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Autor Thema: Beschneidung im Islam  (Gelesen 2397 mal)
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Sehzade Timur Can
Gast
« am: Februar 27, 2009, 20:07:09 »

Definition
Das Abtrennen der Vorhaut beim männlichen Glied.

Historischer Hintergrund
In vorislamischer Zeit wurden sowohl Männer wie auch Frauen der Beschneidung unterzogen. Die Beschneidung der Männer wird im arabischen "hitân" , der Frauen hingegen als "hafd" bezeichnet. Obwohl es im Qur'an kein Ayat (Vers) über die Beschneidung exisitiert, wird es als Symbol der Muslime anerkannt.

Nach der Überlieferung beschnitt als erster Mensch der Prophet Ibrahim (Abraham) im Alter von 80 Jahren sich selbst:

Abu Huraira, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete, daß der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Friede auf ihm, sagte: "Abraham, Allahs Friede auf ihm, vollzog für sich die Beschneidung, als er im Alter von achtzig Jahren war, und bediente sich dazu der Axt." [BUCHARI:780]

Da auch die Juden Abraham als ihren Stammesvater anerkannten , folgten sie dem Beispiel des Propheten und führten auch die Beschneidung durch. Dies änderte sich nicht bis zum Propheten Isa (Jesus). Die Christen indessen interpretierten unglücklicherweise unter hitan, die Säuberung des Herzens, und führten keine Beschneidungen mehr durch.

Abu Huraira, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete, daß der Prophet, Allahs Segen und Friede auf ihm, sagte: "Zur Fitra (bei Erschaffung des Menschen) gehören fünf Dinge: Die Beschneidung, das Abrasieren der Schamhaare, das Kurzschneiden des Schnurrbarts, das Schneiden der (Finger- und Fuß-) Nägel und das Auszupfen der Achselhaare." [BUCHARI:1216]

Die Beschneidung ist - ausgehend von Abraham, Allahs Friede auf ihm, ein uraltes Gebot in den Offenbarungsreligionen. Im Judentum ist bekannt, daß "alles, was männlich ist, beschnitten werden soll" (siehe 1. Mose, Kap. 17). Die Bibel (1. Mose, 21) spricht auch von der Beschneidung Isaaks. Dieses Gebot wurde bei Jesus, Allahs Friede auf ihm, durchgesetzt (Lukas 2, 21), und gilt auch damit als ein Gebot des Christentums. Erst im Jahre 49 nach Jesus, Allahs Friede auf ihm, entschied das Konzil: "Wer zum Christentum übertritt, braucht sich nicht beschneiden zu lassen." Damit wurde von einer Menschenwillkür - wie viele andere Veränderungsbeispiele durch die christlichen Kirchen - ein göttliches Gebot aufgehoben. Als aber das christliche Europa gemerkt hat, daß bei ihnen der Penis- und Gebärmutterkrebs häufig vorkommt, während dieser bei Juden und Muslimen (die das Gebot der Beschneidung einhalten) selten ist, ja so gut wie unbekannt, wurden sie wach, nicht im religiösen Sinne, sondern im wissenschaftlichen Sinne: Sie lassen die Vorhaut aus medizinischen und hygienischen Gründen (manchmal auf Kosten der Krankenkasse) entfernen.

Der Prophet Muhammed Mustafa (Allah's Friede sei mit ihm und all den anderen Propheten) sagte: "Vier Taten gibt es, die jedem Propheten Eigen sind: Sich beschneiden lassen, sich angenehm düften, das Benützen von Miswaq (eine orientalische Zahnbürste, die aus dem Holz des Oldenlandia Baumes gemacht wird) und heiraten" (überliefert von Tirmizi, Ahmed bin Hanbel, Müsned)

Es wird überliefert, daß einige Propheten beschnitten auf die Welt kamen.

Zu diesen zählen: Adam, Sit, Noah, Sam, Idris, Moses, Salih, Lot, Josef (Sohn von Jakob), Salomon, Yahya, Jesus und Muhammed Mustafa (Allah's Friede sei mit ihm und all den anderen Propheten).

Die Beschneidung im islamischen Rechtssystem (Fiqh)                               Im islamischen Recht gilt allgemein: "Wenn der Nutzen eines schmerzzufügenden Eingriffs beim Lebewesen größer ist als der durch diesen Eingriff hervorgerufenen Schaden, dann ist diese Eingriff zu befürworten. Die Beschneidung folgt diesem Prinzip. Es gibt kein bestimmtes Alter für die Beschneidung. Allerdings ist es gehäufig, daß Kinder zwischen 7-10 Jahren beschnitten werden sollten.
       Die Beschneidung ist eine Pflicht jedes Vaters. Er muß die Beschneidung durchführen (lassen).

       Bei der Beschneidung gilt, daß mind. die Hälfte der Vorhaut entfernt werden muß. 

Nach den vier Rechtsschulen des Islam (Ebu Hanifa, Safi-i, Malik-i, Hanbeli) gilt über hitan folgendes:

Bei Ebu Hanifa und Malik-i gilt die Beschneidung als Sünnet-i müekkede (ein auf der Sunna beruhender, über das Pflichtmaß hinausgehender Akt der Gottesverehrung, dessen Unterlassung ungehörig ist). Das bedeutet eine unbedingte Sunna.
Für Hanbeli hingegen ist es für die Männer ein Vacib
Für Safi-i ist  die Beschneidung ein Vacib.
 

Zum Begriff Sunna:

Die Sunna ist das Nacheifern des Propheten Muhammed Mustafa (Allah's Friede sei mit ihm und all den anderen Propheten) bezüglich seiner Taten, seiner Aussprachen oder seiner unausgesprochenen Gutheißungen.

 

4. Schluß

Wie man sehen kann, beruht die Beschneidung im Islam nicht auf einer einfachen Tradition, denn viele Propheten kamen schon beschnitten auf die Welt. Das sogar Propheten schon beschnitten waren oder sich beschnitten ließen, zeigt auf eindrucksvolle Weise die Bedeutung von hitan im Islam. Der Gelehrte Hattabi sagt diesbezüglich: "Obwohl hitan unter der Sunna aufgeführt wird, wird sie jedoch von vielen Gelehrten als Vacib anerkannt".

Ergänzung*:

" Die   Beschneidung wurde mit dem ersten Propheten Adam an bis zu dem letzten Propheten Muhammed durchgeführt und danach von jedem Muslim auch als Verpflichtung weitergeführt.

Gott zeigt durch seine Propheten keine  Sachen, die  für die Menscheit unwichtig oder unnütz wäre.
Dann stellt sich die Frage, worin liegt also dann das Nützen bei der Beschneidung?

Die Medizin stellte fest, daß die  Beschneidung sehr wichtig ist, weil es andere Geschlechtsspezifische Krankheiten vorbeugt.
Diese Daten kann  man aus der heutigen Medizin entnehmen. Wir wissen jedoch noch nicht genau welche andere Vorteile in der Zukunft mit der Entwicklung der Medizin mit sich bringt.

Als Muslime wissen wir, wenn Allah (Gott) uns etwas empfiehlt, dann liegt garantiert ein Nutzen für uns also für die Menschheit  dahinter. Wir jedoch, führen die Empfehlungen von IHM nicht aus weil sie nützlich sind, sondern weil Allah uns das  empfohlen hat. Die Muslime, die vor vielen Jahrhunderten vor uns lebten, wussten das medizinische Nutzen von der Beschneidung noch nicht,   aber sie haben die Beschneidung nur durchgeführt weil Allah das als Empfehlung gegeben hat. Sie haben nur gesagt: "Wir haben Dich erhört und führen deinet Willen die  Empfehlung aus".

In der Medizin wurde auch desweiteren festgestellt, daß bei der Geschlechtsverkehr - wenn der Mann beschnitten war-  zu schnellem Orgazmus bei den Frauen führt. (Dies Problem ist im Westen einer der größten Ehe- oder Partnerschaftsproblem)

Der Prophet Muhammed lebte im 7.Jahrhundert n.Chr. Er war ein Mensch der nicht Medizin studierte, was heißt studieren er war sogar analphabet, dh. er konnte nicht einmal lesen. Doch sagte er einmal: "Schwarzkümmel ist eine Heilung bzw. Gesenung für alles (Krankheiten usw.) ausser dem Tod."
Heute führen die Chemiker Diplomarbeiten und Untersuchungen über Schwarzkümmel durch und haben erst im 20 Jahrhundert erforscht welche Nutzen Schwarzkümmel hat."

 

Im Qur'an heißt es "Und was Er auf der Erde für euch erschaffen hat, ist mannigfach an Farben. Wahrlich, darin liegt ein Zeichen für Leute, die sich mahnen lassen" [16:13].

Weiter sagt Allah im Qur'an: "(Dies ist unsere) Identität von Allah, und wer hat eine schönere Identitätsgebung als Allah! Und Ihm dienen wir" [2:138].

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dreqi76
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« Antworten #1 am: Mai 16, 2009, 17:03:08 »

Hallo das war ja ma eine nette und verständliche Erklärung danke bin neu hier aber neugierig Danke
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sonnenschein
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« Antworten #2 am: Juni 04, 2010, 14:47:34 »

Hallo. Ich bin auch neu hier und habe leider kein Vorstellungsthread gefunden...

Finde das auch eine sehr interessante Erklärung! Mein Lebenspartner ist auch beschnitten. Es erstaunt mich aber, dass Frauen sich damals auch einer Beschneidung unterziehen mussten  Schockiert Das wusste ich noch gar nicht. Liebe Grüße
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IbnHasan
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« Antworten #3 am: Juni 04, 2010, 15:22:36 »

Hallo. Ich bin auch neu hier und habe leider kein Vorstellungsthread gefunden...

Finde das auch eine sehr interessante Erklärung! Mein Lebenspartner ist auch beschnitten. Es erstaunt mich aber, dass Frauen sich damals auch einer Beschneidung unterziehen mussten  Schockiert Das wusste ich noch gar nicht. Liebe Grüße

Hallo,

Frauenbeschneidung, welche auch als pharaonische Beschneidung bezeichnet wird, hat im Islam überhaupt keine Grundlage und ist leider ein Brauch, der aus einer Zeit weit vor dem Islam stammt. Das sind Elemente aus vorislamischer Zeit, die leider bis in unsere heutige Zeit tradiert wurden und in den weniger gebildeten Gesellschaften Nordafrikas heute noch Anwendung finden. Das es sich hier um KEINEN islamischen Brauch handelt, wird noch einmal dadurch unterstrichen, dass dieser Brauch leider auch von Kopten (Christen) in Nordafrika angewandt wird. Leider!
Islamische Gelehrte haben sich auch mehrfach dagegen ausgesprochen...
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sonnenschein
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« Antworten #4 am: Juni 07, 2010, 15:29:36 »

Achso alles klar, danke. Dann habe ich das erst falsch verstanden...
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al-Manhaj
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« Antworten #5 am: Juni 08, 2010, 23:35:17 »

Es gibt wohl eine Beschneidung für die Frau die Sunnah ist, die aber nicht vergleichbar ist wie die in Afrika. Diese Beschneidung bei der Frau ist gesundheitlich gu tfür sie, so sagen die Ärtze. Und es stillt ihre Begierden
hier 2 Fataawa darüber:


Ibn Qudamah (Möge Allah barmherzig zu ihm sein) sagte in seinem Buch al-Mughni: "Beschneidung ist eine Pflicht für den Mann und eine Ehre für die Frau, aber es ist für sie keine Pflicht. Das ist die Meinung vieler Gelehrter...


Die Beschneidung der Frau ist grundsätzlich nicht haram, eher empfohlen.

Der Prophet sas sagte in dieser Überlieferung, dass sie (die Frau, welchen den Propheten sas fragte) so viel schneiden solle wie sie kann (natürlich nicht pharaonische Beschneidung), nicht zu viel....."
Aischa r.a. sagt in einer Überlieferung: "Wenn sich die beschnittenen Teile (von Mann und Frau) berühren."

Hierzu noch ein Hadith:

Der Prophet sas kam bei eienr Frau vorbei, welche bei einem jungen Mädchen die Beschneidung durchführen wollte, er sagte:

Scheide nur die “Vorhaut” aber schneide nicht zu tief ……”

Al-Tabarani, zitiert in Al-albani, Muhammad N., Silsilat al-Ahadith Al-Sahihah, Al Maktab Al-Islami, Beirut, Libanon, 1983/ 2, Hadith Nr.: 722,. Vgl. Auch Ahmad al-Masri


auch sollte man nicht vergessen, der Hass und Baraa2 der Kuffar, besonders der katholischen Kirche war und wird immer vorhanden sein auf dem Islam. Nur aendert sich das konkrete Feindbild von Zeit zu Zeit.

Beispiel: Im Mittelalter, war der Hauptangriffspunkt der Kinderschaender von Rom etwa nicht, dass der Islam "Frauen unterdrueckt" etc. sondern die "schmuddeligen" Aspekte im Islam, wie die Befuerwortung der Ehe, besonders des erlaubten Geschlechtsverkehrs etc. (Das war fuer die Kinderschaender Paepste und Nonnen und co. die in Orgien verwickelt waren und sind einfach nicht zu etragen...)

Nun HEUTE ist das kein Thema mehr fuer die Kuffar und der Kirche (da die Priester Wlly H. und Rolf S. und wie sie sonst noch alle heissen mit kleinen Buebschen beschaeftigt sind...) und auch weil Keuschheut etc. in ihrer Mal3oun Gesellschaft absolut NULL Wert hat und die meisten Kuffar doch denken das Unzucht ein Lateinisches Wort oder so ist, da sowas hier garnicht gebraucht wird (genauso wie manche von ihnen soweit sind zu denken das "Ehre" ein tuerkisches Wort ist, da sie selber es garnicht mehr kennen).

3ala ayyi 7aal, besonders im 20 Jahrundert, haben die Kuffar ganz andere Probleme mit dem Islam gehabt, den sie davor fast garnicht hatten, diese sind:

"Unterdrueckung der Frau"
"Hass gegen Homos"
"Beschneidung"
etc.

Wie ihr alle wisst waren die Kuffar, sogar ihre Wissentschaftler (auch einige bis heute) sogar skeptisch, gegenueber der Beschneidung der Maenner. Nun heute wie wir alle wissen ist es fast ein TREND unter Kafir Maennern. Viele Aerzte empfehlen es sogar dringlichst und aus der "Mittelalter" Praktik des Islams, ist nun ein Trend fuer die Metrosexuellen Freaks geworden.

Nun das selbe verhaelt sich zu der ISLAMISCHEN Frauenbeschneidung. Der Islam hat vor mehr als 1400 Jahren die UNMENSCHLICHE, heidnische Pharaonische Beschneidung von Frauen verboten und abgelehnt (jedoch die ignoranten Muslime, besonders in Somalia & AEGYPTEN, wo es auch die CHRISTEN bis Heute praktizieren einfach nicht lassen koennen). Kuffar assozieren hin und wieder diese mit dem Islam und lehnen die Frauenbeschneidung dementsprechend KOMPLETT ab und verhalten sich so, wie sie sich frueher zu der maennlichen Beschn. verhalten haben.

Hier moechte ich nichtmehr ins Detail gehen, jedoch einen Hinweis geben, den Meine Tante die Aerztin ist und KAFIRAH mal in einem Vortrag erwaehnt hat:

Sie sagte: Es gibt eine nicht zu unterschaetzbare Zahl an Frauen in Europa, die sich beschneiden lassen (nicht-Pharaonisch), also sprich so wie es der Islam es empfiehlt. Ihre Beweggruende sind verschiedener Natur und meist handelt es sich um aesthetische Beweggruende, jedoch ist es Fakt ist, dass ihre Zahl steigt, dieses jedoch ein so grosses Tabu Thema, dass es keinen Anklang in der oeffentlichkeit findet.

Islam ist Haqq und die Gesetze der Shari3ah dienen der Menschheit und die Kuffar straeuben sich erst und dann sehen sie die Vorteile...



Einige der Hadithe der Frauen beschneidung sind Sahih andere Hassan und andere Daif.

Es besteht eine Uebereinstimmung der Rechtsgelehrten das die Beschneidung der Frau mindestens Mustahab ist.

Die meinung der meisten Hanafia,Malikiya und Hanabila sind der Meinung das es Sunna sprich Mustahab ist.

Die Meinung der Shafiya ist das es Wajeb ist.

Wir duerfen uns nicht von den westlichen medien oder einiger irregeleiteten Gelehrten blenden lassen das sowas nicht vom Islam ist.


Über die Beschneidung bei Männern und Frauen

Frage:

Könnt ihr mir sagen, was genau die Beschneidung ist, wo und wie sie gemacht wird?

Antwort:

Preis sei Allâh.

Ibn Al-Qayyim ® hat ein sehr nützliches Buch über islamische Regeln bezüglich Neugeborener geschrieben. Es heißt Tuhfat Al-Maudûd fi Ahkâm Al-Maulûd. Dort ist ein ausführliches Kapitel über die Beschneidung und die entsprechenden Regeln aufgeführt. Das Folgende ist eine Zusammenfassung davon mit zusätzlichen Kommentaren einiger Gelehrter.

1. Die Bedeutung der Beschneidung (Khitân)

Khitân als Nomen beschreibt die Arbeit desjenigen, der eine Beschneidung durchführt (Khâtin). Es wird auch benutzt, um den Ort der Beschneidung zu spezifizieren, wie in dem Hadîth: „Wenn die beiden beschnittenen Teile (Al-Khitânân) sich berühren, wird Ghusl nötig.“
Bei Frauen verwendet man das Wort Khafad. Bei Männern nennt man es manchmal I’dhâr. Den Unbeschnittenen bezeichnet man als Aghlaf oder Aqlaf. (Tuhfat Al-Maulûd, 1/152).

2. Die Beschneidung ist die Sunnah von Ibrâhîm und der Propheten nach ihm

Al-Bukhâri (Nr. 629Cool und Muslim (2370) überliefern von Abu Hurairah (r.a.), dass der Gesandte Allâhs (a.s.s.) sagte: „Ibrâhîm (a.s.) vollzog für sich die Beschneidung, als er im Alter von achtzig Jahren war, und bediente sich dazu der Axt."

Die Axt (Al-Qadûm) ist das Werkzeug eines Zimmermanns. Es wird auch gesagt, daß Al-Qadûm ein Ort in Syrien ist.

Al-Hâfiz Ibn Hajar sagte: „Es liegt am nächsten, dass der Hadîth sich auf das Werkzeug bezieht. Abu Ya’la überliefert von ´Ali ibn Rabâh: ‚Ibrâhîm wurde befohlen, die Beschneidung bei sich selbst vorzunehmen. Er führte sie mit einer Axt durch, was ihm große Schmerzen verursachte. Dann offenbarte Allâh ihm die Worte: ‚Du beeiltest dich, es auszuführen, bevor Wir dir sagten, welches Werkzeug du benutzen sollst.’ Er antwortete: ‚Oh Herr, ich wollte die Ausführung deines Befehls nicht hinauszögern.’“

Ibn Al-Qayyim sagte: „Die Beschneidung war einer der Prüfungen Allâhs für Ibrâhîm, seinen erwählten Freund. Er bestand sie mit Bravour, und so machte Allâh ihn zu einem Führer für die Menschheit. Es wird überliefert, dass er der erste war, der beschnitten wurde, wie oben dargelegt. In beiden Sahîh-Werken wird gesagt, dass er die Beschneidung bei sich im Alter von 80 Jahren vornahm. Nach ihm wurde die Beschneidung zu einer Praxis unter den Gesandten und ihren Anhängern, selbst dem Messias. Er wurde beschnitten und die Christen bestätigen dies ohne es zu bestreiten. Genauso gestehen sie ein, dass ihm Schweinefleisch verboten war.“ (Tuhfat Al-Maulûd, Seite 158-159).

Die Gelehrten sind jedoch unterschiedlicher Ansicht, ob die Beschneidung Pflicht oder empfohlen ist.

Schaikh Ibn ´Uhtaimîn ® sagte: „Die korrekteste Meinung besagt, dass es für Männer Pflicht ist und für Frauen eine Sunnah. Der Unterschied zwischen beiden ist, dass es im Falle der Männer einem Zweck dient, der mit einer Bedingung für das Gebet zusammenhängt, nämlich dem Zustand der Reinheit. Denn wenn Urin aus der Harnröhre austritt, sammelt sich ein Teil davon unter der Vorhaut, was Infektionen verursachen kann durch körperliche Bewegung des Mannes. Und wenn die Vorhaut zusammengedrückt wird, kommen einige Tropfen Urin heraus, die Najâsah (Unreinheit) verursachen. Bei Frauen dient es einem nützlichen Zweck, nämlich die Begierde zu zügeln. Hier geht es darum, sich selbst zu vervollkommnen und nicht darum, etwas Schädliches zu vermeiden.“ (Asch-Scharh Al-Mumti’, 1/133-134).

Das war auch die Ansicht von Imâm Ahmad ®. Ibn Qudâmah sagte in Al-Mughni (1/115): „Die Beschneidung ist für Männer Pflicht und für Frauen empfohlen. Für sie ist sie nicht verpflichtend.“

3. Wie die Beschneidung durchgeführt wird

Ibn Al-Qayyim sagte: „Abu Al-Barakât schrieb in seinem Buch Al-Ghâyah: ‚Bei der Beschneidung wird beim Mann die Haut an der Spitze des Penis (Vorhaut) entfernt. Wenn er sie nur größtenteils entfernt, ist das in Ordnung. Es ist empfohlen, Frauen zu beschneiden, vorausgesetzt, dass dies nicht in extremer Weise geschieht. Von ´Umar wird überliefert, dass er zu einer Frau, die anderen Frauen beschnitt, sagte: ‚Lass einen Teil, wenn du beschneidest.’ Al-Khallâh sagte in Jâmi’: ‚Was bei der Beschneidung entfernt wird: Muhammad ibn Al-Husain sagte mir, dass Fadl ibn Ziyâd ihnen sagte: ‚Als Ahmad gefragt wurde, wieviel bei der Beschneidung entfernt werden soll, antwortete er: ‚Bis die Eichel sichtbar wird.’’’“

Ibn As-Sabbâgh schrieb in Asch-Schâmil: „Der Mann muss die Haut an der Spitze des Penis ganz entfernen, bis die Eichel vollständig sichtbar wird. Bei der Frau sollte die Haut, die etwas wie ein Hahnenkamm aussieht, zwischen den beiden Schamlippen vorne an der Vagina beschnitten werden. Bei der Beschneidung sollte der Rumpf wie eine Dattelkern gelassen werden.“

An-Nawawi sagte: „Die bekannteste Ansicht, die auch die korrekte ist, besagt, dass alles, was die Eichel bedeckt, entfernt werden muß.” (Al-Majmû’, 1/351).

Al-Juwaini sagte: „Der Hadîth zeigt, dass [bei einer Frau] nicht zuviel entfernt werden sollte, denn er sagte: ‚Laß noch etwas vorstehen und übertreibe nicht bei der Beschneidung.’“ (Tuhfat Al-Maudûd, 190-192).

Zusammengefasst sollte bei Männern die gesamte Haut an der Spitze des Penis entfernt werden, bei Frauen nur der Teil der Haut, die wie ein Hahnenkamm aussieht, an der Spitze der Vagina.

4. Die Weisheit hinter der Beschneidung

Männer können sich unmöglich von Urin komplett rein halten, solange sie nicht beschnitten sind, denn einige Tropfen sammeln sich unter der Vorhaut und man kann nie sicher sein, dass nicht etwas heraustropft und Kleidung und Körper verunreinigt. Daher war ´Abdullâh ibn ´Abbâs sehr streng bei der Frage der Beschneidung. Imâm Ahmad sagte: „´Ibn Abbâs war sehr hart in dieser Angelegenheit. Von ihm wird überliefert, dass es kein Hajj und Gebet für ihn gibt, d.h. wenn jemand nicht beschnitten ist, sind seine Hajj und sein Gebet ungültig.“ (Al-Mughni, 1/115).

Bei Frauen liegt die Weisheit darin, ihre Begierde zu mäßigen. Schaikh Al-Islam Ibn Taimiyyah ® wurde danach gefragt, ob Frauen beschnitten werden sollten oder nicht. Er antwortete: „Ja, sie sollten beschnitten werden, d.h. dass die Spitze der Haut, die wie ein Hahnenkamm aussieht, entfernt wird. Der Gesandte Allâhs (a.s.s.) sagte zu der Frau, die Beschneidungen [bei anderen Frauen] durchgeführt hat: ‚Lass noch etwas herausgucken und übertreibe nicht bei der Beschneidung. Das lässt ihr Gesicht strahlender aussehen und gefällt eher ihrem Mann.’ Denn der Zweck der Beschneidung bei Männern liegt darin, sich von Unreinheiten fernzuhalten, die sich unter der Vorhaut ansammeln können. Bei Frauen dient die Bescheidung dazu, ihre Begierde zu mäßigen, denn wenn eine Frau nicht beschnitten ist, ist ihr Verlangen stark. Daher werden die Worte ‚Oh Sohn einer unbeschnittenen Frau’ als Beleidigung benutzt, weil eine unbeschnittene Frau ein stärkeres Verlangen hat. Daher ist unmoralisches Verhalten unter den Frauen der Tataren und anderen weit verbreitet, was bei den muslimischen Frauen nicht zu finden ist. Wird bei der Beschneidung übertrieben, wird das Verlangen an sich stark geschwächt, was die Männer unzufrieden machen wird. Führt man sie aber maßvoll durch, wird das angestrebte Ziel erreicht, nämlich die Zügelung der Begierde. Und Allâh weiß es am besten.” (Majmû’ Al-Fatâwa, 21/114).

5. Es ist erlaubt, für die Beschneidung Geld zu bezahlen

Ibn Qudâmah sagte: „Es ist erlaubt, für die Beschneidung und medizinische Behandlungen zu bezahlen. Wir wüßten von keiner anderen Meinung in dieser Frage, da es eine notwendige und in der Scharî’ah erlaubt Sache darstellt. Deswegen kann man Geld dafür bezahlen, wie für jede andere erlaubte Tat auch.“ (Al-Mughni, 5/314).

Quelle: http://www.islam-qa.com/en/ref/9412/circumcision
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