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Autor Thema: Die Ideen eines Risale- i Nur Schülers zur Frage:Was ist der Sinn des Lebens und  (Gelesen 1614 mal)
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der Suchende
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« am: November 10, 2009, 21:20:09 »

wer oder was ist Gott?

Es selamun aleykum ve rahmetullahi ve beraketuhu ebeden daimen

Es handelt sich bloß um einen Abschnitt aus der Einleitung. Würde mich über ein Feedback außerordentlich freuen!!

IM NAMEN DES UNERGRÜNDLICHEN
»Und mit Seiner Hilfe.«
Die Wahrheit ist wie die Sonne. Durch nichts lässt sie sich löschen. Sie ist wie der Tag. Durch Verschließen der Augen schafft man nur für sich selbst Nacht."
(Bediuzzaman Said Nursi)
Einleitung: Wovon dieses Buch handelt und wovon nicht
Kurzum: Über die reine und reinigende Wahrheit und nicht über die bizarre Entstellung derselben. 
Ein paar einleitende Worte:
Teurer Freund, wisse, dass ich einer jeden verständigen Seele zugetanen Willens ein jedweden Buchstaben dieses Werks mit dem brodelnden Herzensblute der Meinigen geradezu durchtränkt habe.
Und so verlange ich, wohlwissend der Vermessenheit meiner Begehr und gleichwohl drauf pochend und beharrend, dass du nicht lesest mein Werke gleich einem nichtigen Artikel aus irgendeinem Blatt, denn diese sind von Zeit, indessen meines zeitlosen Naturells und beileibe nicht erdichtet und ersinnt ist, sondern, kraft der fürwahren Erkenntnisse meines geistig vollendeten Meistergelehrten, Hz. Bediüzzaman Said Nursi (r.a.), in Gänze wahr und gewiss.
Solltest du den bisherigen Worten kein Glauben schenken wollen, so lese und lasse dich überzeugen, oder wandle ruhig weiter verzweifelt und erschöpft durch das Labyrinth des weder ein noch aus Wissens!                                                                                                                                                                                             
Oh du Unseliger, siehst du denn nicht wie entgegen ihres Willens aber tausende von Menschen Tag für Tag in das stetig auf dich und mich wartende Grab hineingezerrt werden, begreifst du denn nicht deine jämmerlich missliche Lage, erkennst du denn nicht dein tristes und unabwendbares Ende, dem zu entfliehen bar jeder Möglichkeit ist und drum nimmer getan werden konnte.
Wie  viele Menschen und wie viele Völker sind vor dir dem Tod anheimgefallen! Vernimmst du noch irgendjemandes Stimme, oder hörst du von ihnen etwa noch den geringsten Laut?
Antworte!!!
So werde nun achtsamen Gehörs dem grammerfüllten und nimmer enden wollenden Schluchzen und Seufzen einer jeden Kreatur gewahr und wisse, auch du wirst sterben, und all die Dinge, in die du so vernarrten Herzens gleich tausend Ketten angeschlossen bist, werden sich von dir losreißend abwenden und so wird dich mit Sterbensanbruch ein jedes schepperndes Kettchen unerträglich peinigen, bis zu dem Punkte, da du sie verlässt.)
"Memento mori" Gedenke, dass du sterben wirst.
Verdränge dies nimmermehr und starre weitaufgerissenen Auges dem alles vernichtenden Tode in sein blutdürstiges Antlitz (Angesicht), und frage den Tod und sämtliche Objekte deiner Begehr,  ,,gibt es eine Möglichkeit, den Tod zu töten, sodass der Verfall der Welt entfällt, menschliche Schwäche und Armseligkeit aufgehoben und die Pforten des Grabes verschlossen werden, dann sage es mir; ich höre. Wenn nicht, dann schweig! (Bediuzzaman Said Nursi)
„ Es ist etwas Schreckliches, zu fühlen, dass alles was man besitzt, zerrinnt.“
Auf welch törichten Verstand und auf welch steinernes Herz müssten diese Worte stoßen, um nicht bebend schluchzend, sondern gar unberührt zu bleiben. In diesem Falle, Bester, vermag ich allenfalls die Vernunft und das Herz eines Entseelten mir vorzustellen.
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Wenn ich das Wunder eines prachtvollen Sonnenuntergangs oder die anmutige Schönheit des Mondes bewundere, so weitet sich meine Seele in Ehrfurcht vor dem allmächtigen Schöpfer ALLAH
der Suchende
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« Antworten #1 am: November 12, 2009, 16:15:37 »

Die Suche nach der Wahrheit und die Beweggründe derselben

„Läg nicht in uns des Gottes eigne Kraft, wie könnt uns Göttliches entzücken? Johann Wolfgang von Goethe
Ach, seit Menschengedenken sucht das unruhige Herz unentwegt nach einer unerschütterlichen Wahrheit.
Aber Jahrtausende war die Verstandeskraft zur Nacht und Tag vollends bestrebt und unermüdlich bemüht diesem einen Ziele und Seelenswunsche nachzueifern,  wohlwissend der trostlosen Gewissheit, ,,dass sie (die Vernunft) durch Fragen belästigt wird, die sie nicht abweisen kann, denn sie sind ihr durch die Natur der Vernunft selbst aufgegeben, die sie aber nicht beantworten kann; denn sie übersteigen alles Vermögen der menschlichen Vernunft“. (Immanuel Kant)
Zeit ihres Lebens waren, ach, all die brillanten Denker auf der fruchtlosen Suche nach dem Trunk seelischer Ruhe. Nichts schien ihnen belangreicher und dringlicher als dieses eine Werk geistigen Forschens, für welche sie sich nicht scheuten ihre wohlbewusste kostbare Lebenszeit aufzuopfern.

In tiefsinniger Versunkenheit sahen sie gen den sternenbedeckten Nachthimmel und erspähten  in den vermeintlich endlosen Fernen und Weiten diamantisch gleißende Gestirne, und dieweil das Augenlicht von einem Winkel zu einem Anderen schweifte und das Herz schier unersättlich sich am Anblick dieses bezaubernden Schauspiels weidete, erwuchs in ihnen anfänglich kaum merklich, doch mit allmählich zunehmender Kraft und endlich all ihr Sinnieren und Fühlen gänzlich fesselnd, ein dunkles, nicht begreifliches Etwas, wohlwollend und barmherzig, berauschend und überwältigend, welchem sie sich in dem Atemzuge des Erkennens der vergleichsweise eigenen unsäglichen Nichtigkeit, wenngleich ihr Innerstes verängstigt und gedemütigt vor dieser alles überragenden und verschlingenden finsteren Leere, dennoch willig einem ohnmächtigen Liebenden gleich, aushändigten.

Und so spricht, Immanuel Kant, im Sinne aller entflammten Herzen, wenn er sagt:                                                  
,,Zwei Dinge erfüllen das Gemüt mit immer neuer und zunehmender Bewunderung und Ehrfurcht, je öfter und anhaltender sich das Nachdenken damit beschäftigt: Der bestirnte Himmel über mir und das moralische Gesetz in mir.“
Ungeachtet dieser Erkenntnis begreift der Mensch immerzu, in seinem scheinbar bejammernswerten vergänglichen Naturell, dass er sich nicht begnügen kann mit der kurzweilig erschütternden Pracht der über seinem Haupte schwebenden Himmelstracht.                
Denn indessen des Menschen Natur sehnsüchtigen Verlangens nach ewig anhaltendend seligmachender Schönheit lechzt, bleibt ihm exakt dies im Bewusstsein der bestialischen Sterblichkeit der Seinigen und des Bewunderten immerfort verwehrt.                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                               
So kehren untröstlich und übernächtigt seine sich nach Erwiderung sehnenden Blicke zurück und er hält verzweifelten Auges Ausschau nach einer Möglichkeit sich seiner elenden Wesenslage zu entledigen, denn nichts Endliches, nicht die ganze Welt kann eine Menschenseele befriedigen, in der das Bedürfnis nach dem Ewigen sich regt“. (Søren Kierkegaard)
Und wenn auch alle Schönheit des Erdreichs dem Menschen wäre gereicht, so würden doch die mephistophelische Marter der unausbleiblichen Trennung die anfänglich verspürte Liebe letztlich in unversöhnlichen Abscheu zum Diesseits allmählich (aufzehrend) verkehren.

Wenn ich jetzt sage, dass des Menschen dürres Herz tränenvergießend nach einem Tröpfchen Liebesnass aus dem unendlichen Ozeane der ewigen Pracht verlangt, um die weiträumig gähnende Leere in ihm für alle Ewigkeit zu auszufüllen, sodass er sich mit jedweder Seinsfacette gänzlich dem Quell aller Glorie und Herrlichkeit des äußerlichen und innerlichen Himmelsgebildes hingeben kann, rede ich dann nicht im Sinne aller?! Oder äußere ich Unwahrheit, indem ich durch anmaßlichen anthropologischen Sachverstand herumschwadroniere? 

Die Dissonanz zweier sich einander widersprechender Wesensattribute, dass des ephemen, da vergänglichen und rasch vorübergehenden Daseins des Individuums und der unbedingte Wille ewiger Glückseligkeitserfahrung, ist ein schier unlösbarer Knoten des Menschenschicksals.

Ergo entsprießt das rastlose Streben aus dem unersättlichen Boden des Mangels an Zufriedenheit. Jedes erneute Aufflackern des Strebens ist das erneute unweigerliche Beschreiten eines Passionsweges. So bedeutet Leben Streben und Streben Leiden und Leiden von neuem Streben in infinitum. ........... 
 

 
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der Suchende
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« Antworten #2 am: November 18, 2009, 19:14:42 »

 Traurig
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Sema
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« Antworten #3 am: November 18, 2009, 21:15:46 »

Lieber Bruder, hab ich das richtig  verstanden, du bist dabei ein Buch zu schreiben, die obigen Auszüge bilden die Einleitung und wir sollen unser bisheriges Feedback geben?
Also, ich habe deinen Text mit Gefallen gelesen, zerfliest wie Butter auf der Zunge, du hast maschaallah eine sehr schöne Ausdrucksweise- sehr poetisch. Ist zwar nicht jedermans Vorliebe oder Level, aber basiert stark auf dem Styl der Risale-i Nur-Werke.
Man könnte einiges zwar viel einfacher und nicht so "geziert"( - im positiven Sinne verstehen bitte!) ausdrücken, aber wenn es das ist, was du auch treffend aussagen möchtest und es aus deinem Herzen entspringt- nur weiter  Smiley Inhaltlich ist da nichts einzuwenden, tiefgründige Gedanken.
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der Suchende
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« Antworten #4 am: November 19, 2009, 14:37:39 »

Ja, das haben sie richtig verstanden. Auch wenn meine Absicht zur Niederschrift meiner Gedanken etwas ins Stecken geraten ist, denke ich doch das ich es in Bälde wieder aufnehmen werde. Ich bedanke für das positive und motivierende Feedback. Smiley
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