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Autor Thema: Die Ehe von Religion und Naturwissenschaft  (Gelesen 1453 mal)
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der Suchende
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« am: September 14, 2009, 18:04:45 »

Es selamun aleykum

Bevor es gleich in medias res geht möchte ich euch vorausschickend, zu dem von mir geschriebenen Text, das nur ein Ausschnitt darstellt aus dem noch zu anfertigenden Kapitel, bitten mich durch Feedback und inhaltliche Verbesserungsvorschläge,sprich durch konstruktive Kritik zu unterstützen:

Hier der Text: Ich hoffe die abschreckende Länge des Textes schmälert nicht die Leselust.

Der menschliche Geist ist schier unersättlich im unbedingten Voranschreiten in immer tiefere Erkenntnisdimensionen, zu welchem er sich geradezu tunlichst durch seine prädestinierte Natur insofern genötigt sieht, als dass er mit allem menschenmöglichem Bemühen diesem Ziele nachgehend hinterhereifert um letztlich den finalen Abschluss menschlicher Vollkommenheit dahingehend zu erlangen, als dass er imstande ist dem Anspruch des deutschen Meisterdichters Goethe, ,,Dass ich erkenne, was die Welt, im Innersten zusammenhält“  gänzlichste Genugtuung zu leisten und den alleinig ihm zugesprochenen Kalifatenstatus gerecht zu werden.
(Die Gründe, welche von ihm in derartiger Manier ein solch geistiges Tun regelrecht erzwingen, sollen im anthropologischen Teil dieser Abhandlung eingehend behandelt werden.)

So fühlt sich das Individuum angetrieben durch den Anflug einer schwammigen und nebulösen apriorischen Idee verpflichtet der Wahrheit auf den letzten Grund zu gehen, um letztlich diese von erdenklich herrlichsten Emotionen begleitete und sich von A bis Ω erstreckende Idee zu erfassen.

Mithin lassen seit Menschengedenken die Geistes- und Naturwissenschaft nichts unversucht um die Tiefen des Seins in all ihren Facetten zu illuminieren.

Eher unbewusst und intuitiv suchen  in Eigentlichkeit die Geistes- sowie Naturwissenschaften mit ihren zu Verfügung stehenden eigensten Instrumenten und Methodiken zu ergründen, was diese archaische im Menschenwesen verankerte Tendenz wohl auszulösen vermochte und um was es sich bei dieser Wesensneignung überhaupt handelt.
Ausgehend von diesen unanfechtbaren Fakten (denn niemand kann beileibe wahrhaftig bleiben und zugleich behaupten, es sei ihm nimmer das geistesfreudige und ekstatische Erlebnis eines ihn in Gänze erfüllenden höchst erhabenen Wesens widerfahren) möchte ich somit kundgeben, dass  letztlich die Lehren beider Wissenschaften zur selbigen Wahrheit hinstreben. Das will keineswegs heißen, dass nicht methodische Differenzen bei der Wahrheitsfindung  bestehen, sondern nur dass es sich keinesfalls um einander bekämpfende Lehren handelt, oder anders ausgedrückt in den Worten des Nobelpreisträgers für Physik sowie Begründer der Quantentheorie Marx Plancks, ,,Religion und Naturwissenschaft schließen sich nicht aus, wie heutzutage manche glauben und fürchten, sondern sie ergänzen und bedingen einander“.

Hernach konkludiert der Islamtheologe und Meistergelehrte Hz. Bediuzzaman Said Nursi (r.a.), dass sämtliches Wissen, weil es hin zur der einen Wahrheit  trachtet, auch aus der einen Wahrheit herrühren muss, denn alles was eine Einheit kündet, muss auch einer Einheit entspringen. Von der Warte der Naturwissenschaft aus, würde man dahingehend dieses Argument befürworten, als das jedwede Wahrheit ihren Entstehungsgrund par excellence im Urknall findet, denn gäbe es, mal angenommen, keinen Urknall, so würde es auch das menschliche Intellekt im Raum- Zeitgefüge nicht geben, der hin zur Wahrheit strebt, indem es des bewussten Denkens und Fühlens mächtig ist und dadurch befähigt sich darob den Kopf zu zerbrechen, was die Wahrheit in ihrer innerlichsten Innerlichkeit ist.       

Diesem Verständnis könnte man mit dem Einwand entgegnen, dass es die Wahrheit auch ,,vor,, dem Urknall gegeben haben muss, denn die Wahrheit ist nicht durch das Vermögen des Denkens entstanden, sondern erst durch die Entstehung vom Raum-Zeitgebilde, denn dass finite Denken erfordert vor allen Dingen einen finiten Anschauungsbereich, dass ihn hierdurch in die Lage versetzt zu denken. Demzufolge wird die Wahrheit erst durch den finiten Anschauungsbereich ermöglicht, so dass wir schlussfolgern müssten, dass die Wahrheit ein zur Natur des Universums zugehöriger Aspekt ist, auch ohne Mensch. Wenn dem so ist, und falls wir von der Richtigkeit der Idee einer jedweden Existenz innewohnenden Spiegelnatur ausgehen, würde es notgedrungenermaßen bedeuten, dass sämtliches im Kosmos und der Kosmos in seiner Gesamtheit der Ausdruck der Reflexion der infiniten Wahrheit, d.h. ALLAH (einzig mit seinen Attributen) selbst ist, welches im Reich der Schöpfung durch den Urknall für die Schöpfung selbst und das Denken manifest wurde.

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Wenn ich das Wunder eines prachtvollen Sonnenuntergangs oder die anmutige Schönheit des Mondes bewundere, so weitet sich meine Seele in Ehrfurcht vor dem allmächtigen Schöpfer ALLAH
Abbas
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Alhamdulillah!


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« Antworten #1 am: September 14, 2009, 23:10:14 »

Salam lieber Bruder,

wirklich sehr schön geschrieben. Du scheinst alhamdulillah eine Begabung für anspruchsvolle Themen/Texte zu haben. Der Text wendet sich vom Niveau und sprachlichen Stil an die gehobenere Bildungsschicht. Es ist schön daß es Muslime gibt, die sich dieser intelektuellen Herausforderung stellen.
Solltest du den Text für den normalsterblichen geschrieben haben, so müsstest du es natürlich sprachlich noch mehr runterbrechen, das scheint mir aber nicht deine Intention gewesen zu sein.
Inschaallah weiter so und viel Erfolg!
Smiley
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der Suchende
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« Antworten #2 am: September 15, 2009, 00:51:34 »

aleykum selam ve rahmetullah geschätzter Bruder Abbas Zwinkernd

ich freue mich über deine positive Beurteilung und werde biiznillah versuchen deinem ansporn nachzukommen, indem ich mein angefanges werk vollende, obschon es vermutlich jahre des geistigen forschens und schreibens mich kosten wird. wie dem auch sei.
sehr wünschenswert wären inhaltliche verbesserungsvorschläge, damit möglichst sämtliche Mängel sich auf ein Minimum reduzieren. 
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