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Autor Thema: Der Geburtstag des Propheten Muhmmed  (Gelesen 3699 mal)
0 Mitglieder und 2 Gäste betrachten dieses Thema.
Faruq
Gast
« am: März 28, 2008, 10:49:49 »

Darf man den Geburtstag des Gesandten Feiern.
Ich denke diese Frage stellen sich viele Bruder.


Inshallah, schreibt was Ihr darueber wisst!

euer Bruder im Islam.
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hamza abdulhakim
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« Antworten #1 am: März 28, 2008, 15:04:16 »

Im Namen Allahs, des Erbarmers, des Barmherzigen

Salaam aleykum ve rahmetullahi ve barakatuh,

Der Bruder stellte die Frage, ob es erlaubt den Geburtstag des Propheten, Friede und Segen seien mit ihm, zu feiern.

Bruder, ich möchte an dieser ungerne in die Thematik von erlaubt und verboten bezüglich des Geburtstages eingehen, denn es gibt bereits mehr als genug Meinungen von Großgelehrten zu diesem Thema und eine unnötige Diskussion über das Thema würde eher schaden als nützen.

Die Frage die für mich wichtiger ist lautet folgendenmaßen:

1. Hat Muhammad, Friede und Segen seien mit ihm, diese Sache praktiziert?

2. Hat Abu Bakr, Allah habe Wohlgefallen an ihn, diese Sache praktiziert?

3. Hat Umar, Allah habe Wohlgefallen an ihn, diese Sache praktiziert?

4. Hat Osman, Allah habe Wohlgefallen an ihn, diese Sache praktiziert?

5. Hat Ali, Allah habe Wohlgefallen an ihn, diese Sache praktiziert?

Wie allseits bekannt ist, ist die Antwort auf jede dieser Fragen ein klares Nein. Wenn nun eine Sache weder von Muhammad, Frieden und Segen seien auf ihm, noch von Abu Bakr, Umar, Osman oder Ali, Allah habe Wohlgefallen an ihnen allen, praktiziert wurde wird es mich nicht näher an Allah bringen. Also stelle ich mir ernsthaft die Frage aus welchem Grund ich mich mit dieser Sache überhaupt beschäftigen sollte.

Wenn ich irgendwann inschallah soweit sein sollte, dass ich die komplette Sunnah des Propheten Muhammad, Frieden und Segen seien auf ihm, in mein Leben integriert und praktiziert habe, dann kann ich mich darum kümmern ob bestimmte Dinge außerhalb der Sunnah für mich erlaubt sind oder nicht. Bevor es soweit ist sehe ich keinen Sinn darin überhaupt über solche Fragen nachzudenken.

Weiterhin ist zu beachten das Liebe zu dem Gesandten Allahs, Friede und Segen seien mit ihm, nicht bedeutet einmal im Jahr zusammen zukommen, ein paar Lieder zu singen, Biographien zu lesen und danach wieder nach hause zu gehen um bis zum nächsten Jahr genau so unislamisch weiter zumachen wie zuvor. Den Gesandten Allahs, Frieden und Segen seien mit ihm, zu lieben heißt seinem Weg zu folgen. Wenn du also wirklich deine Liebe zu ihm ausdrücken möchte versuche den Qur'an sowie seine Sunnah zu lernen und bemühe dann seinem Beispiel zu folgen anstatt einen Tag auszusuchen an dem er vielleicht geboren sein könnte und diesen Abend mit dem Singen von Liedern bzw. dem Lesen von ein paar Texten zu verbringen.

Wenn dich das Thema sehr interesiert empfehle ich dir dich ein wenig über den Ursprung von dem Geburtstag an sich und insbesondere des Geburtstages des Propheten, Frieden und Segen seien mit ihm, zu informieren. Wenn man beginnt die Ursprünge dieses Feiertages zu verstehen und dazu noch ein wenig anfängt die Sunnah zu verstehen wird man inschallah bald nachvollziehen können wieso eine derartiger Feiertag vielleicht doch nicht so gut ist wie man vorher dachte.

Hoffe deine Frage beantwortet zu haben

Salaam aleykum ve rahmetullahi ve barakatuh
Hamza Abdulhakim
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Faruq
Gast
« Antworten #2 am: März 28, 2008, 18:04:15 »

Salam Aleikum Bruder,

ich danke dir fuer deine schnelle Antwort.
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Abbas
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Alhamdulillah!


WWW
« Antworten #3 am: März 29, 2008, 04:26:43 »

Salam lieber Bruder,

ich möchte dir folgenden Link empfehlen, wo das für und wider zum Geburtstag des Propheten dargestellt wird.
Also beide Seiten der Medaille. Der Text ist recht gut und relativ objektiv:

http://www.mjd-net.de/node/1960

Ich persönlich gehöre zu denjenigen die gerne den Geburtstag des Propheten gedenken um  mich an diesem Tag einmal mehr mit seiner Sunnah auseinander zu setzen.
Das tue ich auch sonst, aber es ist ein schöner Anlass dies öfter zu tun.
Jeder Tag sollte so ein Anlaß sein! Aber da der Mensch zu oft in der Gewohnheit versinkt, sind solche Anlässe wie Weckrufe die uns noch zu mehr Sunna und gelebten Islam ermahnen!
Und daher ist es für mich und viele andere sehr wichtig auch diesen Tag als einen von vielen Weckrufen wahrzunehmen!
Je mehr desto besser!
Smiley

Ausserdem ist jeder Anlass an dem Muslime zusätzlich zu den anderen Feiertagen zusammenkommen ein Segen und eine Barmherzigkeit.
Selbst wenn man nicht selber dessen gedenken will, sollte man doch vielleicht um der Bruderschaft willen die Ummah aufsuchen.

In diesem Sinne:
Kandil Mubarek nachträglich!

Salam:
Abbas
Smiley


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La ikrahe fid-Din...!
Es gibt keinen Zwang im Glauben...!
Faruq
Gast
« Antworten #4 am: März 29, 2008, 09:11:52 »

Salam Aleikum,

Ich danke auch dir fuer deine Antwort.

und dir auch!

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Faruq
Gast
« Antworten #5 am: März 29, 2008, 10:11:47 »

Salam Aleikum liebe Geschwister,

Meines betrachtens, ist dieser Thema schon sehr wichtig. Gerade weil es darum geht, wie man seine liebe zum Propheten ausleben darf.

Es ist bestimmt für alle Muslime Selbstverstandlich, dass man es nicht übertreiben darf. Aber wenn es eine gesunde Rechtsbasic hat. Kann man dieses nicht verbieten. Dieses aus verschiedenen gründen.

1. Es gibt kein Islamisches Gesetz, welches dadurch im gegensatz stünde

2. Es ist in der Scharia erlaubt eine Sunna Al Hassana einzufuhren.

3. Das gedenken des Propheten ist zu jeder Zeit gut und wird belohnt.

4. Die Bida ist in die Hölle wie uns bekannt ist. Somit kann der gedanke an den Gesandten oder der Koran niemals in die Hölle sein.

euer Bruder im Islam Zwinkernd


Um sich ausfürlich zu Informieren. Kann man das Fatwa Amt der Al Azhar benutzen. Wenn Arabisch, bitte oben auf De klicken
http://www.dar-alifta.org/ViewFatwa.aspx?ID=4024


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Sema
Gast
« Antworten #6 am: März 30, 2008, 02:14:33 »

Die Frage hat sich ja schon von selbst erübrigt Smiley
Zitat
und diesen Abend mit dem Singen von Liedern bzw. dem Lesen von ein paar Texten zu verbringen.
Wer sagt denn dass man an solchen heiligen Nächten ausschließlich nur singt soll, wenn überhaupt? Ibada zu machen ist zeitlos und es ist wohl sehr angebracht gerade an diesen bedeutenden und Insaallah sehr segensreichen Nächten oder Tagen besonders viel ibada zu machen wo die duapforten weit geöffnet sind und Segnungen und Grüße an unseren Propheten (sav) ihm direkt und live übermittelt werden...
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IbnHasan
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« Antworten #7 am: April 01, 2008, 12:42:10 »

Assalamu Alaikum,

wir dürfen nach der Logik von einigen hier sicherlich auch keine Nutella essen. Schließlich haben die Menschen von damals auch keine Nutella gegessen und es gab sie auch nicht  Grinsend

Es ist überhaupt nicht verwerflich an einem solchen Tag dem Gesanten sav. zu gedenken. Außerdem gibt man keine Fatwa aus dem Kopf. Wenn es Gelehrte gibt, die sowas wie den Maulid gutheißen, dann ist das auch durchaus in Ordnung das zu praktizieren.

Following are some sayings of the rightly guided Imams regarding the Mawlid.

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Imam Al Suyuti, from Alhawi lil fatawi, wrote a special chapter entitled "The Good Intention in Commemorating the Mawlid," at the beginning of which he said,
"There is a question being asked about commemorating the Mawlid of the Prophet in the month of Rabi' Al Awal: what is the religious legal ruling in this regard, is it good or bad? Does the one who celebrates get rewarded or not?" The answer according to me is as follows: To commemorate the Mawlid, which is basically gathering people together, reciting parts of the Qu'ran, narrating stories about the Prophet's birth and the signs that accompanied it, then serving food, and afterwards, departing, is one of the good innovations; and the one who practices it gets rewarded, because it involves venerating the status of the Prophet and expressing joy for his honorable birth.

Ibn Taymiyya said in his book Iqtida' Al Sirat Al Mustaqeem (pg. 266)
"Likewise, what some people have innovated, in competition with the Christians in celebrating the birth of Jesus, or out of love and veneration of the Prophet⦣128;榱uot; and he continues "⦣128;洨at the predecessors didn't do, even though there is a reason for it, and there is nothing against it." This is a saying of someone who set fanaticism aside and sought to please Allah and his Prophet. As far as we are concerned, we commemorate the Mawlid for no other reason but what Ibn Taymiya said, "Out of love and veneration of the Prophet." May Allah reward us according to this love and effort, and may Allah bless the one who said, "Let alone what the Christians claim about their Prophet, and you may praise Muhammad in any way you want and attribute to his essence all honors and to his status all greatness, for his merit has no limits that any expression by any speaker might reach."

In the same source previously mentioned, Al Suyuti said,
"Someone asked Ibn Hajar about commemorating the Mawlid. Ibn Hajar answered, "Basically, commemorating the Mawlid is an innovation that has not been transmitted by the righteous Muslims of the first three centuries. However, it involves good things and their opposites, therefore, whoever looks for the good and avoids the opposites then it is a good innovation.' It occurred to me (Al Suyuti) to trace it to its established origin, which has been confirmed in the two authentic books: Al Sahihain. When the Prophet arrived in Medina he found that the Jews fast the day of Aashura; when he inquired about it they said, "This is the day when Allah drowned the Pharaoh and saved Moses, therefore we fast it to show our gratitude to Allah.' From this we can conclude that thanks are being given to Allah on a specific day for sending bounty or preventing indignity or harm." Al Suyuti then commented, "What bounty is greater than the bounty of the coming of this Prophet, the Prophet of Mercy, on that day?"

"This is regarding the basis of Mawlid. As for the activities, there should be only the things that express thankfulness to Allah, such as what has been previously mentioned: reciting Qu'ran, eating food, giving charity, reciting poetry praising the Prophet or on piety which moves hearts and drives them to do good and work for the Hereafter."

http://sunnah.org/ibadaat/mawlid_dubai.htm


Bediüzzaman ra. über ähnliche Themen:

"Die Geburt des Propheten (maulid) und seine Himmelfahrt zu besingen ist eine besonders schöne und segensreiche Gewohnheit und eine besonders angesehene islamische Tradition, ja mehr noch im gesellschaftlichen islamischen Leben eine sehr sinnvolle (latif), glanzvolle und überaus angenehme Art der Unterhaltung (sohbet), ja mehr noch der willkommenste, heitere Unterricht, um die Glaubenswahrheiten wieder in Erinnerung zu bringen, ja mehr noch die wirksamste und anregendste Möglichkeit, das Licht des Glaubens, die Liebe zu Gott (muhabbet) und die hohe Verehrung (aschk) für den Propheten darzustellen und zu ihr zu ermuntern."

http://www.designe-ligne.de/de/risale/gesamtwerke/briefe/brief24_03.html

"Heute empfing ich einen Brief von Re’fet Bey. In Zusammenhang mit seiner Frage nach dem Ehrenwerten Bart sagte ich:
Einigen Hadithen entsprechend steht fest, dass die Zahl der Haare des Ehrenwerten Propheten, mit dem Friede und Segen sei, die aus dem Barte des Glückseligen gefallen sind, nur begrenzt ist. Obwohl es also von ihnen mit dreißig, vierzig oder fünfzig, sechzig nur eine geringe Anzahl gibt, hat die Tatsache, dass es Haare aus dem Ehrenwerten Bart an Tausenden von Orten gibt, mir doch einiges Nachdenken bereitet. Zu dieser Zeit stieg in meinem Inneren der Gedanke auf, dass das, was über den ehrenwerten Bart bekannt ist, nicht nur seine Barthaare betrifft; doch die Sahabis, die nichts vernachlässigten, bewahrten auch die Haare seines gesegneten Hauptes, nachdem sie geschnitten worden waren. Sein lichtvolles, gesegnetes Haar blieb für immer bewahrt und erhalten. Es waren Tausende. Und ihre Zahl mag der entsprechen, die es noch heute gibt.
Und abermals stieg zu jener Zeit in mir der Gedanke auf, ob nun auf Grund zuverlässiger Dokumente feststeht, ob diese Haare, wie man sie in jeder Moschee findet, zu den Haaren des Ehrenwerten Botschafters (Hasret-i Risalet) gehört, sodass es vernünftig wäre, sie zu besuchen. Sie sind der Grund, für den Ehrenwerten Propheten, mit dem Friede und Segen sei, Gebete zu opfern und ein Anlass, ihm seine Verehrung und Liebe darzubringen. Was der Anlass (des Besuches) war, hat mit dem Ding selbst nichts zu tun, sondern mit dem Anlass (dem es dient). Wenn also nun ein Haar nicht wirklich von dem Bart des Glückseligen stammte, wurde es dennoch dem äußeren Anschein nach als ein solches betrachtet und erfüllte so seine Aufgabe, der Verehrung, der Achtung und der Segenswünsche (für den Propheten) zu dienen, und es war nicht nötig, Quellen zu finden und diese Haare urkundlich zu verifizieren. Es genügte bereits, wenn es keine gegenteiligen Beweise dafür gab. Denn die allgemeine Auffassung und Akzeptanz durch die Umma gilt als eine Art Beweis.
Wenn einige Leute der Gottesfurcht sich an dergleichen Angelegenheiten stören, sei es vom Standpunkt ihrer Gottesfurcht, oder aus reiner Vorsicht, oder aus Gründen der Frömmigkeit, so tun sie dies aus persönlichen Gründen. Und wenn sie auch sagen, es handle sich hier um eine Neuerung (bid’a), so handelt es sich hierbei um eine Neuerung im guten Sinne, handelt es sich doch dabei um eine Veranlassung, Segnungen (zu rezitieren). Re’fet Bey schreibt in seinem Brief: »Diese Angelegenheit war zwischen den Brüdern ein Anlass zu Diskussionen.« Ich empfehle meinen Brüdern, in einer solchen Angelegenheit nicht in der Weise zu diskutieren, dass daraus ein Konflikt entsteht oder eine Spaltung erwächst. Vielmehr sollten sie sich daran gewöhnen, sich zu unterhalten und ihre Meinungen miteinander austauschen ohne sich dabei zu streiten."

http://www.designe-ligne.de/de/risale/gesamtwerke/blitze/blitz16.html

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