beiträge: 134



« Antworten #8 am: Februar 15, 2008, 17:03:11 »

Aleyküm Selam Ve rahmetullah Abbas!

Ich freue mich über deine fachgemäße Herangehensweise sowie über deine rechte Erkenntnis.
Wie du richtig erkannt hast, habe ich den Widerspruch nicht vebalisiert.
Diese Vorgehensweise besitzt auch einen triftigen Grund. Ich will meine aufrichtigen Brüder mit meiner Inkompetenz nicht irreführen. Nur soviel soll gesagt werden: Die angesprochenen Leidensintensitäten entsprechen bei weitem nicht der von mir intendierten Realität.

ALLAHU ALEM

Gespeichert

Wenn ich das Wunder eines prachtvollen Sonnenuntergangs oder die anmutige Schönheit des Mondes bewundere, so weitet sich meine Seele in Ehrfurcht vor dem allmächtigen Schöpfer ALLAH
Sema
Gast
« Antworten #9 am: Februar 16, 2008, 10:55:00 »

Es gibt nichts was von Grund aus schlecht ist. Allah hat nichts dergleichen erschaffen. Der Mensch allein kann eine Sache zum Schlechten führen. Denn alles ist von Anfang an positiv und gut oder das Resultat ist gut. Da wir Mensch eine Sache nicht im Gesamtüberblick betrachten können,was natürlich einzig und allein Allah zusteht, vorurteilen wir und verurteilen öfters einige Geschehnisse als schlecht ohne uns auf Allahs Weisheit und Allwissenheit zu beruhen und Gottvertrauen zu zeigen..

(13. Blitz 4. Hinweis) Kurz: Alles ist von Kern aus positiv, selbst dort noch, wo es-äußerlich gesehen- negativ und abwesend erscheint. Also ist der Kern, die Hefe jeden Irrwegs, alles Bösen und allen Unglücks, das Nicht-Sein und die Verleugnug. Der Mensch produziert durch seine Taten und Handlungen entweder für das Nicht-Sein oder für das Da-Sein. Gutes führt natürlich ins Da-sein und Schlechtes ist die Abwesenheit vom Guten.

Beispiel: Ein Samenkern einer Pflanze. Sie ist von ihrer Erschaffung aus  positiv und hat die Aufgabe zu einem Baum zu gedeihen und Früchte zu tragen, den biologischen Kreislauf zu unterstützen, die grüne Lunge der Welt zu sein. Dann kommt ein Mensch und erfüllt alle Verpflichtungen was die Versorgung und die Pflege dieses Samenkerns betrifft, nur gibt er ihm kein Wasser. Das Resultat ist das Nicht-Sein des Baumes, der eigentlich für das Da-Sein erschaffen wurde welches sich allein aus der Schaffung positiver Werte und guter Taten ergibt.

Die Teufel in der Gestalt von Menschen und Dschinnen können trotz der fürchterlichen Zerstörung, die sie in der Welt anrichetn, trotz aller Art von Unglaube,Irreleitung und Vernichtung keinen jeglichen Anspruch auf das Reich Gottes haben, so
wenig wie sie bei seiner Erschaffung mitwirken und auch nur ein Stäubchen ins Da-sein rufen können. So sind keine Werke von ihnen vorhanden die auf Grund einer Macht oder Fähigkeit etwas bewirken können, sondern
es ist nur ihre Nachlässigkeit und ihre Unfähigkeit.
Denn alles Böse und Üble braucht als Anlass keine tatsächlich existierende Macht.

Das heisst,dass das Böse und Üble auf der Welt vom Menschen produziert werden (die Erschaffung des Teufels ist  voller Weisheiten, der Teufel ist wie der Sandsack eines Boxers der seine Konditionen und seine Ausdauer steigern muss) durch seine Taten deren Instanzen gut sind aber nicht richtig eingesetzt werden und somit ins Schlechte führen. Allein der Mensch mit seiner Entscheidungsfreiheit, die ihm als ein Prüfungsmittel von Allah gegeben wurde. Deswegen kann der Mensch auch in die höhsten Höhen der Himmel aufsteigen oder in die tiefsten Tiefen und Abgründe fallen...
Gespeichert
zeynooo
Jr. Member
**

Karma: 1
Offline Offline

Beiträge: 93


« Antworten #10 am: Februar 19, 2008, 09:44:49 »

ich liebe es deine beiträge zu lesen..
Gespeichert

فَبِأَيِّ آلَاء رَبِّكُمَا تُكَذِّبَانِ
Ugur
Newbie
*

Karma: 0
Offline Offline

Beiträge: 1


« Antworten #11 am: März 25, 2008, 16:38:59 »

Selamün aleyküm,
ich würde diese Thema mit ganz anderen Perspektive handhaben!
Nefs!
Als er erschaffen wurde, fragte Allah ihm "Wer bin ich?" darauf antwortete er "ich bin ich, Du bist Du"... ich werde die ganze Geschichte hier nicht erzählen, warscheinlich kennt ihr sie schon. Ein ungezogener Nefs ist niemals rein und befiehlt nur böses! Der Scheytan hat auch Nefs gehabt und bis unser Urvater Adam (aleyyhisselam) auf existenz Bühne erschien, war er der Gelehrter von Engeln und hat unzählige Jahre Allah gedient und angebetet.
Als der Adam (a.s.) erschaffen wurde und Allah befahl, den Engeln und Dschinns ihm (Adam a.s.) zur Sedschde zu gehen, kam sein Nefs ins Spiel, da sein Nefs Hochmut- und Stolzkrankheit befallen war, und ging nicht zur Sedschde. Darauf hin verlor er sein Amt und wurde ein Kafir. Er hat sein Fehler nicht eingesehen, weil Stolz und Hochmut einen verblenden kann. Er beschuldigte Allah (Hascha), das er ihn irreführte und bat um Verzögerung seiner Strafe. Da er verblendet war mit sein Stolz und Hochmut, konnte das Nur des Allahs in Adam nicht sehen. Wem sein Herz (damit meinen wir die Seele oder Nefs) Krank ist, kann die Wahrheit nicht mehr erkennen. Z.B. nur weil jemand Blind ist und behauptet, dass die Sonne nicht da sei, natürlich auch nicht richtig sein kann.
Allah hat uns Dschüzi Irade (Freie Wille, die uns gegeben wurde) gegeben, damit wir in unserer Taten auch Verantwortlich gemacht werden und gerichtet werden können.
Rasulullah sagte einst:"Ich wurde gesandt, um das gute Benehmen zu perfektionieren". Wer seinem Edep und Adap nicht erzogen hat, von ihm kann nur übel zur stande kommen! Somit erklärt sich, woher das Böse und Übel kommt, nämlich von Nefs. Wer sein nefs erziehen will, braucht ein Scheych (Meister), der dessen fähig ist und dir dabei hilft, dein Nefs zu erziehen und auf dem Weg zu Allah dich begleitet! Nur dann kann von dir nur Gutes entstehen/kommen!
Eywallah HU
Gespeichert
crunchyrocks
Newbie
*

Karma: 1
Offline Offline

Beiträge: 3


« Antworten #12 am: Februar 25, 2009, 09:59:37 »

Was auf gott nicht zutrifft. wenn er es kann und nicht will, dann ist er missgünstig, was gott ebenfalls fremd ist. oder er kann es und will es nicht, oder er kann es nicht und will es nicht, oder er kann es und will es. wenn er nun will und nicht kann, so ist er schwach.
Gespeichert

Seiten: [1]   Nach oben
  Drucken  
 
Gehe zu:  

Powered by MySQL Powered by PHP Powered by SMF 1.1.16 | SMF © 2011, Simple Machines Prüfe XHTML 1.0 Prüfe CSS