der Suchende
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« am: November 11, 2009, 16:29:35 » |
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Blitze 17 Blitz
Ist jemand imstande mir die Metaphern in diesem Text auszudeuten?
Zehnte Notiz -------------------------------------------------------------------------------- So wisse denn nun, oh du zerstreuter und verwirrter Said! Das Licht der Erkenntnis Gottes des Gerechten zu erlangen, es zu schauen, sein Aufscheinen im Spiegel der Ayat und der Zeugnisse zu erblicken und dir einen Einblick in die Beweise zu verschaffen, erfordert es, dass du nicht jeden Lichtschein, der über dich hinwegzieht, oder dir ins Herz scheint oder in deinen Verstand hinein leuchtet, mit deinen Fingern zu berühren oder mit der Hand deines Zweifels zu analysieren versuchst! Strecke deine Hand nicht aus, um das Licht zu fangen, das dir erscheint! Ziehe dich von den Ursachen deiner Gottvergessenheit zurück! Bleibe vielmehr stehen und wende dich (dem Licht zu)! Denn ich habe erfahren, dass es (auf dem Weg zur) Erkenntnis Gottes drei verschiedene (Arten von) Zeugnissen und Beweisen gibt.
Die erste Art gleicht dem Wasser. Man kann es sehen und fühlen, aber nicht zwischen den Fingern halten. Bei dieser Art muss man sich von seinen Illusionen befreien und (stattdessen) ganz und gar in ihm untertauchen. Man kann es nicht mit kritischem Fingern durchforschen. Tut man es dennoch, fließt es davon und verflüchtigt sich. Das Wasser des Lebens kann nicht zwischen unseren Fingern Wohnung nehmen!
Die zweite Art gleicht der Luft (und dem Wind). Man kann sie zwar wahrnehmen, aber nicht sehen und nicht berühren. Wende ihm dein Gesicht, deinen Mund zu! Kehre deinen Geist (ruh) dem Lufthauch Seiner Barmherzigkeit zu und halte dich ihm entgegen! Strecke deine kritischen Hände nicht nach ihm aus! Du kannst ihn nicht festhalten. Atme innerlich (ruh) auf! Wenn du ihn mit den Händen deines Zweifels untersuchst, die Hände deiner Kritik nach ihm ausstreckst, verlässt er dich und eilt davon. Er wird nicht in deinen Händen Wohnung nehmen, mit ihnen nicht zufrieden sein.
Die dritte Art gleicht dem Licht. Man kann es sehen, aber weder fühlen noch berühren. Weil das aber so ist, solltest du deine Augen, den Blick deines Geistes (ruh) ihm entgegen kehren, deine Augen ihm zuwenden und abwarten. Vielleicht kommt es dann ganz von selbst. Denn das Licht kannst du nicht mit deinen Händen fangen, nicht mit deinen Fingern erjagen. Denn das Licht lässt sich nur im Lichte des inneren Auges (Bassier) erjagen. Wenn du deine gierige, materielle Hand (nach ihm) ausstreckst und es mit einer materiellen Waage wiegen willst, versteckt es sich (vor dir) auch wenn es nicht erlischt. Denn so wie das Licht nicht damit zufrieden ist, wenn du es in die Materie einzuschließen versuchst, so lässt es sich auch nicht beschränken und akzeptiert nicht opake (= lichtundurchlässige) Dinge als seinen Herrn und Meister.
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