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Autor Thema: Nazar  (Gelesen 1378 mal)
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Der - Pate
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« am: März 22, 2009, 19:42:09 »

Hat Nazar etwas mit unserer Religion zu tun?
Sollte ein Moslem daran glauben oder hat das
damit nichts zu tun?
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al-Manhaj
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Beiträge: 7


« Antworten #1 am: Juni 05, 2010, 21:53:30 »

as salamu alaikum,
Nazar bedeutet auch "Böser Blick" oder "Zertsörerischer Neid". Hier was auf deine Frage:

Gibt es Hasad (zerstörerischer Neid) wirklich? Was bedeutet es?



Frage:

Existiert Hasad (zerstörerischer Neid) im Islam oder nicht?

Antwort:

Alles Lob gebührt Allâh.

Hasad (zerstörerischer Neid) bedeutet, sich zu wünschen, dass eine Gabe, die Allâh der
beneideten Person gewährt hat, fortgenommen wird. Allâh befahl Seinem Propheten
(Frieden und Segen Allâhs seien auf ihm), Zuflucht bei Ihm vor dem Übel des Neiders zu
suchen, wenn er neidet. Allâh sagt (ungefähre Bedeutung):

1. „ Sag: Ich nehme Zuflucht beim Herrn des Tagesanbruchs (Allâh)
2. vor dem Übel dessen, was Er erschaffen hat,
3. und vor dem Übel der Dunkelheit (der Nacht), wenn sie zunimmt (oder dem
Mond, wenn er untergeht oder verschwindet),
4. und vor dem Übel der Knotenanbläserinnen ¹,
5. und vor dem Übel eines (jeden) Neidenden, wenn er neidet.“ [al-Falaq 113]

Was mit “wenn er neidet” gemeint ist, ist, wenn er offenbart, was er an Neid in seinem
Herzen empfindet und danach handelt, und sein Neid ihn dazu treibt, demjenigen, den er
beneidet, etwas Schlechtes zuzufügen.

Hasad kann in unterschiedlichen Ausmaßen auftreten:

1. Wenn jemand will, dass die Gabe von seinem muslimischen Bruder fortgenommen
wird, auch wenn er selbst sie nicht bekommt; um genau zu sein mag er es nicht,
wenn Allâh irgendjemand anderen mit Seinen Gaben beschenkt und dies verärgert
ihn.

2. Wenn jemand will, dass die Gabe von jemand anderem fortgenommen wird, weil
er selbst sie haben will, in der Hoffnung, dass sie zu ihm kommen wird.

3. Wenn jemand für sich selbst die gleiche Gabe wünscht wie die von jemand
anderem, ohne zu wollen, dass sie von der anderen Person fortgenommen wird.
Dies ist erlaubt und wird nicht als Hasad bezeichnet, sondern als Ghibtah.

Der Neider schadet sich selbst auf dreierlei Art und Weisen:

1. Er bekommt Sünden, weil Hasad harâm ist.

2. Es ist ein schlechtes Benehmen vor Allâh, denn was Hasad wirklich bedeutet, ist,
die Tatsache zu hassen, dass Allâh Seinen Dienern Seine Gaben schenkt, und das
zu beanstanden, was Allâh tut.

3. Er leidet aufgrund vieler Sorgen und Drangsal.
Und Allâh ist die Quelle der Kraft. Mögen Allâhs Segen und Frieden auf unserem
Propheten Muhammad und seiner Familie und seinen Gefährten sein. Zitat-Ende

Das Ständige Komitee für wissenschaftliche Forschung und die Erlassung von Fatwas
Majmû’ Fatâwa al-Lajnah al-Dâ’imah li’l-Buhûth al-‘Ilmiyyah wa’l-Ifta’ (26/29)

¹ Wörtlich : Der in die Knoten Speienden; d.h.: der Zauberinnen, die bei ihrem Zauber auf die Knoten in
Stricken oder Fäden blasen.

Quelle: Islam-QA.com (Frage Nr. 105471)
(Übersetzt von Umm Djumâna – Muslima.de.ms)
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