Aleykum Selam ve Rahmetullahi ve Beraketuhu
Ja, eine wahrhaft hochinteressante Passage, lieber Suchender.
Allen noch folgenden Gedanken vorausgehend möchte ich bei dir für die Uannehmlichkeit der Warterei entschuldigen, aber bisweilen ist diese einfach unumgänglich. Wir werden uns in Bälde auch deinen übrigen Beiträgen zuwenden.

Nun ja, nach meinem Dafürhalten soll mithilfe der Schwingung an sich, der in den nachfolgenden Sätzen angedeutete Charakter der Zeit tangiert werden, dass nämlich die menschliche Betrachtungsweise einer Verzerrung der zeitlichen Wirklichkeit Vorschub leistet, indem es die faktische enge und schmale Zeitlinie in gigantische Ausmaße mittels seines Imaginationsvermögen abwandelt.
Der metaphorische Spiegelungsprozess von Vergangenheit und Zukunft, wird initiiert durch die oben schon interpretierten Schwingungen, die vom Vergangenheits- und Zukunftsspiegel ausgesendet werden. Die jeweils ausgesendeten Schwingungen lösen ein Aufeinanderprall derselben (Schwingungen) aus und ermöglichen letzlich die Konstruktion des sogenannten Jetzt bzw. der Gegenwart (in diesem Punkt oder dieser Zusammenstoßfläche.)
Die Frage stellt sich aber hierdurch, ob die Gegenwart ein Knäuel an Vorstellungen ist, gespeißt durch Gedanken an die Zukunft und Erinnerungen von der Vergangenheit, folglich ob der Gegenwart bloß Vorstellungs- und Illusionscharakter, also keine Realität zukommt? Die Antwort ist mir während der Andacht aus heiterem Himmel der Barmherzigkeit in den Sinn gekommen, also nimmt mir bitte den kleinkinderlichen Scherz am Rande nicht übel.

Sehr bemerkenswert ist zudem die ineinanderverflechtete Veranschaulichung von Raum- und Zeit. Man redet ja ohnehin vom Raum-Zeitgefüge!