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Autor Thema: Paulus - Der Verräter der wahren Lehre Jesu  (Gelesen 922 mal)
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Khalid
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« am: Juli 22, 2010, 19:10:41 »

Der eigentliche Gründer des Christentums ist Paulus, ehemals Saulus. Die Anhänger Jesu hatten nach seiner Aufnahme in den Himmel zunächst die richtige Lehre, bis es zum Kampfe zwischen Jesus-Anhänger und den Juden kam. Saulus ein Diener des Hohen Rates, war beauftragt die Anhänger der Lehre Jesus zu bekämpfen. Doch sosehr er die Anhänger festnahmen, um sie auszuliefern oder um sie zu töteten, um so mehr Juden bekannten sie sich zu der Lehre Jesus. Da fiel den Saulus und den Hohen Rat ein genialer Plan ein. Den Juden müsse man nur ihren Begriff des Gottesbildes zerstören. Wenn sie den Juden, der Lehre Jesu, eine Verfälschung einredeten, so würden die Anhänger Jesu, von selber die neue Lehre wieder aufgeben. So verließ Saulus mit einigen seiner Helfer die Stadt Jerusalem in Richtung Damaskus. Auf dem Weg nach Damaskus umstrahlte ihn ein Licht vom Himmel her und eine Stimme hörte er, die zu ihm sprach: Saul, Saul, was verfolgst du mich? Der weitere Ausgang dieses Ereignisses ist ja hinreichend bekannt.

Seine Helfer verbreiteten die sogenannte Jesuserleuchtung und selber trug er auch sein Teil dazu bei. In Damaskus angekommen, berichtete er von sein Erlebnis und fand so die Aufnahme der Jesusanhänger. Er predigte von nun an das Verhältnis zwischen Gott und seinen Sohn auf Erden. Weil es am Anfang den erwünschten Erfolg nicht brachte, trug er seine Botschaft den Heiden hinaus. Den Heiden war solcher Gedankengut ja nicht fremd. Ob Steine, Sonne oder Tiere, sie hatten alle schon mal zu ihren Gott gemacht. So hatten sie damit keine Probleme im dem was sie Anbeteten. Gottessöhne und Himmelfahrt sowie Kreuzigung sind der Antike ja nicht unbekannt. Paulus Theorie war: ist der neue Glaube erstmals bei den Heiden verbreitet, würden die Juden selber davon ablassen. So kam es dann auch zu Streitgesprächen zwischen Paulus und Petrus. Den Juden war die neue Lehre von Jesus nicht mehr geheuer, und der Erfolg hatte Früchte getragen. Neue Juden gab es nun kaum noch, die sich zu der Lehre Jesus bekannten. Um für die Zukunft vorzusorgen, zog es Paulus mit seinen Helfern in die heidnischen Städte und predigte von der Gottes-Sohnschaft auf Erden. So versperrte er den Juden, für die Zukunft, das Tor zur wahren Lehre Jesus.

Trotz allen gab es schon genug Anhänger der wahren Lehre Jesus. Weil die Botschaft Jesus ja, an die 12 Stämme Israels gerichtet waren, gab es wesentlich weniger Anhänger als bei den neu gewonnenen Heiden. So ging im Laufe der Zeit die wahre Lehre Jesus unter. Allerdings noch zu Zeit Kaiser Konstantin im 3. Jahrhundert, wurde noch über die Natur Jesu gestritten. Mit der Einberufung des Konzil von Nicäa 325 n.Chr. unter der persönlichen Teilnahme des Kaisers, wurde die Gottessohnschaft festgeschrieben. Doch darauf komme ich später zurück.

 


Betrachten wir nun die Person Saulus bzw. Paulus:

Saulus gehörte dem Stamm Benjamin an, und kam aus einer strenggläubigen Pharisäerfamilie. In Jerusalem hatte er studiert unter der Leitung Gamaliel des 1. Sein Vater war Kaufmann und auch er erlernte das Handwerk des Kaufmannes. Die Familie war wohlhabend. Seine Geburtsstadt hieß Tarsus das ein bedeutendes hellenistisches Kulturzentrum war. Deshalb beherrschte Saulus die griechische Sprache. Saulus besaß als Jude die römische Staatsbürgerschaft. Vermutlich hatte Saulus Vater die Bürgerrechte erworben, entweder als Belohnung für den Römern erwiesene Dienste oder weil er ein freigelassener Sklave oder Kriegsgefangener war. Paulus war ein sehr aktiver Jude. Schon bald nach dem entrücken Jesu, stellte er sich entschieden gegen die Jünger Jesu, die glaubten ihr Meister sei der Messias gewesen, den die Juden nicht erkannt hätten. Paulus selber hatte Jesus nicht persönlich gekannt. Was Paulus in den ersten zehn Jahren nach seiner Bekehrung getan hat, bleibt ein Geheimnis, das sich weder durch seine Briefe noch durch die Apostelgeschichte entschleiern läßt. Paulus und Barnabas unternahmen zusammen eine Reise durch Syrien und Cypern, das mehrere Jahre dauerte. Paulus und Barnabas, der Levit aus Cypern, stritten über ihre Missionsarbeit und trennten sich.

Die Juden, die Jesus nicht als Messias anerkennen wollten, waren von der neuen Lehre schockiert und sträubten sich dagegen ihnen zuzuhören. Nach seiner dritten langen Reise kam Paulus nach Jerusalem zurück, wo ihn die römischen Soldaten vor dem aufgebrachten Juden schützen mußten. Wann Paulus starb und wo, bzw. wie, ist nicht geklärt. Spekulation über das Ende Paulus gibt es genug. Die sogenannte Opferung in Rom mag weiter nur eine Täuschung für die Juden gewesen sein um sie in ihrer Ablehnung gegen das Christentum zu stärken. Paulus hat seinen Auftrag erfüllt. Sein weiteres Wirken bleibt im Dunkel.

 

 

Wie nun kommen die Muslime zu dem Schluß, daß Paulus seine Bekehrung nur erfunden hat.

Die Muslime stützen sich hierbei auf dem Qur’an. Weil der Qur’an, Jesus als Gott ablehnt, steht für die Muslime fest, daß die sogenannte Erleuchtung von Paulus nur als Vorwand benutz wurde, um die Jesusanhänger etwas vorzugaukeln. Nachdem Jesus ja nicht Gott ist, hatte Jesus auch gar kein verlangen, Paulus zu erscheinen.

Auch in neuerer Zeit, gibt es Zeitgenossen die in Paulus einen Betrüger des Christentum sahen. (z. B. Nietzsche) Nietzsche hat Paulus als großen Verfälscher dargestellt. Paulus charakterliche Eigenschaften und Begabungen sind auch als Beweis aufzuführen, das er sich für diese Aufgabe berufen sah. Hat Jesu nicht über die Pharisäer und den Hohen Rat geschimpft?

Paulus Stadt war eine Heidenstadt mit jüdischer Minderheit. Er kannte den Glauben der Heiden und war Ausgebildet im jüdischen Glauben. Als römischer Staatsbürger war er der jüdischen Staatsgewalt entzogen. Durch die Beherrschung der griechischen Sprache, war es Paulus auch möglich die Sprache Jesus, die ja Aramänisch war, ins Griechische zu predigen, was den Vorteil mit sich brachte, daß seine Reden nicht mehr vergleichbar waren. So war er der ideale Mann für das vorhaben des Hohen Rates der jüdischen Priester.

Paulus war der erste große Theologe der christlichen Lehre. Er wandte sich mit vernichtender Schärfer gegen die Christen, die eine gewisse Gültigkeit des jüdischen Gesetzes auch in der christlichen Gemeinde festhalten wollten. Zu erwähnen sei die Beschneidung und das Schweinefleisch verbot. (Jedoch die Lehre der Erbsünde entsprechen nicht der Auffassung des Paulus.)

Während Petrus als der Fels von Jesus bezeichnet wird, und die Bräuche der Juden weiterhin pflegte, nahm sich Pauls als Spätbekehrter das Recht heraus jüdische Brauchtümer für die neugewonnenen Christen abzuschaffen. Er hat, wie vor allem der Brief an die Galater zeigt, in dieser Sache bittere Auseinandersetzungen mit den Häuptern der Jerusalemer Urgemeinde geführt. So sind auch die Briefe Paulus die ältesten Schriften des Christentums, die der Nachwelt erhalten sind.

Wenn wir die Ausbreitungsgeschichte des Christentums in seiner Frühzeit studieren wollen, so haben wir nur ein Dokument dafür, nämlich die Apostelgeschichte und die Briefe des Paulus. Bis ans Ende des 2. Jahrhunderts hat sich das Christentum im Osten in dem äußeren Rahmen gehalten, den Paulus ihm zog.

Nun komme ich zurück zum Konzil von Nicäa. Der Ausgangspunkt geht bis ins 2. Jahrhundert zurück. Man empfand, daß die Formeln des NT und der apostolischen Väter nicht ausreichend waren, um das Wesen der Gottheit zu beschreiben. So kommt es zu den sog. monarchianischen Streitigkeiten. Christus und der Heilige Geist und Gott, darüber war man verschiedener Auffassung. Einige faßten Christus als Menschen der von Gott durch Adoption zu sich emporgehoben wird, andere als Gottes Kraft erfüllten Menschen. Diese monarchianischen Aussagen entstammen dem Bemühen, am Monotheismus festzuhalten. Gott ist Einer, das ist die Grundvoraussetzung, von der nicht abgegangen werden kann. Man findet einen Ausweg aus dem Dilemma. Christus wird als Logo Gottes beschrieben. Dies brachte jedoch keine Lösung des Problems.

Die Logos-christlologie ist letztlich nur eine Aussageformel. Logos bedeutet: Wort, Vernunft.

Einige Theologen geben sich damit zufrieden, andere nicht. So wurde mit der Zeit, aus dem mo’nar’chi’a‘nischen Streit der arianische Streit. Auf dem Konzil von Nicäa 325 wurde Ho’mo’u’si‘os (was etwa wie wesensgleich oder wesensseins übersetzt werden kann) von Konstantin in der Synode durchgesetzt. Das sonderbare ist ja, das die Bischöfe diese Bekenntnisformel gar nicht beschließen wollten, was beim Auseinandergehen der Synode zum großen Ärgernis wurde. Konstantin setzte sich deshalb für die Bekenntnisformel ein, weil es sein Auffassungsvermögen entsprach.

Die damit schwierigen theologischen Probleme die damit verbunden waren überstiegen Konstantin Wissen um das Christentum. Die Ereignisse und die Einmaligkeit der damaligen Zeit –(nämlich) erst vor ein Jahr war im Osten die Stunde der Freiheit von der Verfolgung für die Christenheit endgültig angebrochen - und dies war Konstantin zu verdanken -.

Das alles brachte die Bischöfe dazu, dem ho’mo’u’si‘os (wesensindentsich) zuzustimmen. Erst nach dem Tod Konstantins konnte der Stein des Anstoßes unter Konstantius beseitigt werden. Jetzt wo sich eine Opposition durchgesetzt hat, kommen die gegenseitigen Meinungen wieder voll zu Tage. Durch den Beschluß von Nicäa wo die Bekenntnisformel Homosios durchgesetzt wurde, kämpften alle zusammen, jetzt brach der Bund auseinander.

Die Auseinandersetzungen gingen bis zu die Theologen Basilius der Große, Gregor von Nyssa, Gregor von Nazinaz die von einer Wesenheit sprechen, die sich in drei Erscheinungsformen, also in drei Personen darstellen. Und diese Aussage wird dann von der Mehrheit der Theologen übernommen. (ho’mo’i’u’si‘os = eines Wesen) Ein i war die gesuchte Lösung. Auf dem Konzil von Konstantinopel 381 wurde das Wort homousios verbindlich festgelegt, was nun mit eines Wesen zu übersetzen ist. Im Jahre 451 ist in Chalcedon das Bekenntnis noch mal bestätigt worden.

Bemerkenswert ist die Tatsache das über die dritte Person bis dahin noch nicht diskutiert wurde. Es wurde zwar immer von der Trinität gesprochen, gemeint waren aber nur Vater und Sohn.

Nach dem Streit um die Gottheit Jesu stand nun ein neuer Streit auf der Tagesordnung. Der Streit um die Menschheit Christi. Man hatte die Gottheit Christi gesichert und, so gut es möglich war, umschrieben. Wenn Christus nicht Mensch geworden war, half diese Gottheit dem Menschen nichts. Man einigte sich schließlich auf die Menschheit Christi, mit der sich Gott verbunden hat. Beide Naturen sind miteinander verbunden, aber nicht miteinander vermischt, können aber auch nicht voneinander getrennt werden.

Zum Schluß nun kommt noch Maria ins Spiel. Ist Maria als Menschengebärerin oder als Gottesgebärerin anzusehen. Die Auseinandersetzungen innerhalb der Kirche nahm nie ein Ende. Ein Konzil Jagd dem anderem Konzil hinterher. Noch im 8 Jahrhundert wird auf dem Konzil über das Bilderverbot gestritten.

Noch im 16 Jahrhundert spaltete sich die Katholische Kirche. Aus ihr ging die lutherische Kirche hervor. Der stolper Stein war die Rechtfertigungslehre. Martin Luther widersprach der Lehre der katholische Kirche, daß Menschen durch gute Taten dazu beitragen können, von Gott angenommen zu werden. Nach Luther erlangen die Menschen allein durch Gottes Gnade und aufgrund ihres Glaubens das Heil.

Zum Geschichtlichen Verlauf des Christentum mit seinen theologischen Auseinandersetzungen, reicht das aufgesagte auf, um sich ein Bild machen zu können von der Schwierigkeit, eine Einheitliche Formulierung zu finden über Gott, Jesus und die Trinität.

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